Das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken unterstützt katholische Christen überall dort, wo sie in einer extremen Minderheitensituation, in der Diaspora, ihren Glauben leben.

Mit seiner Bau-, Verkehrs-, Kinder- und Glaubenshilfe fördert es Projekte in Deutschland, Nordeuropa und dem Baltikum.

Kartenausschnitt Europa
Suche starten

Sonderpreis beim Bonifatiuspreis im Jahr 2008:

Preisträger „Gebetsschule der Osnabrücker Domgemeinde“

 

Die Gebetsschule der Osnabrücker Domgemeinde wurde 2008 mit dem zweiten Sonderpreis bedacht, weil Beten immer neu eingeübt werden muss und die dabei gemachten Erfahrungen begleitet und vertieft werden müssen. „Eine Gebetsschule ist der Anstoß eines inneren Prozesses, der fortgesetzt fachkundiger Anleitung und Fortführung bedarf. Eine missionarische Kirche wird ohne eine ausgesprochen spirituelle Begleitung suchender (junger) Menschen letzten Endes erfolglos bleiben, weil gerade das lebendige Gebet, das Zwiegespräch mit Gott im Innersten der Seele, zum Kern des religiösen Daseins überhaupt gehört“, so Bonifatiuswerk-Generalsekretär Monsignore Georg Austen.

Ein feierlicher Anblick bot sich allen, die am Abend des 16. November 2007 den Osnabrücker Gertrudenberg zur Klosterkirche hinaufstiegen: Am Aussichtspunkt, hoch über der Stadt, hatten sich 40 Gläubige versammelt, die im warmen Licht zahlreicher Kerzen und Laternen für die Menschen der Stadt beteten. Zuvor hatte sie eine Lesung aus Jeremia 29, 4-9, „Suchet der Stadt Bestes“, auf das „Beten für die Stadt“ eingestimmt. Nun baten sie für die Einwohner von Osnabrück um Solidarität, Gerechtigkeit und Gemeinschaft, um Segen für Hilfesuchende, Kinder, Kranke und Bedürftige – Anliegen, die zuvor in einem vor dem Dom aufgestellten Briefkasten gesammelt worden waren.

Das „Beten für die Stadt“ war eines von vielen spirituellen Angeboten der Kirchengemeinde St. Petrus-Dom im Rahmen ihrer Gebetsschule. Hinter der Gebetsschule stand der Wunsch des Pfarrteams, Menschen neue Wege zum Gebet und der Annäherung an Gott zu eröffnen. Dabei ging es vor allem um aktives Mitmachen: „Wir haben Menschen aus unserer Gemeinde angesprochen, die von ihrer eigenen Gebetspraxis erzählt und andere dazu eingeladen haben. Das ging von den Ordensfrauen über den Domchor bis zum Universitätsprofessor. Auf diese Weise haben wir unterschiedliche Zugänge zum Gebet ermöglicht“, erzählt Pfarrer Ulrich Beckwermert.

Einen ganzen Monat lang lud die Gebetsschule Menschen in Osnabrück mit vielfältigen Angeboten zum Dialog mit Gott ein. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer konnten z.B. jeden Mittwoch im November um 12.30 Uhr zu einem „Kurzgebet in der Mittagspause“ in die Kirche kommen – ein Angebot, das die Menschen gerne nutzten.

Einen ganz individuellen Zugang zum Gebet fanden die Teilnehmer im Workshop „Beten mit Farben“. Hier ging es darum, Glauben und die persönliche Beziehung zu Gott in Farben und Formen bildlich auszudrücken.

Besondere Gebetsorte wie Schulen, Krankenhäuser und Klöster boten einen neuen Rahmen für den Dialog mit Gott. So luden die Osnabrücker Benediktinerinnen an zwei Abenden von 19.30 Uhr bis Mitternacht in ihr Kloster zum gemeinsamen Gebet ein. Wer keine Möglichkeit hatte, die Orte des Gebets selbst aufzusuchen, konnte kurzerhand einen ambulanten Gebetsdienst zu sich nach Hause bitten. Ein Anruf im Pfarrbüro reichte und ein Gemeindemitglied machte sich auf den Weg, um mit dem Anrufer über Gott zu sprechen und mit ihm zu beten.

Die Gebetsschule stieß auf große Resonanz. „Viele Menschen wollen beten, wissen aber nicht genau, wie. Sie brauchen Hilfestellungen, die ihnen die Gebetsschule in vielfältiger Weise geboten hat“, fasst Pfarrer Beckwermert die positiven Erfahrungen zusammen.

 

 

Bonifatiuspreis-Jury

  • Generalsekretär Monsignore Georg Austen
  • Bischof Dr. Franz-Josef Bode
  • Uta Raabe
  • Elmar Theveßen
  • Schwester Jordana Schmidt OP
  • Prälat Erich Läufer
  • Prof. Dr. Julia Knop

Broschüre über eingereichte Projekte

Hunderte von Gemeinden, Gruppen und Einzelpersonen haben sich in den letzten Jahren für den Bonifatiuspreis beworben. Einige wurden bislang ausgezeichnet, aber nicht jeder, der mitgemacht hat, konnte gewinnen. Deshalb haben wir für Sie 40 besonders kreative, witzige und beispielhafte Projekte in der Broschüre „Missionarisch Kirche sein − Projekte zum Bonifatiuspreis“ in 104 Seiten zusammengefasst.

 

Zum Online-Shop

Aktuelle Publikationen

Im Mittelpunkt des neuen Bonifatiusblattes steht die bundesweite Diaspora-Aktion 2018.

Die aktuelle Ausgabe der Kinderzeitschrift "boni kids" steht im Zeichen der Familie. Mehr Infos

Und das neue Heft der Schriftenreihe "Lebendiges Zeugnis" (03/2018) widmet sich dem Thema "Exerzitien".

Das Titelbild des neuen Bonifatiusblattes

Bonifatiusblatt

Cover boni kids

boni kids

zur aktuellen Ausgabe von 'Lebendiges Zeugnis'

Lebendiges Zeugnis

Bankverbindungen


für Spenden:
BIC GENODEM1BKC
IBAN DE46472603070010000100


für Rechnungen (BoniService GmbH):
BIC GENODEM1BKC
IBAN DE24472603070010003600

© Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken | Impressum | Sitemap