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Projektstelle „Sozialpastoral" in der Kirchengemeinde St. Marien, Bremen

Abschlussbericht von November 2016

Ein Secondhand-Kinderkleiderlädchen ist fest etabliert und wird von Ehrenamtlichen unterstützt.
Secondhand-Kinderkleiderlädchen

Nach zwei Jahren sehe ich im Hinblick auf die wesentlichen Ziele des Projektes Sozialpastoral (vgl. „Christian Küthe über sein Projekt“) das Projekt als grundsätzlich gelungen an.

Der diakonische bzw. karitative Auftrag der Kirche konnte deutlich gestärkt werden. Aspekte einer Neuausrichtung der Gemeinde auf die Situation der Menschen vor Ort sind durchaus realisiert worden. Dies gilt insbesondere für den Standort St. Nikolaus: Die Beratungsangebote der Caritas (ASB, Schulden, Pflege) sind fest etabliert. Hauptamtliche Mitarbeiter der Caritas sind täglich vor Ort präsent. Auch die Gemeinde selbst ist stärker karitativ tätig geworden. Es gibt zudem von Seiten der Gemeinde ein Secondhand-Kinderkleiderlädchen, Deutsch-Kurse, einen Kurs zum Üben von Lesen und Schreiben, ein Angebot im Rahmen der Krebsselbsthilfe, ein Behördenlotsen-Angebot und ein Angebot des DRK, wobei letzteres kein kirchliches Angebot darstellt.

Der Schaukasten der Gemeinde St. Nikolaus.
Schaukasten St. Nikolaus

Das Profil von Kirche in der Öffentlichkeit konnte gestärkt werden. Darin sehe ich auch einen missionarischen Aspekt des Projektes verwirklicht. Die Angebote des Standortes und seine Konzeption sind über diverse Medien präsent (Flyer, Aushänge, Internet, Facebook, Kirchenbote, Fachbuch). Die Vernetzung mit sozialen Einrichtungen und kommunalen Diensten konnte zudem deutlich intensiviert werden (tägliche Telefonate im Rahmen des Behördenlotsen-Angebots, Begleitung von Personen bei persönlichen Vorsprachen in Behörden, gemeinsamer Flyer der Behördenlotsen, Vermittlung des Amtes von hilfesuchenden Personen über das Behördenlotsen-Programm).

Die Aufteilung des Stellenumfangs (50% Sozialpastoral / 50% herkömmliche Pastoral) war grundsätzlich möglich, wenngleich eine Mitarbeit bzw. Leitung in den üblichen Katechesegruppen (Erstkommunionkatechese) erst gegen Ende der Projektzeit möglich wurde. Die Projektstelle war für das Pastoralteam der Kirchengemeinde „on top“ und die Aufgabenverteilung der hauptamtlichen Mitarbeiter untereinander fand bereits statt. Diese wurde erst nach und nach neu gestaltet. Zudem muss bemerkt werden, dass sich der sozialpastorale Anteil der Stelle in der ersten Zeit des Projekts stärker war und es in der nachfolgenden Zeit zu dem geplanten Ausgleich (50/50) kam.

Die Koordination des Dialogs zwischen Gemeinde, Caritas und Kita (im Rahmen der Hauskonferenz) als auch der Kommunikation der Angebote in den Stadtteil hinein (im Rahmen der Stadtteil-AK´s und Medien) und die Gewinnung und Qualifizierung eines Freiwilligennetzwerkes (z.B. im Rahmen der o.g. karitativen Angebote und in Form der Projektgruppe) konnten als Kernaufgaben realisiert werden.

Essen in der KiTa
SCSC

Für eine stärkere Vernetzung der kirchlichen Grundvollzüge konnte grundsätzlich Sorge getragen werden. Die Personen, die im Gemeindezentrum präsent sind, nehmen wahr, dass es hier karitative, liturgische und katechetische Angebote gibt und sie beginnen zu verstehen, dass diese drei Aspekte Dimensionen der Kirche sind.

Was (noch) kaum gelingt, ist, dass Personen, die die karitativen Dienste in Anspruch nehmen, durch diese Inanspruchnahme den Weg zu den liturgischen oder katechetischen Angeboten finden. Allerdings nehmen Personen, die die liturgischen und katechetischen Angebote nutzen, die karitativen Angebote wahr. Ich vermute, dass hierbei eine Schwierigkeit in der Grundkonzeption des Projektes St. Nikolaus eine Rolle spielt. Die Eucharistiefeier als Höhepunkt der Liturgia findet vor Ort nicht mehr statt. Es bleibt daher nur die Möglichkeit die Personen auf die anderen Bremer Standorte unserer Gemeinde zu verweisen. Das gelingt zurzeit nur bedingt. Ich halte es allerdings für durchaus möglich, dass dieser Verweis mit der Zeit und durch ein wachsendes Vertrauens mehr und mehr gelingt.

Als persönliche Anmerkung möchte ich noch hinzufügen, dass ich mit der Ausbildung zum Pastoralreferenten im Bistum Osnabrück begonnen habe und weiterhin eine sozialpastorale Schwerpunktsetzung an dem Projektstandort St. Nikolaus in Bremen habe. Ich werde daher versuchen die positiven Ansätze, die sich aus dem Projekt ergeben haben, auf zu greifen und weiter zur Entfaltung zu bringen. Im Hinblick auf die Nachhaltigkeit des Projektes ist dies m. E. n. grundsätzlich positiv zu bewerten.


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