Das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken unterstützt katholische Christen überall dort, wo sie in einer extremen Minderheitensituation, in der Diaspora, ihren Glauben leben.

Mit seiner Bau-, Verkehrs-, Kinder- und Glaubenshilfe fördert es Projekte in Deutschland, Nordeuropa und dem Baltikum.

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Projektstelle "Bildungsreferent/in für Schulklassen-/Projektfahrten im St.-Michaels-Haus in Rossbach bei Naumburg"

Abschlussbericht

ln den vergangenen drei Jahren waren mehrere Mitarbeiterinnen im Rahmen dieser Projektstelle tätig. Vom 01.01.13 bis 30.04.13 übernahm Stephan Thomas die Aufgaben der Schulpastoral. Anschließend war vom 01.11.13 bis 05.10.14 Matthias Walczak auf diesem Gebiet tätig; vom 01.01.15 bis 31.12.15 war nun Birgit Sinhuber für diesen Aufgabenbereich angestellt.

Die Arbeitsstelle für Jugendpastoral konnte durch die Projektstelle die Kontakte zu Trägern der Kinder- und Jugendbildung in der Umgebung des Jugendhauses (vor allem Schulen) sowie zu Trägern der Kinder- und Jugendarbeit aufbauen und vertiefen. Durch vielfältige Werbung wurden die Projektfahrten für Kinder- und Jugendgruppen (vor allem Schulklassen) in die Landesjugendbildungsstätte St.-Michaels-Haus in Roßbach (Naumburg) einer breiten Öffentlichkeit näher gebracht. Zur Werbe- und Informationsstrategie gehören Flyer, Plakate und weitere Materialien sowie Social-Media Auftritte, Besuche in Schulen, Kontaktpflege zu den entsprechenden Entscheidungsträgern und vieles mehr.

Auch Nachfrage nicht-christlicher Schulen

Eine positive Resonanz ließ nicht lange auf sich warten. Vor allem seit 2014 finden deutlich mehr Schul- und Klassenprojekte statt. Mit den Schulen im Bistum, die in katholischer Trägerschaft sind (Edith-Stein-Schulstiftung), und mit den Kollegen der Stiftung selber arbeiten wir eng zusammen. Vermehrt fragen auch nicht-christliche Schulen an und möchten bewusst eines unserer Angebote wahrnehmen. Viele Schulen buchen die erstmals erlebte Veranstaltung sofort wieder für das Folgejahr. Für 2016 stehen bereits 15 Schülertage fest und es kommt erfahrungsgemäß eine erhebliche Anzahl an Anfragen unterjährig hinzu.

ln Kooperation mit Schulen (grob zusammengefasst unter dem Begriff Schülertage) bieten wir verschiedene Formate an: Neben Workshops zur Suchtpräventionswoche („Was gibt Halt im Leben?") gibt es die Tage der Orientierung, erlebnispädagogische Schülertage, Schülerfastenwochenenden oder Klassengemeinschaftstage. Stark nachgefragt sind zudem die Lebenswendefeiern - nicht nur in unserer Region ein bedeutendes Format. Durch die Projektstelle konnten wir diesen Bereich neu aufleben lassen. Wir sehen unsere Aufgabe vor allem in der Vernetzung der Verantwortlichen und ihrer Angebote vor Ort.

Wir geben Lehrerfortbildungen, sowohl schulintern als auch als freies Angebot. So war beispielsweise das Staatliche Gymnasium Wanzleben sehr dankbar, dass wir im Rahmen einer Fortbildung vor etwa 60 Lehrern unsere Arbeit vorgestellt und Methoden zur Wertevermittlung präsentiert und erarbeitet haben.

Sehr begehrt sind darüber hinaus unsere Fahrten zu den Kirchentagen (z.B. Regensburg und Stuttgart). Diese werden speziell an den Schulen beworben, sodass wir mit 50 bis 120 Teilnehmenden als Helfenden präsent waren. Eine aktive Teilnahme an diesen Events sehen wir als Bereicherung und Horizonterweiterung bei den Jugendlichen. Die Schüler übernehmen Verantwortung, sie betreuen begeistert Stände, organisieren Aktionen oder betreiben ein Kirchentagscafé.

Verschiedene pädagogische Methoden

Durch die Schulkooperationen sind die Belegungszahlen im St.-Michaels-Haus nachweislich gestiegen. Zum Teil greifen wir bewusst schon auf andere Einrichtungen zurück, um der Nachfrage gerecht zu werden - die Jugendbildungsstätte bleibt jedoch der Haupt-Veranstaltungsort, denn mit seinem christlichen Profil bildet das Haus den Rahmen für die Projekt- und Klassenfahrten. Dieses christliche Profil wird auf verschiedenste Weise deutlich: ln den örtlichen Gegebenheiten (Meditationsraum, Kapelle, Kirche), den Angeboten im zeitlichen Tages- und Wochenablauf (Morgen-, Mittags-, Abend-, Tischgebete, Freitagsopfer/ sonntägliche Eucharistie) und im Jahreskreis (Hausgestaltung und besondere Angebote in den geprägten Zeiten), vor allem aber in der personalen Begegnung mit christlich geprägten Mitarbeitern. Darum steht der Referent/die Referentin in seiner/ihrer Person für christlichen Glauben und katholische Kirche gegenüber den eingeladenen Kindern und Jugendlichen ein.

Verbunden mit den oben genannten Formaten und den Gegebenheiten auf dem Gelände des Jugendhauses werden außerdem verschiedene pädagogische Methoden, die sich auch an den Bedürfnissen der jeweiligen Schulklassen und Gruppen ausrichten, angewandt (z.B. Erlebnispädagogik, Zirkuspädagogik, Medienpädagogik). Gleichzeitig können einzelne Elemente nach Belieben der Gruppe hinzugebucht werden. Das Haus mit seinem Profil wird auch für reine Schulfahrten, bzw. Schulfahrten mit Bildungsangeboten vermittelt. Mit fachkundlicher Beratung unsererseits (und hier vor allem durch die Projektstelle) kann ein individuell zugeschnittenes Angebot für jede Gruppe zusammengestellt werden.

Inhaltliche Schwerpunkte unserer Angebote sind Kooperation, Wertschätzung und auch Abschiedskultur, des Weiteren Lebensorientierung und Wertebewusstsein sowie Zukunftswünsche. Hierbei geht es uns stets um Persönlichkeitsstärkung, Selbstbewusstsein und Selbstreflexion der Teilnehmenden. Auch das Kennenlernen und die Gemeinschaftsstärkung stehen bei uns bewusst im Mittelpunkt, denn in der Schule, v.a. im Klassenverband, verbringt ein Jugendlicher einen nicht unerheblichen Teil seines Schulalltags.

Im Rahmen der Projektstelle wurde auf vielfältige Weise im Bereich der Schulpastoral gearbeitet. Dies wird bereits an dem breiten Spektrum der Veranstaltungen von Tagen der Orientierung über Lebenswendefeiern bis hin zu Fortbildungen und Kooperationstagungen deutlich. Hierbei wirkte der/die jeweilige Referentln stets auf verschiedene Art mit. Der/die Stelleninhaberln fungierte als Netzwerker und Berater, er/sie war an der Maßnahmegestaltung und Konzeptentwicklung beteiligt. Auch die Akquise von Ansprechpartnern, Interessenten und Kooperationspartnern sowie die Koordination der Schulen, Gruppen und ihrer Anforderungen zählten mit zu seinen/ihren Aufgaben.

Die Schulpastoral ist wie auch in anderen Bistümern hierzulande ein drängendes Thema und es ist und war an der Zeit, es gewissenhaft anzugehen. Die Etablierung einer Projektstelle Schulpastoral war dringend von Nöten und es kann aus den gegebenen Umständen heraus auch weiterhin nicht auf sie verzichtet werden. Dies zeigt bereits die Reaktion und das aktive An-uns-herantreten der Schulen!

Ohne die Unterstützung durch das Bonifatiuswerk wäre dies alles nicht möglich gewesen. Deswegen möchte ich hier im Namen aller Beteiligten nochmal ausdrücklich meinen Dank formulieren!

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