220 BEWERBUNGEN AUS ALLEN 27 DEUTSCHEN DIÖZESEN

Bonifatiuspreis 2019 verliehen

Die Preisträger des „Bonifatiuspreises für missionarisches Handeln in Deutschland 2019“ (Foto: Patrick Kleibold)
Gruppenbild: die Preisträger des „Bonifatiuspreises für missionarisches Handeln in Deutschland 2019“ (Foto: Patrick Kleibold)

03.11.2019

Während des Festaktes zur Eröffnung der diesjährigen Diaspora-Aktion in Mainz wurde auch der „Bonifatiuspreis für missionarisches Handeln in Deutschland“ verliehen. Damit würdigt das Bonifatiuswerk alle drei Jahre den Einsatz von Menschen, die in ihren Gemeinden, Schulen, Verbänden, Orden und Institutionen den Glauben in engagierter Weise weitergeben. Eingegangen waren 220 Bewerbungen aus allen 27 deutschen Diözesen. „Mit dem Bonifatiuspreis ehren wir Glaubensimpulse, die dazu anregen, selbst aktiv und kreativ zu werden. Die eingereichten Projekte zeigen, dass in Deutschland trotz aller gesellschaftlicher Skepsis vielfältige missionarische Aufbrüche möglich sind und auch geschehen“, sagte Bonifatiuswerk-Präsident Heinz Paus.

1. Platz Bonifatiuspreis

Mit dem ersten Platz wurde das Projekt „One Minute Homilies“ der Deutschen Provinz der Jesuiten in Berlin im Erzbistum Berlin ausgezeichnet. Die Jesuiten veröffentlichen jede Woche eine Mini-Predigt in den Sozialen Medien, in der sie das Evangelium des Tages in nur einer Minute erklären. Mit ihren Videos erreichen sie bis zu 2.500 Nutzer. Ihr Ziel ist es, auch Menschen zu erreichen, die nur selten in eine Kirche gehen, aber grundsätzlich auf der Suche nach spirituellen Impulsen sind.

2. Platz Bonifatiuspreis

Auf dem zweiten Platz landete die Liebfrauengemeinde in Kiel mit dem Projekt „Café unterm Kirchturm und Postshop“. Neben Besinnungstagen, Gottesdiensten und Meditationsgebeten lädt die Gemeinde mit einem Café und einer Poststelle dazu ein, sich über den Glauben auszutauschen. Auf diese Weise möchte die Gemeinde der Kirche ein konkretes und einladendes Gesicht geben und auch Nichtchristen ansprechen.

3. Platz Bonifatiuspreis

Das Kinderzeltlager der Pfarrgruppe Alzeyer Hügelland im Bistum Mainz  erhielt für seinen "Escape Room" den dritten Preis. Während der letzten 72-Stunden-Aktion wurden Kirche und Pfarrhaus der Gemeinde in einen Escape-Room verwandelt. Aufgabe war es, ein an die „Hochzeit zu Kana“ angelehntes Rätsel zu lösen. Menschen, die nur wenig Bezug zu Bibel haben, wurden so mit Glaubensinhalten in Berührung gebracht.

Sonderpreis

Den Sonderpreis erhielt das St. Benno-Gymnasium Dresden im Bistum Dresden-Meißen. Seit 20 Jahren werden dort Jugendliche durch den „Komm-und-sieh-Kurs“ in ihrer Identitätssuche und ihrer religiösen Identitätsbildung unterstützt. Jürgen Leide, pädagogischer Leiter des Gymnasiums, hat das Konzept vor 25 Jahren entwickelt. Der Kurs umfasst Exerzitien im Alltag, regelmäßige Gruppentreffen und eine neuntägige Fahrt nach Assisi.

Preisgeld und Jury

Der im Jahr 2006 von Prälat Erich Läufer gestiftete Bonifatiuspreis stand in diesem Jahr unter dem Motto „Abenteuer Glaube. Entdecker gesucht“. Der erste Preis ist mit 3.000, der zweite mit 2.000, der dritte mit 1.000 Euro und der Sonderpreis mit 800 Euro dotiert. Jurymitglied und ZDF-Moderatorin Gundula Gause zeigte sich von der Kreativität der eingereichten Projekte beeindruckt. Für sie selbst sei der Glaube fester Bestandteil ihres Alltags und gehöre zu ihrem Koordinatensystem, sagte sie zu ihrer Motivation in der Jury mitzuwirken. Der Jury gehörten auch die Bundesministerin Julia Klöckner, der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf, die BDKJ-Bundesvorsitzende Lisi Maier, die Franziskanerin Schwester Maria Magdalena Jardin, Prälat Erich Läufer und der Generalsekretär des Bonifatiuswerkes Georg Austen an.

(pk)