BEGEGNUNGSTAG IN DRESDEN
12.03.2026
41 Frauen und Männer, die in diesem Jahr die Taufe empfangen werden, sind kürzlich im Haus der Kathedrale in Dresden zusammengekommen – darunter ein auffallend hoher Anteil jüngerer Menschen zwischen 16 und 25 Jahren. Monatelang hatten sie sich einzeln oder in kleinen Gruppen auf diesen Schritt vorbereitet. Sie wurden begleitet von Seelsorgerinnen und Seelsorgern ihrer Heimatorte in der ostdeutschen katholischen Diaspora. Nun begegneten sie einander erstmals als größere Gemeinschaft. Durch den Tag führte Pfarrer Dr. Stephan George.
Die Beweggründe, Christ zu werden, sind so vielfältig wie die Lebensgeschichten der Teilnehmenden. Zwei junge Männer sprachen von einer “inneren Freiheit”, die sie in der Kirche gefunden hätten. Zwei Naturwissenschaftler schilderten, wie gerade die intensive Auseinandersetzung mit ihrem Fachgebiet sie zu der Überzeugung geführt habe, dass es einen Urgrund hinter allem geben müsse – und verwiesen dabei auf Zitate des Physikers Max Planck. Auch kulturelle Zugänge spielen eine Rolle: Für manche wurde die Musik zum Türöffner des Glaubens – sei es die Gregorianik oder die Werke von Johann Sebastian Bach. Andere berichteten, dass sie durch die Mitfeier von Gottesdiensten zunehmend den Wunsch nach der Taufe verspürt hätten.
Heinrich Timmerevers, Bischof von Dresden-Meißen, verfolgte die persönlichen Zeugnisse aufmerksam. Nach einem gemeinsamen Mittagessen segnete er die Taufbewerberinnen und Taufbewerber im Rahmen einer Andacht in der Kathedrale einzeln und überreichte ihnen das Glaubensbekenntnis als Zeichen ihres bevorstehenden Weges in die Kirche.
In der Osternacht werden die meisten der 41 Erwachsenen in der Kathedrale getauft. Für jene, die das Sakrament in ihren Heimatgemeinden empfangen, beauftragte der Bischof die anwesenden Priester.
(Michael Baudisch/Bistum Dresden-Meißen)