Das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken unterstützt katholische Christen überall dort, wo sie in einer extremen Minderheitensituation, in der Diaspora, ihren Glauben leben.

Mit seiner Bau-, Verkehrs-, Kinder- und Glaubenshilfe fördert es Projekte in Deutschland, Nordeuropa und dem Baltikum.

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Eine Herberge für Mädchen in extremer Not

Hoffnung und Zuversicht – das Haus „Casa Maria“ in Berlin

Die Türen des „Casa Maria“ stehen immer offen. Jedes Mädchen ist willkommen.
Die Türen des „Casa Maria“ stehen immer offen. Jedes Mädchen ist willkommen.

In Berlin-Moabit, mitten in der Diaspora, leisten die Mitarbeiter des katholischen Mädchenheims „Casa Maria“ Großartiges: Sie geben bis zu 26 Mädchen eine sichere Herberge in Notsituationen. Etwa, wenn sie wegen des Todes der Eltern, Gewalterfahrungen oder sexuellen Missbrauchs nicht mehr in ihren Familien bleiben können.

Den Heranwachsenden fehlt nach den traumatischen Erlebnissen der Lebensmut. Durch psychologische Betreuung, Fürsorge und einen strukturierten Tagesablauf wird den 12- bis 18-Jährigen gezeigt, dass sie in der Gesellschaft willkommen sind und eine Lebensperspektive haben.

Die Mitarbeiter des Sozialdienstes katholischer Frauen e.V., des Trägers der Einrichtung, legen viel Wert auf einen christlichen Umgang miteinander und versuchen auch durch das gemeinsame Gebet die Mädchen zu bestärken, ihr Leben wieder in die Hand zu nehmen.

Nasim kam vor zwei Jahren nach Deutschland und hatte einen schwierigen Start. Hier kümmert man sich um sie.
Nasim kam vor zwei Jahren nach Deutschland und hatte einen schwierigen Start. Hier kümmert man sich um sie.

„Ich bin dankbar, dass ich hier im Haus leben kann", resümiert Nasim. "Ich bekomme Essen, habe ein Zimmer und kann zur Schule gehen."

Fröhlich und stets lächelnd wirkt die 17-jährige Nasim, wenn sie mit gleichaltrigen Mädchen zusammen ist. Doch auf ihrem Zimmer ist sie in sich gekehrt. Sie denkt dann daran, was ihr widerfahren ist.

Ein deutscher Mann hat ihre Mutter geheiratet und sie vor 2 Jahren mit Nasim von Kenia nach Deutschland geholt. Aber gut behandelt hat er weder Mutter noch Tochter. Die Mutter starb und Nasim sind Dinge widerfahren, über die sie heute nicht gern spricht – darunter Gewalt. Als ihre Lehrerin das mitbekommen hat, brachte sie das junge Mädchen gleich nach dem Unterricht ins „Casa Maria“.

Sarah fühlt sich im Haus „Casa Maria“ wohl. Hier bekommt sie eine zweite Chance.
Sarah fühlt sich im Haus „Casa Maria“ wohl. Hier bekommt sie eine zweite Chance.

„Dies ist ein Haus, wo ich gerne bin", sagt Sarah. "Hier sind wir alle füreinander da."

In der Schule war Sarah schon seit drei Jahren nicht mehr. Die 17-Jährige wirkt sehr dürr und ist wortkarg. Der Vater ist tot, zur Mutter hat sie keinen Kontakt. In mehreren Kinderheimen hat das Mädchen bereits gelebt und einige Klinikaufenthalte hinter sich. Im „Casa Maria“ ist sie bereits ein halbes Jahr, so lange wie nirgendwo vorher.

Sigrid-Felicitas Salzwedel bestätigt: „Die Mädchen sind untereinander sehr solidarisch.“ Sie begleiten sich etwa gegenseitig zum Zahnarzt. „Sie haben ein Gespür für das Leid der anderen, weil sie selbst so viel Leid erlebt haben“, sagt die Leiterin des „Casa Maria“.

„Überlebenskünstlerinnen“ sind die Mädchen in den Augen der 47-jährigen Diplom-Sozialpädagogin. „Sie haben so viele schlimme Sachen ertragen müssen.“ Etwa den Tod der Eltern, psychisch und körperliche Gewalterfahrungen und sogar sexuelle Übergriffe.

Am Abend ist genügend Raum, um sich auszutauschen und gegenseitig Mut zu machen.
Am Abend ist genügend Raum, um sich auszutauschen und gegenseitig Mut zu machen.

Aus dem Barmherzigkeitsgedanken nimmt das „Casa Maria“ auch diejenigen Mädchen auf, die andere Einrichtungen durch ihr problematisches Benehmen verlassen mussten. „Diese Mädchen haben sonst keine Alternative. Sie sind alle wunderbare Wesen, die es verdient haben, gut behandelt zu werden“, sagt Salzwedel. Gerade Letzteres brauchen die jungen Heranwachsenden nach ihren oft traumatischen Erlebnissen.

Bitte unterstützen Sie die wichtige Arbeit des „Casa Maria“!

Wofür Ihre Spende besonders gebraucht wird:

Schulmaterial für ein Halbjahr 40€ / Mädchen

Seelsorgerische/Therapeutische Gruppenstunde 55€ / Mädchen

Heizkosten für das Haus "Casa Maria" 150€ / Monat

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Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken
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Im Sinne unserer Förderer verwenden wir die Spenden für vergleichbare Projekte, wenn das dargestellte Projekt ausreichend finanziert ist.

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Im Mittelpunkt des neuen Bonifatiusblattes steht das Thema "Gott nahe sein".

Die aktuelle Ausgabe der Kinderzeitschrift "boni kids" beschäftigt sich mit dem Herz-Jesu-Fest. Mehr Infos

Und das neue Heft der Schriftenreihe „Lebendiges Zeugnis“ (01/2017) widmet sich dem Thema "Bibelpastoral".

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