Das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken unterstützt katholische Christen überall dort, wo sie in einer extremen Minderheitensituation, in der Diaspora, ihren Glauben leben.

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19.04.2016

Altarsegnung im neuen Oratorium von St. Georgen

Altarsegnung

Eine Woche vor der offiziellen kirchlichen Einweihung des neuen Seminargebäudes hat P. Kessler im Auftrag des Ortsbischofs von Limburg den Altar im neuen Oratorium gesegnet. Die Feier fand ‚in aller Stille‘ während des monatlichen Besinnungswochenendes der Seminargemeinschaft statt. Den Rahmen bildete die kleine Samstags-Gottesdienstgemeinde der Seminarkirche. Der Kirche schräg gegenüber sind in der Wandelhalle, die zum ältesten Baubestand auf dem Campus von Sankt Georgen gehört, zwei Räume entstanden, die der geistlichen Praxis von Seminaristen und Aufbaustudenten dienen: Ein Raum der Stille, der als dunkle ‚Höhle des Gebets‘ ganz konzentriert nur ein großes Christusbild im Licht erstrahlen lässt. Dazu das neue Oratorium, das dem privaten Gebet und der Feier des Gottesdienstes in kleineren Gruppen dient. Beide Räume gehörten ursprünglich zur 1929 geweihten ersten Kapelle, die im Krieg zerstört wurde.

Das Oratorium wurde unter das Patrozinium des ersten selig gesprochenen Sankt Georgener Studenten gestellt: Johannes Prassek, der als Seminarist von 1931-33 an diesem Ort gebetet hat. Er starb 1943 unter dem Fallbeil als einer der vier Lübecker Märtyrer und ein Zeuge des Glaubens im Widerstand.

Für das Oratorium des seligen Johannes Prassek wurde ein neuer Altar geschaffen. Ein schlichter Rahmen aus dunklem Holz trägt die Mensa aus einer fein geschliffenen Solnhofer Platte. Eine zweite Kalksteinplatte gleicher Größe befindet sich hinter dem Altar an der Wand und trägt den Corpus des Gekreuzigten. So verbindet sich die Memoria der bildlichen Betrachtung mit der gottesdienstlichen Feier von Tod und Auferstehung auf dem Altar zu einem Dialog. Die beiden Kalksteinplatten, die Gedächtnis und Gegenwart des göttlichen Heilswerkes tragen, finden ihre materiale Entsprechung in den Bodenplatten aus dem gleichen Kalkstein in der Wandelhalle. So wird im Raum des Oratoriums verdeutlicht, dass die göttliche Herablassung buchstäblich bis zum Boden reicht und nach außen wird sinnenfällig unterstrichen, dass geistliches Tun und die Alltagswege in einem untrennbaren inneren Zusammenhang stehen.

Auf diesen unaufgebbaren Zusammenhang von Gottesdienst am Altar und Bruderdienst in der Welt macht die Evangelienlesung (Mt 5,23f) der Messe bei der Segnung eines Altares aufmerksam: Lass deine Gabe dort vor dem Altar liegen und versöhne dich zuerst. Im Christentum sind Versöhnung und Bruderliebe nicht nur die Bedingung für den Dienst am Altar, sondern die Nächstenliebe selbst ist der wahre Gottesdienst. Christus selbst in seiner Lebenshingabe ist der Altar, an dem sich unser gottesdienstliches Tun an den Altären orientieren und messen lassen muss. So zog die Gemeinde nach dem Wortgottesdienst in der Seminarkirche ‚processionaliter‘ singend zum neuen Oratorium. Dort wurde der Altar nach den liturgischen Vorgaben feierlich gesegnet für die erste Heilige Messe des Seminarkollegiums in Konzelebration. Sie ist der eigentliche Segen und setzt den Altar in Beziehung zum Leben. In diesem Sinne resümiert Gregor der Große (+604) in seinen Ezechielhomilien: „Mit Recht wird also das Herz der Gerechten Altar Gottes genannt.“ (HEz 2,10,19; CCL 42,394). Eine Altarweihe nimmt persönlich in die Pflicht. Das bekennt auch das Segensgebet aus dem Pontifikale: „Durch Christus weihen wir dir auf dem Altar unseres Herzens das Opfer eines heiligen Lebens zum Lob deiner Herrlichkeit.“ Geb’s Gott.

Das Bonifatiuswerk hat das missionarische Projekt „Missionarisch Kirche sein“ des Priesterseminars St. Georgen mit 10.000 Euro unterstützt. Neben der Einrichtung des Oratoriums umfasst das Projekt auch die Entstehung eines modernen Vortragsraumes und eines Meditationsraumes, um eine gegenwartsnahe Ausbildung zu ermöglichen.

(Stephan Ch. Kessler SJ) 

Termine & Veranstaltungen 2017/2018

Hier finden Sie aktuelle Hinweise zu Terminen und Veranstaltungen, geplanten Seminaren, TV-Tipps usw. Sollten Sie einen wichtigen Eintrag vermissen, wenden Sie sich gerne an unsere Internetredaktion.

November 2017

28.11. Eröffnung der bundesweiten Aktion Weihnachtsmannfreie Zone in Berlin
Weitere Informationen folgen

April 2018

08.04. Weißer Sonntag – Bundesweite Erstkommunionkollekte zugunsten der Kinderhilfe des Bonifatiuswerkes
Weitere Informationen

Mai 2018

1.- 6. Europawoche im Rahmen des Europäischen Kulturerbejahres „Sharing Heritage“ in Paderborn

04.05. Aktionstag „Tiere der Bibel“ mit Bischof Zdarsa im Zoo Augsburg
Weitere Informationen folgen

Juni 2018

05.06. Bonifatiustag – Vorstellung Leitmotiv zur Diaspora-Aktion 2018
Weitere Informationen folgen

 

Aktuelle Publikationen

Im Mittelpunkt des neuen Bonifatiusblattes steht das Thema der Diaspora-Aktion 2017 "Unsere Identität: Segen sein".

Die aktuelle Ausgabe der Kinderzeitschrift "boni kids" beschäftigt sich mit dem Thema "Reformation". Mehr Infos

Und das neue Heft der Schriftenreihe „Lebendiges Zeugnis“ (02/2017) widmet sich dem Thema "Bibelpastoral".

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zur aktuellen Ausgabe von 'Lebendiges Zeugnis'

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