PRESSEMITTEILUNG VOM 26.02.2020:

Wie tickt die katholische Kirche auf Island?

Angehende Pastoralreferentin aus dem Erzbistum Freiburg absolviert mit dem Bonifatiuswerk ein "Praktikum im Norden"

"Die Möglichkeit, vor dem Berufseinstieg die Kirche und ihre Strukturen in einem anderen Land kennenzulernen, ist nicht nur für meine persönliche Entwicklung eine große Chance, sondern wird mir auch viele wertvolle Einblicke geben, die ich als Anregungen in meinem späteren Arbeitsleben nutzen kann", beschreibt die 28-jährige Ulrike Seitz ihre Motivation für ein "Praktikum im Norden".

Mit dem Programm des Bonifatiuswerkes der deutschen Katholiken e.V. wird die Theologie-Studentin aus Freiburg die nächsten Monate auf Island verbringen, um dort die katholische Diaspora-Kirche kennenzulernen und zu unterstützen. In der isländischen Hauptstadt Reykjavíkwird sie den Mutter-Teresa-Schwestern helfen, die fast täglich ein Frühstück für Menschen in Not anbieten. Dort fänden Bedürftige einen Ort des Friedens, erklärt Schwester Maria Dolor, die abends immer jeden Platz mit Weihwasser segnet. Außerdem wird Ulrike Seitz im Pfarrhaus in Reykjavík administrative Aufgaben übernehmen.

Das Bistum Reykjavík ist das einzige katholische Bistum auf Island. Von den rund 350.000 Einwohnern der Insel sind aktuell 13.000 Katholiken registriert. Obwohl sich das Land zu einem wohlhabenden Staat entwickelt hat, ist die katholische Kirche finanziell arm und ist in einer Minderheitensituation. Ungefähr 70 Prozent aller Einwohner sind Lutheraner.

Die katholische Kirche auf Island ist jung, lebendig und international. Viele Menschen aus Polen, Litauen und von den Philippinen haben ihren Weg auf die größte Vulkaninsel der Welt gefunden. Sie gilt es zu integrieren, sowohl in der isländischen Gesellschaft als auch unter den isländischen Katholiken.

Diese besondere Situation wird Ulrike Seitz in den kommenden Wochen persönlich erleben. Für sie ist es besonders spannend, die kirchlichen Strukturen in einem Land zu erleben, in dem es wenige Katholiken, aber dennoch eine lebendige Kirche gibt.

"Unser Praktikantenprogramm bietet den jungen Menschen die Chance, über den Tellerrand hinauszublicken und Kirche einmal anders zu erleben. Während Ihrer Zeit in Nordeuropa und dem Baltikum lernen sie Menschen kennen, die auf beeindruckende und engagierte Weise ihren Glauben in der Diaspora leben. Sie werden sehen, welch junges, internationales und gastfreundliches Gesicht eine materiell arme Kirche hat", sagt der Generalsekretär des Bonifatiuswerkes, Monsignore Georg Austen.

Das "Praktikum im Norden"

Das "Praktikum im Norden" ermöglicht jährlich rund 20 jungen Menschen einen Aufenthalt in Nordeuropa und dem Baltikum, um ihnen unmittelbare Einblicke in das kirchliche Leben in der Diaspora zu bieten. Es ist ein Kooperationsprogramm zwischen dem Bonifatiuswerk und dem Newman Institut im schwedischen Uppsala. Finanzielle Unterstützung erhält es vom Erzbistum Paderborn.

 

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Ulrike Seitz aus Freiburg absolviert ihr "Praktikum im Norden" ab Ende Februar auf Island. Foto: David Gorny931,27 KBDownload
Der Frühstücksraum bei den Mutter-Teresa-Schwestern in Reykjavík Foto: Theresa Meier1,03 MBDownload
Gebetsraum der Mutter-Teresa-Schwestern in Reykjavík Foto: Theresa Meier0,99 MBDownload
Eine Marienfigur schaut aus dem Fenster bei den Mutter-Teresa-Schwestern Foto: Theresa Meier1,01 MBDownload
Der Schöpfung so nah: Zwischen den gewaltigen Wasserfällen Skogafoss und Seljalandsfoss erstreckt sich diese in der Abendsonne magisch anmutende Landschaft auf Island, der größten Vulkaninsel der Welt. Foto: Theresa Meier1,51 MBDownload
Katholiken in der Diaspora sind vor unterschiedliche Herausforderungen gestellt. Riesige Distanzen und weite Wege zum Gottesdienst gehören dazu. Das Kreuz ist ein stärkendes Zeichen, das alle Christen immer wieder an die Wurzeln ihres Glaubens erinnert und die Menschen in der Gemeinschaft der Glaubenden verbindet. Foto: Theresa Meier1,31 MBDownload

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