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Die vom Bonifatiuswerk unterstützte Berliner Initiative Pro Reli tritt weiter auch über die Hauptstadt hinaus für den Erhalt des Religionsunterrichts ein. Sie wandte sich in einer am Dienstag in Berlin veröffentlichten Erklärung gegen den Vorschlag der Linkspartei in Nordrhein-Westfalen, in dem Bundesland den konfessionellen Unterricht durch ein allgemeines Fach Ethik zu ersetzen.

«Wer die Abschaffung des Schulfaches Religion verlangt, will von den bewährten Regelungen des Grundgesetzes abrücken», kritisierte der Pro Reli-Vorsitzende Christoph Lehmann. Dieses sehe mit Ausnahme von Berlin und Bremen ein ordentliches Unterrichtsfach Religion vor.
Deutschland habe in zwei Diktaturen die Erfahrung gemacht, wie wichtig Glaubensgemeinschaften als Gegengewicht zu einem staatlichen Meinungsmonopol sein könnten, betonte Lehmann. Angesichts dessen wäre eine Abschaffung des konfessionellen Unterrichts zugunsten eines staatlichen Einheitsfachs Ethik widersinnig. Vielmehr müsse vor allem die muslimische und jüdische Religionslehre ausgebaut werden.
Pro Reli gründete sich, um in Berlin eine Gleichstellung des freiwilligen Religionsunterrichts als Alternative des staatlichen Ethikpflichtfachs zu erreichen. Bei einem Volksentscheid im April erhielt die Initiative jedoch nicht die erforderliche Stimmenzahl.
(kna)