Das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken unterstützt katholische Christen überall dort, wo sie in einer extremen Minderheitensituation, in der Diaspora, ihren Glauben leben.

Mit seiner Bau-, Verkehrs-, Kinder- und Glaubenshilfe fördert es Projekte in Deutschland, Nordeuropa und dem Baltikum.

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Projektstelle „Referentin im Projekt 'Gemeinsam stark! Katholikinnen gestalten Gesellschaft'"

Geförderte Personalstelle (2015-2017, 110.000 Euro), Erzbistum Berlin

Anne Langer

Über das Projekt:

Katholisch sein in Brandenburg und Vorpommern ist eher Ausnahme als Regel. Mit 7% Katholikinnen und Katholiken gehört das Erzbistum Berlin zu den Diözesen mit überwiegender Diaspora. Wie auch andere Bistümer, reagierte das Erzbistum Berlin auf diese Situation und begann 2012 mit dem Pastoralen Prozess „Wo Glauben Raum gewinnt“: Aus einzelnen Gemeinden entstehen bis 2020 in der gesamten Erzdiözese rund 30 neue Großpfarreien. Die „Pfarrei der Zukunft“ soll über den Kirchturm hinausreichen. Sie ist Teil eines Netzwerkes, in der viele verschiedene Orte kirchlichen Lebens eingebunden werden sollen – auch christliche Vereine und Verbände wie der Katholische Deutsche Frauenbund, den es innerhalb der Diözese bislang nur in Berlin gibt. Die pastorale Neugestaltung sieht der KDFB als Chance, seine Arbeit in der Erzdiözese Berlin bekannter zu machen – und kirchliches und gesellschaftliches Leben aktiv mitzugestalten. Zu diesem Zweck startete der Bundesverband in Zusammenarbeit mit dem Berliner Diözesanverband, bei dem meine Personalstelle angesiedelt ist, das Modellprojekt „Gemeinsam stark! Katholikinnen gestalten Gesellschaft“.

An drei verschiedenen Standorten im Erzbistum – in Potsdam, Brandenburg an der Havel und Greifswald – bieten wir Frauen unterschiedlicher Generationen die Möglichkeit zur Begegnung und zum Austausch von gesellschaftspolitischen Themen und Glaubensfragen. Dafür laden wir aktive Frauen vor Ort zu regelmäßig stattfindenden Treffen ein – den Clubabenden. Die Abende starten mit einem inhaltlichen Impuls von Referentinnen, die über ein gesellschaftspolitisches oder theologisches Thema sprechen. Danach bietet sich die Möglichkeit zur Diskussion sowie zu informellen Gesprächen in ungezwungener Atmosphäre. Die Veranstaltungen finden nicht in Pfarrgemeinden, sondern an öffentlichen Orten statt. Damit möchten wir Frauen erreichen, die dort nicht oder nicht mehr beheimatet sind, aber dennoch Interesse am Zusammentreffen mit anderen Christinnen haben. Meist gibt es im Alltag dafür kaum Gelegenheit.

Das auf zwei Jahre angelegte Projekt verstehen wir als Initialzündung für eine dauerhafte Netzwerkstruktur an den drei Standorten. Um diese zu erreichen, beziehen wir auch andere katholische Gruppen und Verbände durch Kooperationsveranstaltungen in unsere Aktivitäten vor Ort ein. Mit unserer Arbeit wollen wir den KDFB als katholischen Verband im Pastoralen Prozess sichtbar machen und stärken. Dazu gehört auch die Teilnahme an den Ausschüssen der neugebildeten Pastoralen Räume. Nicht zuletzt spielt das Vorhaben für die Verbandsentwicklung des gesamten Frauenbundes eine Rolle. Damit ist die Frage verbunden, ob das Format des Clubabends an anderen Orten Deutschlands für den KDFB zukunftsfähig ist.

Derzeit entsteht parallel zu unseren Aktivitäten eine Projektwebseite, die außenstehenden Interessierten und Teilnehmerinnen die wichtigsten Informationen zum KDFB-Leben in der Erzdiözese zur Verfügung stellt. Gerade in der Diaspora ist es wichtig, dass verschiedene gleichgesinnte Gruppen voneinander wissen.

Anne Langer über sich:

Ich bin in der Lausitz aufgewachsen und bringe mein Interesse für Ostdeutschland in das Projekt ein. Ich freue mich darauf, die gesellschaftspolitische Arbeit des Frauenbundes in Brandenburg und Vorpommern bekannter zu machen. In meinem Studium der Kultur- und Geschichtswissenschaften habe ich mich überwiegend mit der Vergangenheit beschäftigt. Mit den Clubabenden widme ich mich nun aktuellen politischen Fragen. Ich bin davon überzeugt, dass die Anliegen und Ziele des Frauenbundes mit seiner langjährigen Tradition auch heute noch für alle Generationen Gültigkeit besitzen.


Kontakt:

Anne Langer
KDFB Diözesanverband Berlin
Wundtstraße 40-44
14057 Berlin
anne.langer@kdfb-berlin.de
www.frauenbund.de


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Aktuelle Publikationen

Im Mittelpunkt des neuen Bonifatiusblattes steht das Thema der Diaspora-Aktion 2017 "Unsere Identität: Segen sein".

Die aktuelle Ausgabe der Kinderzeitschrift "boni kids" beschäftigt sich mit dem Thema "Reformation". Mehr Infos

Und das neue Heft der Schriftenreihe „Lebendiges Zeugnis“ (02/2017) widmet sich dem Thema "Bibelpastoral".

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