Das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken unterstützt katholische Christen überall dort, wo sie in einer extremen Minderheitensituation, in der Diaspora, ihren Glauben leben.

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Projektstelle „Sozialpastoral“ in der Kirchengemeinde St. Marien, Bremen

Geförderte Personalstelle (2014-2016, 99.250 Euro), Bistum Osnabrück

Christian Küthe
Christian Küthe

Christian Küthe über sich: Aufgewachsen im Osnabrücker Nordkreis habe ich zunächst als Chemielaborant gearbeitet. Im Alter von 23 Jahren wurden mein Wunsch, mehr für Gott und die Menschen da zu sein, und mein Wissensdurst bezüglich Glauben und Kirche so stark, dass ich mich entschloss, das Abitur nachzuholen und Theologie zu studieren. Ich wollte lernen, das weiterzugeben, was ich erfahren habe: in Jesus neigt Gott sich uns zu, um uns aufzurichten. An karitativer Arbeit in katholischer Tradition habe ich eine große Freude gefunden. Mit 33 kann ich nun in einer Stadt leben, in der sehr viele Menschen in prekären Situationen leben und Begleitung brauchen, und in einem Projekt arbeiten, das genau darauf eingeht. Ich meine, da hat sich für mich etwas gefügt.

 

Christian Küthe über sein Projekt:

Das kirchliche Leben kann grundsätzlich in drei aufeinander zugeordnete Vollzüge unterschieden werden: Liturgia, Martyria und Diakonia. Praktisch scheinen sie aber oft voneinander getrennt zu sein. Bei dem Projekt geht es nun darum, durch die Personalstelle für eine stärkere Vernetzung der Grundvollzüge insofern Sorge zu tragen, als der diakonische bzw. karitative Auftrag sowie das Profil von Kirche in der Öffentlichkeit gestärkt werden sollen, indem die pastoralen Teams vor Ort um sozialarbeiterische Kompetenzen erweitert und die Vernetzung mit sozialen Einrichtungen und kommunalen Diensten intensiviert werden. Mit ca. 50% des Stellenumfangs ist die Mitarbeit in sozialpastoralen Kontexten (Familien-, Senioren- und Migrantenpastoral) und mit ca. 50 % die Mitarbeit in herkömmlichen pastoralen Handlungsfeldern (Gottesdienstgestaltung, Sakramentenvorbereitung, Begleitung von Gemeindegremien,…) vorgesehen.

Caritas in profanierter Pfarrkirche

Wenngleich die Personalstelle auf Pfarreiebene eingerichtet ist, hat sie doch für den Standort St. Nikolaus in Bremen-Gröpelingen, einem multikulturellen Stadtteil, der als sozialer Brennpunkt gilt und in dem Christen in der Minderheit leben, eine besondere Bedeutung. In den letzten Jahren nahm hier die Zahl der Gottesdienstteilnehmer und die Präsenz von Kindern und Jugendlichen im Gemeindeleben stark ab. In einen langen Klärungs- und Umorientierungsprozess wurde schließlich eine sozialpastorale Schwerpunktsetzung für St. Nikolaus herausgearbeitet. Die Gemeinde selbst will stärker karitativ tätig werden. Die ehemalige Pfarrkirche ist daher profaniert, innen zweistöckig neu ausgebaut und um ein Kita-Gebäude erweitert worden. Das alte Kita-Gebäude und Gemeindezentrum wird abgebrochen und eine barrierefreie Wohnanlange errichtet. Die verschiedenen gemeindlichen Gruppen, niederschwellige soziale Beratungsdienste der Caritas, die Kindertagesstätte und andere Partner sollen an diesem Standort nun gemeinsam Angebote entwickeln, die die Menschen des Stadtteils ansprechen und sie bei der Alltagsbewältigung wirklich unterstützen. Die Koordination des Dialogs zwischen Gemeinde, Caritas und Kita als auch der Kommunikation der Angebote in den Stadtteil hinein und die Gewinnung und Qualifizierung eines Freiwilligennetzwerkes sind daher hier Kernaufgaben der Personalstelle.

 

Kontakt:

Katholische Kirchengemeinde St. Marien
Christian Küthe
Sankt-Magnus-Straße 2
28217 Bremen
Telefon: 0421 - 6200 90 - 33
Email: christian.kuethe@st-marien.de
www.st-marien.de


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