Das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken unterstützt katholische Christen überall dort, wo sie in einer extremen Minderheitensituation, in der Diaspora, ihren Glauben leben.

Mit seiner Bau-, Verkehrs-, Kinder- und Glaubenshilfe fördert es Projekte in Deutschland, Nordeuropa und dem Baltikum.

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Heiligen auf der Spur – Wallfahrt für Menschen mit (geistiger) Behinderung

Heilige gibt es viele, sie werden oft mit Wundern in Verbindung gebracht und haben eine strahlende Erscheinung. Mit dem Projekt „Heiligen auf der Spur – Pilgern für Menschen mit (geistiger) Behinderung“ soll am Beispiel der Heiligen das Thema Inklusion behinderter Menschen als Lern- und Erfahrungsort für Menschen mit und ohne Behinderung eröffnet werden. Das Projekt ist ein Kooperationsprojekt der Referate Wallfahrten und Pilgerstelle sowie Seelsorge für Menschen mit Behinderungen im Bistum Limburg und wird vom Bonifatiuswerk mit 6.000 Euro unterstützt.

Glaube wird übermittelt durch Zeugen der Kirche, die wir als Heilige verehren, aber auch über Zeugen, die als heutige Christen an dem Projekt teilnehmen. Dabei soll der religiöse Inhalt der Heiligenverehrung elementar erschlossen werden und so für zukünftige Wallfahrten zu den Wallfahrtsorten der Heiligenverehrung im Bistum Limburg nachhaltig gesichert werden. Mit dem Projekt „Heiligen auf der Spur“ werden aber auch Menschen, die durch die Exklusion der Normalgesellschaft auch im Sinne einer Diasporasituation am Rand des Glaubens leben in die Mitte geholt. Gerade durch das Bewusstmachen für die, die am Rand stehen, kann in der Nachbearbeitung der Projekte eine Sensibilisierung für Christen im Bistum Limburg erfolgen.

Menschen mit Behinderung stehen im Mittelpunkt

Das Projekt hat innovativen Charakter: Menschen, die wir mit dem Attribut „behindert“ lange Zeit zu Fürsorgeobjekten degradiert haben, werden nun Zeugen für einen spirituellen Zugang zum Glauben. Um diesen Weg gewährleisten zu können, ist ein hohes Maß an Assistenz nötig. Assistenz meint hier zum einen die spirituell theologische Assistenz des Vorbereitungsteams, Assistenz meint aber auch die ganz konkrete Begleitung in diesem Weg der Annäherung mit körperlicher und motorischer Assistenz.

Assistenz meint darüber hinaus die sprachliche Assistenz. Zeugen christlichen Glaubens als Heilige an den Wallfahrtsorten des Bistums Limburg sollen in elementarer Sprache zugänglich gemacht werden. Dabei kommt dieser Prozess nicht nur den (geistig) behinderten Teilnehmern des Projekts zugute, sondern auch Menschen, die zum Kern des Inhalts vordringen möchten bzw. Menschen mit kognitiven Einschränkungen. Gerade im Kinder- und Jugendbereich wird die Sprache hochgeschätzt und inhaltliche Erarbeitungen gerne in Kitas, Schulen, Kommunion- und Firmvorbereitung eingesetzt. Nicht zuletzt dadurch werden Menschen, die wegen ihrer Behinderung häufig am Rande stehen, in den Mittelpunkt von Kirche und Sozialgemeinschaft gerückt.

Gottesdienste werden selbst gestaltet...
Gottesdienste werden selbst gestaltet...
... und Kreativität ausgelebt.
... und Kreativität ausgelebt.

An den Orten für Wallfahrten ändert sich das Bewusstsein für Menschen mit Behinderung. Das Erleben von behinderten Menschen im Projekt und die fachliche Begleitung der Projektpartner kann sowohl die inhaltliche Kompetenz derer, die vor Ort Wallfahrten begleiten, als auch die rein bauliche Ausstattung angeschaut, reflektiert und gegebenenfalls verändert werden.

Sowohl bei den beteiligten Gemeinden als auch bei weiteren kann das Gelingen des Projektes Mut machen, behinderte Menschen immer mehr in ihre Wallfahrten und Pilgerfahrten, aber auch in die tägliche Pastoral hineinzunehmen und ihnen den Raum zu geben, der ihnen gebührt.

Vier Wallfahrten sind geplant

Das Projekt ist auf vier Jahre ausgerichtet und soll nach aktuellem Planungsstand in Dernbach, am Mutterhaus der Armen Dienstmägde Jesu Christi, beginnen. Dort werden die Teilnehmer das Leben der seligen Katharina Kasper kennenlernen. In den kommenden Jahren soll die Wallfahrt nach Arnstein, auf den Spuren des Damian de Veuster, stattfinden. Als weitere Orte sind derzeit noch Eibingen und Marienthal im Rheingau sowie Orte entlang der Bonifatiusroute bzw. des Elisabethenpfades angedacht.

Wo genau unterstützt die Glaubenshilfe?

Welche Projekte die Glaubenshilfe derzeit ganz konkret gefördert, sehen Sie auf unserer Projekte-Karte!

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Aktuelle Publikationen

Im Mittelpunkt des neuen Bonifatiusblattes steht das Thema der Diaspora-Aktion 2017 "Unsere Identität: Segen sein".

Die aktuelle Ausgabe der Kinderzeitschrift "boni kids" beschäftigt sich mit dem Thema "Reformation". Mehr Infos

Und das neue Heft der Schriftenreihe „Lebendiges Zeugnis“ (02/2017) widmet sich dem Thema "Bibelpastoral".

Cover Bonifatiusblatt

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Cover boni kids

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zur aktuellen Ausgabe von 'Lebendiges Zeugnis'

Lebendiges Zeugnis

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