Das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken unterstützt katholische Christen überall dort, wo sie in einer extremen Minderheitensituation, in der Diaspora, ihren Glauben leben.

Mit seiner Bau-, Verkehrs-, Kinder- und Glaubenshilfe fördert es Projekte in Deutschland, Nordeuropa und dem Baltikum.

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Zu Gast in Einsamkeit und Stille

Unterstützen Sie den Auf- und Ausbau des Klosters der Ordensfrauen in Marienheide

Das Kloster Marienheide
Das Kloster Marienheide

„Zunächst wollen wir in die Kirche gehen und beten.“ Mit einem gütigen Lächeln auf den Lippen führt die Gastschwester die ankommenden Besucher zu einem Fachwerkgebäude, auf der ein Dachreiter thront: die Kirche von Kloster Marienheide. Oben auf der Empore kniet sie sich nieder und berührt mit ihrer Stirn den Boden. Stille. Unten leuchtet eine Kerze vor dem Altar. Nur das Notwendigste hat Platz in diesem schlichten, in weiß gehaltenen Gotteshaus. Das flache Chorgestühl an der Wand lässt zur Mitte hin einen freien Raum – frei für die Sehnsucht nach Gott.

Das renovierungsbedürftige Gästehaus
Das renovierungsbedürftige Gästehaus

Nach dem Willkommensgebet geht es in das kleine Gästehaus vor dem Kloster. Hier gibt es Platz für fünf Besucher. Die Zimmer sind schlicht. Eine Gebetsecke mit Schemel, ein Schreibtisch, ein Stuhl, ein Bett. Zur Stärkung wartet vor der Zimmertür ein Korb mit einer Thermoskanne Suppe, einem Teller Käse und Brot. „Die Matutin und die Laudes singen wir morgen früh ab 6.40 Uhr. Danach feiern wir die heilige Messe“, verabschiedet sich die Gastschwester.

Abgeschieden und fern der Welt

Wer in das Kloster Marienheide fährt, wagt sich in die Abgeschiedenheit. In Harmuthsachsen, zwischen Kassel und Eisenach, zweigt der schmale Weg ab, der quer durch den Wald zum ehemaligen Gutshof Wollstein führt – einst das kleinste Dorf Hessens. Fernab der Welt suchen die Schwestern der „Monastischen Ordensfamilie von Bethlehem, der Aufnahme Mariens in den Himmel und des heiligen Bruno“ Gott. Im August 2000 kamen die ersten Schwestern des noch jungen Ordens. Seitdem entsteht ein außergewöhnliches geistliches Zentrum – und das mitten in der Diaspora. In einer Region, in der mit acht Prozent der Bevölkerung nur wenige Katholiken leben, bauen katholische Ordensschwestern ein Kloster – damit der Glaube Früchte trägt.


 

„Bei Gott allein kommt meine Seele zur Ruhe,
von ihm kommt mir Hilfe.“



Die zwölf Schwestern versammeln sich am Morgen in der Kirche und begrüßen mit Psalmen und Lobpreis den Tag. Weihrauchduft erfüllt den Raum. Der sphärische Gesang der Ordensfrauen schafft eine besondere Gebetsatmosphäre. Ihre weißen Gewänder mit den spitzen Kapuzen hüllen sie fast vollständig ein. Die Spiritualität der Bethlehemschwestern speist sich aus der westlichen wie aus der östlichen Tradition der Christenheit.

Gemeinsam in Einsamkeit

Die Schwestern sitzen und stehen, sie knien und verneigen sich so tief, dass ihre Stirn den Boden berührt. „Wir beten nicht nur mit dem Kopf, sondern ganzheitlich. Die Ikonen sind etwas für unsere Augen, wir hören und singen schöne Musik, wir riechen den Weihrauch und bewegen uns mit dem ganzen Körper. Das ist eine ganz andere Art, vor Gott zu sein. Das tut gut.“ Tagsüber steht die Tür zur Kirche immer offen. Besucher können das Gebet der Schwestern stets mitverfolgen, allerdings nur von der Empore aus. Der eigentliche Kirchenraum bleibt den Nonnen vorbehalten. Sie leben in strenger Klausur.

Die Ordensschwestern beim Gebet
Die Ordensschwestern beim Gebet
Sie beten mit dem ganzen Körper
Sie beten mit dem ganzen Körper

„Wir leben in Stille, Schweigen und Einsamkeit. Unsere Lebensform geht zurück auf den heiligen Bruno, der im elften Jahrhundert diese Lebensweise von Mönchen im Orient übernommen und im Abendland eingeführt hat. Daraus sind die Kartäuser entstanden. Wie sie, leben auch wir Schwestern von Bethlehem ,gemeinsam in Einsamkeit‘.“ Die Priorin zeigt sich daher überglücklich, dass die Schwestern seit Ostern eigene Eremitagen bewohnen. Mit Hilfe des „Bonifatiuswerkes der deutschen Katholiken“ konnte in den vergangenen sechs Jahren der Schweinestall umgebaut und mit zehn Einsiedeleien versehen werden

Eine Ordensfrau in ihrer Erimitage
Eine Ordensfrau in ihrer Erimitage

In ihrer Eremitage isst und schläft, studiert und betet, ruht und arbeitet jede Schwester für sich, Tag für Tag. Ihr Essen wird ihr in eine Durchreiche am Eingang gestellt. Ihr Gebet verrichtet sie in einem kleinen Oratorium – einer kleinen Kapelle – in der Zelle. Zu jeder dieser Einsiedeleien gehört eine Werkstatt, in der die Schwester ihre Arbeit verrichtet. So befinden sich zum Beispiel die Wäscherei des Klosters in der einen und die Näherei in der anderen Eremitage. Unter der Woche begegnet sie ihren Mitschwestern zweimal am Tag, am Morgen und am Abend beim Gebet in der Kirche. Gemeinschaft erleben die Schwestern vor allem sonntags. Nach der Messe essen sie gemeinsam und gehen anschließend zusammen wandern. Nach der Vesper am Abend treffen sie sich zu einem geistlichen Austausch.

Sehnsucht nach einem geistlichen Ort

„Es kommt fast niemand her, der nicht schwer zu tragen hat.“ Die Priorin bezeichnet den Gästedienst als wichtige Aufgabe der Gemeinschaft. „Der Herr hat gewollt, dass die Menschen zu uns kommen und mit uns beten.“ Sie spüre die Sehnsucht nach einem geistlichen Ort, nach Einfachheit, Nüchternheit und tiefer Liturgie. Sie spricht von Gästen, die auf der Suche nach einer neuen Begegnung mit Gott sind, von Frauen und Männern, die Sehnsucht haben nach Gott. „Es kommen Eheleute in der Krise, Eltern voll Sorge um ihre drogensüchtigen Kinder, Menschen, die unter den Folgen des Kommunismus leiden.“

Kloster Marienheide besitzt kein Bildungshaus und macht keine Exerzitienangebote.


 

„Allein die Mystik des Ortes und das Gebet,
durchdringen den Besucher.“



Gespräche führen die Gastschwestern. Sie bringen das Essen und sorgen sich um die Seele. Übernachtung und Verpflegung sind kostenfrei. Die Ordensfrauen freuen sich allerdings über eine Spende für den Weiterbau ihres Klosters mitten in der Diaspora.

Helfen Sie mit beim weiteren Aufbau eines außerordentlichen geistlichen Zentrums!


Dafür wird Ihre Spende benötigt:

Nachdem nur noch die abschließenden Baumaßnahmen an den neuen Eremitagen & Werkstätten erledigt werden müssen, sind die kommenden Teilprojekte folgende:

  • Erneuerung der Trinkwasserversorgung
  • Bau eines Kapitelsaals mit Bibliothek und Klosterküche im ehem. Schweinestall
  • Renovierung des vorhandenen Gästehauses
  • Instandsetzung der denkmalgeschützten Wagenremise
  • Sanierung der baufälligen, historischen Hofkapelle
  • Erweiterung und Erneuerung der Klausureinfriedung, damit verbunden die Änderung der Zuwegung
  • Einrichtung von drei Eremitagen für Gäste, die eine längere Zeit bei den Schwestern mit leben möchten.

 

Spenden Sie jetzt online über den nachfolgenden Button, über unser Online-Spendenformular oder nutzen Sie unser Spendenkonto für die Überweisung einer kleinen Spende!

Spendenkonto

Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken
Bank für Kirche und Caritas Paderborn
Stichwort "Kloster Marienheide"
IBAN: DE46472603070010000100
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Im Sinne unserer Förderer verwenden wir die Spenden für vergleichbare Projekte, wenn das dargestellte Projekt ausreichend finanziert ist.

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Termine & Veranstaltungen 2017/2018

Hier finden Sie aktuelle Hinweise zu Terminen und Veranstaltungen, geplanten Seminaren, TV-Tipps usw. Sollten Sie einen wichtigen Eintrag vermissen, wenden Sie sich gerne an unsere Internetredaktion.

November 2017

28.11. Eröffnung der bundesweiten Aktion Weihnachtsmannfreie Zone in Berlin
Weitere Informationen folgen

April 2018

08.04. Weißer Sonntag – Bundesweite Erstkommunionkollekte zugunsten der Kinderhilfe des Bonifatiuswerkes
Weitere Informationen

Mai 2018

1.- 6. Europawoche im Rahmen des Europäischen Kulturerbejahres „Sharing Heritage“ in Paderborn

04.05. Aktionstag „Tiere der Bibel“ mit Bischof Zdarsa im Zoo Augsburg
Weitere Informationen folgen

Juni 2018

05.06. Bonifatiustag – Vorstellung Leitmotiv zur Diaspora-Aktion 2018
Weitere Informationen folgen

 

Aktuelle Publikationen

Im Mittelpunkt des neuen Bonifatiusblattes steht das Thema der Diaspora-Aktion 2017 "Unsere Identität: Segen sein".

Die aktuelle Ausgabe der Kinderzeitschrift "boni kids" beschäftigt sich mit dem Thema "Reformation". Mehr Infos

Und das neue Heft der Schriftenreihe „Lebendiges Zeugnis“ (02/2017) widmet sich dem Thema "Bibelpastoral".

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Bonifatiusblatt

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zur aktuellen Ausgabe von 'Lebendiges Zeugnis'

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