Das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken unterstützt katholische Christen überall dort, wo sie in einer extremen Minderheitensituation, in der Diaspora, ihren Glauben leben.

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16.05.2018

Auf den Spuren der biblischen Geschichte

Die Studenten im byzantinischen Kloster von Kursi. Foto: B. Häusl
Die Studenten im byzantinischen Kloster von Kursi. Foto: B. Häusl

Vom 09.04.2018 bis einschließlich 18.04.2018 befanden sich 26 Studierende und 6 Begleiter des Katholischen Instituts der Technischen Universität Dresden auf Exkursion in Israel. Ziel der Reise war das Wieder-Entdecken biblischer und christlicher Geschichte an ihren Ursprungsorten. Bereits im vergangenen Wintersemester haben sich die Teilnehmenden gemeinsam mit den beiden leitenden Professorinnen Prof. Dr. Maria Häusl und Prof. Dr. Hildegard König im Rahmen eines Seminars auf die Reise vorbereitet, Grundlagen der Kultur und Geschichte Israels und des frühen Christentums sowie die Arbeitsweise der Archäologie kennengelernt.

Zunächst besuchte die Gruppe das galiläische Gebiet im Norden Israels beginnend in Nazareth, wo im Freilichtmuseum Nazareth Village das Leben, wie es wahrscheinlich vor rund 2000 Jahren stattfand, dargestellt wird. Auch die orthodoxe Gabrielskirche sowie die römisch-katholische Verkündigungskirche wurden besichtigt.

In den Folgetagen schlossen der Besuch verschiedener Ausgrabungsstätten im Norden Galiläas und rund um den See Genezareth an, beispielsweise Tel Dan, Megiddo, Tabgah, dem Ort der wundersamen Brotvermehrung, Kafarnaum, Magdala und Sepphoris. Ein besonderes Erlebnis für die Studierenden war der Besuch des Maimonides Heritage Center in Tiberias, wo sie näher in Kontakt mit der jüdischen Tradition kommen konnten.

Das byzantinische Kloster von Kursi liegt an den Ostufern des Sees Genezareth. Foto: B. Häusl
Das byzantinische Kloster von Kursi liegt an den Ostufern des Sees Genezareth. Foto: B. Häusl

Am fünften Tag der gemeinsamen Reise ging die Fahrt gen Süden über Jericho nach Jerusalem, wo einige Studierende abends die Klagemauer besuchten, um den Gebeten der Juden am Vorabend des Sabbats beizuwohnen. Jerusalem beeindruckte vor allem durch die den meisten Reisenden unbekannten kulturellen Gepflogenheiten und dem Zusammenleben verschiedenster religiöser Gruppen auf engem Raum, wobei Spannungen durchaus spürbar waren.

Der Besuch der Grabeskirche ist eine "Herausforderung", da dort sechs verschiedene christliche Strömungen mit- und nebeneinander leben; dies wurde von den Reisenden zunächst als undurchschaubare Liturgieansammlung wahrgenommen. Während der Ausflüge in und um Jerusalem, zum Beispiel nach Bethlehem, kamen die Studierenden in Kontakt mit weiteren biblischen / christlichen Erinnerungsorten.

Um auch über die eigenen Erfahrungen hinaus Informationen zu Israel zu erhalten, wurden zwei Fachvorträge angeboten: Ido Garfinkel hielt einen Vortrag zur Bedeutung der archäologischen Funde des früheisenzeitlichen Ortes Khirbet Qeiyafa. An einem weiteren Abend sprach Dr. Joachim Rother, stellvertretender Geschäftsführer der Konrad-Adenauer-Stiftung in Jerusalem, über die aktuelle politische Lage in Israel und den damit verbundenen Problemen. Abschließender Höhepunkt der gemeinsamen Reise war der Besuch auf dem Tempelberg, wo auch der interreligiöse Konflikt, unter welchem Israel leidet, vertiefend reflektiert wurde. 

Das Bonifatiuswerk hat die Israel-Exkursion mit einer Fördersumme in Höhe von 1.000 Euro unterstützt.

(nd)     

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