Das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken unterstützt katholische Christen überall dort, wo sie in einer extremen Minderheitensituation, in der Diaspora, ihren Glauben leben.

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„Magazin „Jes“ – Mitgliederzeitschrift des Bistums Hildesheim“

Mit insgesamt 37.000 Euro unterstützt die Glaubenshilfe das „Magazin „Jes“ – Mitgliederzeitschrift des Bistums Hildesheim“ als missionarisches Projekt (Bewilligungsjahre 2013-2015).

Als erstes deutsches Bistum wird die Diözese Hildesheim ab Mitte 2014 eine sechsmal jährlich erscheinende Mitgliederzeitschrift herausgeben. Das Magazin "Jes", das seit April 2012 bereits monatlich in Braunschweig (siehe www.jes-braunschweig.de) erscheint, erfährt so eine Ausweitung auf das gesamte Bistum und wird allen 400.000 katholischen Haushalten im Bistum kostenlos per Post zugestellt. Mit dem neuen Magazin sollen vor allem jene Katholiken erreicht werden, die keinen oder nur sehr wenig Kontakt zu ihren Gemeinden haben.

Das Projekt ist zunächst auf zwei Jahre befristet. 2016 wird entschieden, ob es weiter geführt wird. Die Kosten belaufen sich auf jährlich rund 1,25 Millionen Euro, von denen das Bistum den größten Teil tragen wird. Durch Anzeigenerlöse, Spenden und Zuschüsse werden weitere Deckungsbeiträge erwartet. Redaktion und Gestaltung von "Jes" liegen bei der Bernward Mediengesellschaft mbH, die als hundertprozentige Tochter des Bistums auch die Aufgaben der Hauptabteilung Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit (HAKÖ) wahrnimmt.

 

1. Hintergrund

Vor dem Hintergrund zurückgehender Kirchenbindung hat sich die Hauptabteilung Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit die Frage gestellt, wie Menschen erreicht werden können, die zwar katholisch sind und Kirchensteuern zahlen, aber kaum oder gar keinen Kontakt mehr zur Kirche haben. Die Zielsetzung: Diese Menschen in ihrer Bindung zu stärken, Aufklärungsarbeit zu leisten und ihnen eine Kirche näherzubringen, die sich in vie ler Hinsicht gewandelt hat. Um dieses Ziel zu erreichen, wurde bewusst ein postalisch zugestelltes Print-Medium gewählt: " Jes".

Ohne Zweifel braucht die Kirche auch im Internet und im Bereich social media zeitgemäße Auftritte, aber diese müssen vom User selbst aufgesucht werden . ,,Jes" dagegen kommt ins Haus. Bei der Konzeption von ,,Jes" wurde besonders die oben erwähnte Zielgruppe der "Distanzierten" in den Blick genommen. Wie sind die ästhetischen Erwartungen dieser Männer und Frauen? Welche Ansprache erwarten diese Menschen, was sind ih re Sorgen und Nöte, aber auch ihre Freuden? Welche Zeit ungen und Zeitschriften lesen sie, welchen Hobbys gehen sie nach und vor allem - was denken und wissen sie über Kirche und Religion und was erwarten sie in puncto Spiritualität und Seelsorge? Grundlage dafür waren die Sinus-Milieus und die dazu erhobenen religiösen Erwartungen in den einzelnen Milieus.

In diesem Wissen wurde "Jes" gestaltet als ein Magazin mit offenem Layout, großen Fotos, verständlicher Sprache, vielen Informationen, aber vor allem mit vielen guten und häufig bewegenden Geschichten. "Jes" will Menschen einladen, es will zeigen, dass die Kirche anders ist, als sie oft in der Öffentlichkeit präsentiert wird.

 

2. Die Erfahrungen in Braunschweig:

,,Jes" wurde in Braunschweig im April 2012 eingeführt. Vor der Versendung der ersten Ausgabe erhielten alle Empfänger einen Brief des ört lichen Propstes, der Sinn und Zweck des Magazins erläuterte. Von Anfang an wurden sämtliche "Jes"-Ausgaben online gestellt (www.jesbraunschweig.de).

Die Redaktion von ,,Jes" obliegt derzeit im Wesentlichen dem Pressesprecher des Dekanates Braunschweig. Außerdem liefern Angestellte der BMG/HAKÖ Texte und Fotos zu, ebenso Freie Mitarbeiter. Die Gestaltung wird von der Agentur der BMG geleistet, die Verantwortung für das Heft liegt bei der Hauptabteilung Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit.

Zwei Umfragen, die das Meinungsforschungsinstitut xit aus Nürnberg unter den Braunschweiger Empfängern des Magazins gemacht hat, belegen, dass "Jes" sehr gut ankommt. Aufmachung, Themenwahl und Verständlichkeit erhalten Bestnoten. Das führt dazu, dass "Jes"-Artikel zum Gesprächsthema in der Familie werden. Fast die Hälfte der Leser sagt, dass sie in der Familie bereits über Themen aus dem Heft gesprochen hat. 85 Prozent der Befragten erklären, sie hätten sich darüber gefreut, dass die Kirche auf diesem Weg Kontakt zu ihnen aufnimmt, 80 Prozent sagen nach der Lieferung von nur sieben Ausgaben, sie würden das Heft vermissen, wenn es künftig nicht mehr im Haushalt wäre.

Besonders erfreulich: Das Ziel, vor allem Jernstehende" mit ,,Jes" anzusprechen, wird erreicht. 55 Prozent der Leser geben an, nie oder nur sehr selten in die Kirche zu gehen, 58 Prozent erklären, sie hätten praktisch keinen Kontakt zum Pfarrer oder zu anderen Hauptamtlichen in der Gemeinde. Neben den Umfrageergebnissen belegen auch zahlreiche Briefe, Mails und persönliche Gespräche, dass ,,Jes" sehr gut angenommen und von den Lesern geschätzt wird.

Mit der Juni-Ausgabe 2013 wurden die Leser um Spenden für ,,Jes" gebeten. Rund 250 Leser haben 6000 Euro gespendet - trotz zahlreicher konkurrierender Spendenaktionen für Flutopfer. Nach Einschätzung des Fundraisingbüros war die Aktion ein voller Erfolg.

 

3. Ausweitung auf alle katholischen Haushalte des Bistums Hildesheim

Die guten Erfahrungen in Braunschweig haben die HAKÖ dazu bewogen, über eine Ausweitung des Projektes nachzudenken. Ab Mitte 2014 soll,,Jes" für zwei Jahre in alle katholischen Haushalte im Bistum geliefert werden. Die Auflage beträgt dann rund 400.000 Exemplare, damit werden alle
katholischen Haushalte bel iefert und sämtliche 615.000 Katholiken 12mal erreicht.
Um die Kosten einigermaßen zu begrenzen, wird die Erscheinungsweise von 10mal-jährlich auf 6mal-jährlich heruntergefahren. Eventuell wird es Wechselseiten für einzelne Regionen/Städte geben. Im Rahmen mehrerer Workshops wird zu klären sein, wie sich ,,Jes" weiterentwickeln muss, wenn es statt in Braunschweig im ganzen Bistum erscheint. Angedacht sind Kooperationen mit Fundraising und Caritas.

Ohne Zweifel muss die Redaktion ausgeweitet und auf mehrere Schultern verteilt werden. Sie wird künftig auch nicht mehr schwerpunktmäßig in Braunschweig anzusiedeln sein, sondern in Hildesheim. Im Zuge der Umstellung soll der Internet-Auftritt erheblich erweitert werden.

Die Ausweitung zu Beginn des Bistumsjubiläum Mitte 2014 bietet sich an: Das Jubiläum ist ein hervorragender Anlass, von Seiten des Bistums regelmäßig mit den Diözesanen in Kontakt zu treten, andererseits besteht die Möglichkeit, die Belieferung weiter im Rahmen eines (Jubiläums-)Projektes erfolgen zu lassen. Eine Einstellung der Belieferung wäre nach zwei Jahren ohne Gesichtsverlust möglich. Ein ohnehin geplanter Bischofsbrief an alle Katholiken kann für die Ankündigung von Jes genutzt werden.

Sollte sich einerseits der Erfolg von, es im ganzen Bistum fortsetzen und andererseits die Haushaltslage es zulassen, könnte, es als Dauer-Einrichtung etabliert werden. Darüber sollte spätestens Anfang 2016 entschieden werden.

 

 

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