Das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken unterstützt katholische Christen überall dort, wo sie in einer extremen Minderheitensituation, in der Diaspora, ihren Glauben leben.

Mit seiner Bau-, Verkehrs-, Kinder- und Glaubenshilfe fördert es Projekte in Deutschland, Nordeuropa und dem Baltikum.

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Bildungsreferent/in für Schulklassen-/Projektfahrten im St.-Michaels-Haus in Rossbach bei Naumburg

Geförderte Personalstelle (2013-2015, 90.000 Euro), Bistum Magdeburg

Matthias Walczak bei einem Besuch der Bonifatiuswerkes in Paderborn
Matthias Walczak

Die unterschiedlichen Ansätze und die vielfältigen Angebote der Schulpastoral sind nach einer Erklärung der Deutschen Bischofskonferenz zur Schulpastoral der Dienst der Kirche an den Menschen im Handlungsfeld Schule (Bonn 1996, Nr. 16) auf ein gemeinsames Ziel ausgerichtet: Sie wollen „mithelfen, Grundvollzüge des Lebens zu entdecken und zu verwirklichen und […] so dazu beitragen, dass Schule wirklich zum Lebensort wird.“

Aus diesen vielfältigen Angeboten der Schulpastoral möchte ich mit Hilfe der Kenntnisse aus meinem Studium der Religionswissenschaft (Universität Potsdam und seit November 2013 Referent für Schulpastoral im Bistum Magdeburg) und in Kooperation mit den Religionslehrern die Schülerinnen und Schüler zu Projekten anregen, die das gemeinsame Erbe der drei monotheistischen Weltreligionen Judentum, Christentum und Islam etwas stärker wieder ins Bewusstsein rücken.

Dabei verstehe ich interreligiöse Projekte als ein Prozess, in dem die bewusste Wahrnehmung und die differenzierte Auseinandersetzung mit Zeugnissen fremder Religionen eingeübt und entwickelt werden sollen. Dazu gehören neben den Zeugnissen selbstverständlich auch die Zeugen, also Menschen der verschiedenen Glaubensrichtungen und dadurch personale Begegnungen ermöglicht werden. Insgesamt liegt in dieser Thematik auch eine wichtige Schnittstelle zwischen der Schulpastoral und dem katholischen Religionsunterricht, der „die Vermittlung grundlegender Kenntnisse des katholischen Glaubens und anderer Konfessionen und Religionen mit der Gottes- und Wahrheitsfrage und mit der Erziehung zur Toleranz verbinden [soll]“ (Die deutschen Bischöfe – Der Religionsunterricht vor neuen Herausforderungen, Bonn 2005, Nr. 80).

 

Planung einer Projektwoche mit einer 10. Schulklasse (Gymnasium):

Die Schüler besuchen zur Einstimmung eine Synagoge, eine Kirche und eine Moschee. In der eigentlichen Projektwoche wird dann das Thema "Abraham" auf unterschiedliche Weise behandelt. Die Geschichten um Abraham werden in Wüstenbilder umgesetzt, die die Schüler teilweise an kompletten Wänden eines Raums künstlerisch gestalten. Zudem besteht die Möglichkeit, sich mit der Zeit und Lebenswelt Abrahams zu beschäftigen, sodass sich einige Klassenzimmer in Nomadenzelte verwandeln und Gäste (Lehrer, Eltern) mit orientalischen Speisen bewirtet werden können.

In diesem Zusammenhang entstehen zum Thema "Gastfreundschaft" Verhaltensregeln, wie sie wohl zu Abrahams Zeiten gegolten haben könnten. Diese werden laminiert und in einem Klassenzimmer aufgehängt, sodass jeder Besucher dieses Raums weiß, welche Behandlung ihm als Gast hier zusteht.

Ein Zelt kann in eine Erzählwerkstatt verwandelt werden, in der die Schüler eigene Geschichten verfassen. Ebenso wird die Geschichte von Abraham verarbeitet und in einigen Rollenspielen oder einem Puppenspiel interessierten Zuschauern präsentiert.

In einem anderen Klassenraum wird die Gewalt, die der Streit der Religionen auslösen kann, plastisch dargestellt, d.h. der Raum ist vollständig verwüstet und überall finden sich Hinweise, durch welche Anlässe Gewalt entstehen kann.

Doch auch besinnliche Momente kann eine solche Projektwoche bieten: Auf dem Fußboden eines Klassenzimmers liegt z.B. eine Plane mit den Umrissen eines Labyrinths aus, in dessen Mitte eine Kerze steht. Die Schüler folgen schweigend den Wegen dieses Labyrinths bis sie bei der Kerze angekommen sind. Durch die Ruhe entsteht eine besinnliche Atmosphäre. Zusätzlich kann auch ein 'Quiz' angeboten werden, für das Karteikarten auf der Vorderseite mit Fragen und auf der Rückseite mit den entsprechenden Antworten versehen werden.

Am Ende wird das gesamte Projekt durch eine Schülergruppe dokumentiert, die die Ergebnisse in einer selbsterstellten Schülerzeitung veröffentlicht. Dadurch gewinnen die Lernergebnisse eine gewisse Nachhaltigkeit.


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Aktuelle Publikationen

Im Mittelpunkt des neuen Bonifatiusblattes steht das Thema der Diaspora-Aktion 2017 "Unsere Identität: Segen sein".

Die aktuelle Ausgabe der Kinderzeitschrift "boni kids" beschäftigt sich mit dem Thema "Reformation". Mehr Infos

Und das neue Heft der Schriftenreihe „Lebendiges Zeugnis“ (02/2017) widmet sich dem Thema "Bibelpastoral".

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