Das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken unterstützt katholische Christen überall dort, wo sie in einer extremen Minderheitensituation, in der Diaspora, ihren Glauben leben.

Mit seiner Bau-, Verkehrs-, Kinder- und Glaubenshilfe fördert es Projekte in Deutschland, Nordeuropa und dem Baltikum.

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30.10.2017

Blickrichtung Norwegen - Eine stark wachsende Kirche

Bonifatiusrat besucht Förderprojekte des Bonifatiuswerkes in der norwegischen Prälatur Trondheim

Die neue Bischofskirche St. Olav im norwegischen Trondheim. Fotos: Mathei
Die neue Bischofskirche St. Olav im norwegischen Trondheim. Fotos: Mathei

Kirchengemeinden so groß wie Bayern, stundenlange Autofahrten zum nächsten Gottesdienst, materiell arm, trotzdem jung, international, rasant wachsend: Was katholisch sein im hohen Norden bedeutet, darüber haben sich die Mitglieder des Bonifatiusrats (Anmerkung der Redaktion: Bonifatiusrat hieß bis 2016 Generalvorstand) während einer viertägigen Projektreise in die norwegische Prälatur Trondheim einen genaueren Überblick verschafft. In Trondheim und Umgebung hat das Bonifatiuswerk viele zukunftsweisende Projekte unterstützt, darunter auch den Neubau der Bischofskirche St. Olav in Trondheim, den Bau des Birgittenklosters in Tiller, den Klosterneubau in Munkeby und auch auf Tautra.

160.000 Katholiken aus über 120 Nationen

Der Bonifatiusrat traf sich unter anderem mit dem Bischof von Oslo, Bernt Eidsvig (unten rechts).
Der Bonifatiusrat traf sich während der Reise unter anderem mit dem Bischof von Oslo, Bernt Eidsvig (unten rechts).

In Trondheim informierte der Bischof von Oslo, Bernt Eidsvig, die 13-köpfige Reisegruppe über die aktuelle Entwicklung der katholischen Kirche in Norwegen. Dieser gehörten etwa 160.000 Menschen aus über 120 Nationen der an. Diese machten ungefähr 3,3 Prozent der Gesamtbevölkerung aus. Die Kirche sei bunt, lebendig und die Anzahl der Katholiken wachse stetig.

Der Pfarrer der Kirchengemeinde St. Olav, Egil Mogstad, führte den Bonifatiusrat durch die im vergangenen Jahr nach 20-jähriger Planungs- und etwas über einem Jahr Bauzeit geweihte Bischofskirche St. Olav mit angeschlossenem Gemeindezentrum. Das sehr erfreuliche Wachstum der katholischen Kirche, spüre man sehr deutlich in der Gemeinde St. Olav.

Auf Hilfe aus Deutschland angewiesen

Die Mitglieder des Bonifatiusrats konnten auch einen Gemeindeabend im Gemeindezentrum der Bischofskirche St. Olav miterleben.
Die Mitglieder des Bonifatiusrats konnten auch einen Gemeindeabend im Gemeindezentrum der Bischofskirche St. Olav miterleben.

Diese erfreuliche Entwicklung, bedingt durch die große Zahl an Migranten, bringe auch einige Herausforderungen mit sich. Die größte Schwierigkeit bestehe darin, die Vielzahl an Nationen mit unterschiedlichen Sprachen und kulturellen Hintergründen zu integrieren. Doch die neue Bischofskirche biete die richtige Basis, um die vielen Gläubigen Menschen in der Gemeinde zu integrieren, schilderten Bischof Eidsvig und Pfarrer Mogstad. Ohne finanzielle Unterstützung aus Deutschland hätten die Norweger dieses einmalige Großprojekt nicht stemmen können. Insgesamt 4,2 Millionen Euro konnte das Bonifatiuswerk an finanzieller Unterstützung aus Deutschland weitergeben.

Interesse am Glaubensleben und an Orten der Ruhe und Einkehr nimmt zu

"Für uns im Bonifatiusrat ist es sehr wichtig, die Beziehungen in unsere Förderregionen weiter zu vertiefen. Durch solche Projektreisen bekommt man ein besseres Gespür für die Anforderungen, die sich der katholischen Kirche hier stellen. In unseren Sitzungen diskutieren wir sehr intensiv über die Projekte die wir als Bonifatiuswerk fördern möchten und wie wir unsere Glaubensbrüder und Schwestern in der Diaspora unterstützen können. Es ist schön hier vor Ort zu erleben, wie diese Orte gestaltet wurden und wie sich Glaubensleben durch die Unterstützung der deutschen Katholiken entwickeln kann", sagte der Präsident des Bonifatiuswerkes, Heinz Paus.

Aus tiefer Verbundenheit mit den Diaspora-Katholiken in der St. Olav Gemeinde im norwegischen Trondheim hat der emeritierte Prälat Prof. Dr. Anton Ziegenaus (82) aus Augsburg seinen persönlichen Kelch dem Bonifatiuswerk als Spende übergeben. Diesen hat der Monsignore Georg Austen während der Projektreise an die St. Olav Gemeinde übergeben.

Doch nicht nur das Interesse der Migranten, sondern auch das der norwegischen Bevölkerung am Glaubensleben und an Orten der Ruhe und Einkehr nimmt stetig zu. Gerade in den Klöstern der Birgitten in Tiller, der Trappistinnen auf der Halbinsel Tautra und im Trappistenkloster in Munkeby konnte die Reisegruppe Orte erleben, an denen Glaube und Kirche auf besondere Weise gelebt werden. Solche „AndersOrte“ zeigen, wie lebendig und erfolgreich Norwegens Katholiken trotz oder gerade wegen ihrer Diaspora-Situation sind. "In den Informationsgesprächen mit Haupt- und Ehrenamtlichen wurde uns eine sehr erfreuliche Entwicklung der katholischen Kirche geschildert. Gerade mit Blick auf das Kloster Tautra sind wir sehr erfreut, dass sich dieses weiterhin so gut entwickelt. Derzeit leben hier 14 Schwestern, bis zum Ende des Jahres kommen noch zwei weitere hinzu. In Norwegen erlebt man eine sehr internationale und stark wachsende Glaubensgemeinschaft, das macht mir sehr viel Mut für die Zukunft", sagte der Generalsekretär des Bonifatiuswerkes, Monsignore Georg Austen. Schwester Gilchrist berichtete mit Freude darüber, dass sich ihre Klostergemeinschaft auf der Insel Tautra in den vergangenen fünf Jahren verdoppelt hat.

Neben informativen Projektbesuchen trafen sich die Vertreter des Bonifatiuswerkes auch mit der evangelischen Dompröpstin Ragnhild Jepsen, die unter anderem einlud den Nidarosdom zu besichtigen. In einem gemeinsamen Gespräch waren sich alle Teilnehmer sicher, dass alle Christen in Norwegen nur gemeinsam Glaubenszeugnis in einem stark entchristlichten Land geben könnten.

(pk)

Termine & Veranstaltungen 2017

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November

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19.11. Bundesweiter Diaspora-Sonntag
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25.11. Zertifikatskurs Nikolaus im Europapark in Rust
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28.11. Eröffnung der bundesweiten Aktion Weihnachtsmannfreie Zone in Berlin
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Aktuelle Publikationen

Im Mittelpunkt des neuen Bonifatiusblattes steht das Thema der Diaspora-Aktion 2017 "Unsere Identität: Segen sein".

Die aktuelle Ausgabe der Kinderzeitschrift "boni kids" beschäftigt sich mit dem Thema "Reformation". Mehr Infos

Und das neue Heft der Schriftenreihe „Lebendiges Zeugnis“ (02/2017) widmet sich dem Thema "Bibelpastoral".

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