Das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken unterstützt katholische Christen überall dort, wo sie in einer extremen Minderheitensituation, in der Diaspora, ihren Glauben leben.

Mit seiner Bau-, Verkehrs-, Kinder- und Glaubenshilfe fördert es Projekte in Deutschland, Nordeuropa und dem Baltikum.

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Sonderpreis beim Bonifatiuspreis im Jahr 2008:

Preisträger „Folge dem Stern! - Missionarische Projekte zum Weihnachtsmarkt “

 

Einen Sonderpreis erhielt im Jahr 2008 das Projekt „Folge dem Stern“ der Theologischen Fakultät der Universität Erfurt, „weil hier im dezidiert säkularen Umfeld des Erfurter Weihnachtsmarktes der eigentliche Sinn der christlichen Symbolik und damit die froh machende Botschaft von der Mensch- und Kindwerdung Gottes erneut zugänglich gemacht und zeitgemäß interpretiert werden soll“, so Bonifatiuswerk-Generalsekretär Monsignore Austen.

Dabei gehe es nicht nur darum, allgemein abendländisches Kulturgut neu in das Bewusstsein der Menschen in den neuen Bundesländern zu heben, sondern den ursprünglichen Sinn des adventlichen Brauchtums zu erschließen und „vom Ballast der alles überlagernden vorweihnachtlichen Konsummaschinerie zu befreien“.

 

Antworten geben

In der Vorweihnachtszeit begegnen uns viele adventliche Symbole, die als Brauchtum bekannt und beliebt sind. Doch was bedeutet eigentlich Advent? Und wie bereiten sich Christen im Glauben auf Weihnachten vor? Immer mehr Menschen wissen dies heute nicht mehr. Das Projekt „Folge dem Stern!“ will deshalb Antworten auf diese Fragen geben. 2007 machte sich Prof. Dr. Maria Widl zum ersten Mal gemeinsam mit Studierenden der Kath.- Theol. Fakultät der Universität Erfurt auf den Weg, um den Besuchern des Erfurter Weihnachtsmarktes die Adventszeit näherzubringen. Im hektischen vorweihnachtlichen Treiben, zwischen Einkaufstüten und Glühwein schafften die Studenten Orte der Begegnung und schlugen damit eine Brücke zu der Frage: Warum und wie feiern wir als Christen den Advent? Sechs verschiedene Aktionen im Umkreis des Weihnachtsmarktes luden Weihnachtsmarktbesucher und Passanten ein, über Advent, Glauben und Christsein ins Gespräch zu kommen.

Eindrücke von den unterschielichen Aktionen des Projektes
Eindrücke von den unterschielichen Aktionen des Projektes

Aktion 1: Der Stern als Wegweiser durch den Advent
Die Studierenden verschenkten 750 Strohsterne an die Weihnachtsmarktbesucher, zusammen mit einer adventlichen Karte, bedruckt mit einem Stern und einer Einladung zu weiteren Aktionen. Sie erzählten über ihre Projektidee und erklärten, dass Christen sich in der Adventszeit auf die Ankunft Jesu in der Welt vorbereiten.

Aktion 2: Die Krippe als Weihnachtsgeschichte
Die Krippe auf dem Erfurter Weihnachtsmarkt versahen die Studenten mit drei Info-Ordnern, die Besucher zum Blättern und Stöbern anregten. Sie fanden darin u. a. Erklärungen zu Bedeutung und Ursprung der Weihnachtskrippe Und Auszüge aus der biblischen Weihnachtsgeschichte.

Aktion 3: Erlebnisrundgang durch den Erfurter Dom
Ein Erlebnisrundgang führte die Besucher durch den dunklen, nur mit Kerzenwegen erleuchteten Erfurter Dom. An einzelnen Haltepunkten in der Kirche begegneten ihnen Gegenstände und Symbole mit adventlichem Bezug. Über einen tragbaren Audioguide erfuhren sie mehr – z.B. über ein Gemälde, das die heilige Familie zeigt.

Aktion 4: Stille statt Trubel
Als Kontrast zum hektischen Treiben auf dem Weihnachtsmarkt errichteten die Studenten in der Severikirche neben dem Dom einen Ort der Stille. Warmer Kerzenschein und sanfte Choralmusik luden hier zum Innehalten und zur Besinnlichkeit ein. Mit Teelichtern steuerten die Besucher einzelne Lichtinseln an, an denen z.B. Texte über „Engel“ und „Sterne“ gelesen wurden.

Aktion 5: Zwischentöne
In dieser 20-minütigen Aktion stellte ein Quintett das Adventslied „Komm, du Heiland aller Welt“ in mehreren musikalischen Variationen und Arrangements vor. Zwischen den Musikstücken begegnete der Advent den Zuhörern in Meditationen und Kunstwerken – z. B. der „Einhornjagd“, einem Gemälde, das die Ankündigung der Geburt Jesu darstellt.

Aktion 6: Adventsegen
Ein Adventssegen und eine Meditation über das Lichtmotiv begleiteten das Anzünden von Adventskranzlichtern auf den Domstufen und weckten das Interesse der Passanten an der Heiligen Messe. Grüne und rote Tücher auf dem Boden, bestückt mit Teelichtern, symbolisierten den Adventskranz.

 

 


Buchtipp:

Maria Widl/Andrea Schulte:
Folge dem Stern! Missionarische Projekte am Weihnachtsmarkt
(EThSchr 36, Echter Verlag Würzburg 2009,
ISBN 978-3-429-03033-9, € 16,--)

 

 

Aktuelle Publikationen

Das neue Bonifatiusblatt behandelt das Thema "Abenteuer Glaube" und missionarische Initativen.

In der aktuellen Ausgabe der Kinderzeitschrift "boni kids" reisen die „boni kids“ in den Vatikan. Mehr Infos

Und das neue Heft der Schriftenreihe "Lebendiges Zeugnis" (01/2019) widmet sich der Dokumentation des Europakongresses.

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