GEMEINSCHAFT FÜR BENACHTEILIGTE KINDER

Kinderzirkus Birikino

Die jungen Einrad-Artisten trainieren im Freien. (Foto: Markus Nowak)
Die jungen Einrad-Artisten trainieren im Freien. (Foto: Markus Nowak)

Der Chemnitzer Kinderzirkus "Birikino" auf dem Sonnenberg in Chemnitz in der Diaspora ist für die Salesianer Don Boscos ein Instrument, um benachteiligte Kinder und Jugendliche in ihrer persönlichen Entwicklung zu stärken. Ob mit Seiltanz, Jonglage, Einrad oder Clownerie. Mit Zirkus können Kinder gut erreicht werden. Weil junge Menschen aus dem gesamten Dekanat Chemnitz mittrainieren, wird die soziale Ghettoisierung der Kinder aufgebrochen, denn Zirkus ist ein Instrument der Verbindung. Gleichzeitig bringen die Salesianer die jungen Artisten niederschwellig mit Glauben in Berührung.

In der Manege bringt jedes Kind das ein was es kann.

Pater Johannes Kaufmann, Leiter des Don-Bosco-Hauses von 2009 bis 2017

Der Zirkus ist ein stabilisierender Faktor im Leben der Kinder

Das Selbstvertrauen schöpfen die Kinder und Jugendlichen aus dem sozialen Brennpunkt "Sonnenberg" aus den Gruppentrainings und Auftritten in der Manege. Sonnenberg in Chemnitz ist der Stadtteil mit dem höchsten Anteil an Hartz-IV-Empfängern. Viele Kinder leben in zerrütteten Familien. Seit vielen Jahren betreiben die Salesianer die Jugendhilfeeinrichtung in der Plattenbausiedlung. Wenn die Kinder zu Hause negative Erfahrungen machen, haben sie oft auch Schwierigkeiten in der Schule. Der Zirkus bietet diesen Kindern die Möglichkeit sich auszuprobieren und dafür Anerkennung zu bekommen. Eine Erfahrung, die zu Hause häufig auf der Strecke bleibt. Das verändert die Kinder, weil sie merken, ich bin etwas wert, ich kann was.

Zudem funktioniert der Kinderzirkus wie eine Zirkusfamilie und bietet den Jugendlichen Gemeinschaft, die sie in den Familien oft nicht haben. Es ist ein Faktor im Leben der Kinder, der ihr Leben stabilisiert. Ein Faktor, der Raum bietet, um heil durch Krisen zu gehen. Ein großer Teil der "Jungartisten" ist verhaltensauffällig oder sozial benachteiligt. Im Zirkus gelingt es, dieses nicht als trennend, sondern als bereichernd wahrzunehmen. In der Manege bringt jedes Kind das ein, was es kann. Damit ist der Kinderzirkus Birikino auch ein Instrument der Inklusion, denn einer der Artisten sitzt im Rollstuhl.

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Pater Johannes war selbst regelmäßig in der Manege, denn das Gemeinsame öffnet Zugänge und Wege in einer Sprache, die Menschen verstehen. Zirkus hat eine niedrigere Schwelle, als eine Kirche, um reinzugehen. Es ist ein Medium, um Menschen mit dem was Glauben sein kann in Berührung zu bringen. Das katholische Zirkuszelt wird in der Chemnitzer Plattenbausiedlung Sonnenberg sehr positiv wahrgenommen. Wahrgenommen als ein Ort, an dem Leben in all seiner Buntheit ist und wo Menschen wertgeschätzt werden.

Eindrücke aus dem Kinderzirkus Birikino

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