Das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken unterstützt katholische Christen überall dort, wo sie in einer extremen Minderheitensituation, in der Diaspora, ihren Glauben leben.

Mit seiner Bau-, Verkehrs-, Kinder- und Glaubenshilfe fördert es Projekte in Deutschland, Nordeuropa und dem Baltikum.

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03.12.2018

Fünf BONI-Busse für Nord- und Ostdeutschland

Gesamtgruppe der BONI-Bus-Empfänger. Foto Sr. Theresita M. Müller
Gesamtgruppe der BONI-Bus-Empfänger. Foto Sr. Theresita M. Müller

Zum vierten Mal in diesem Jahr hat das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken in Paderborn BONI-Busse an katholische Kirchengemeinden und Gruppierungen vergeben. Die neuen rapsgelben Fahrzeuge rollen jetzt in den (Erz-)Bistümer Berlin, Hamburg und Münster.

„Mir ist eine Beule am BONI-Bus lieber, als ein unbenutzter BONI-Bus in der Garage der Pfarrei. Ich ermutige Sie, den gelben Bus gut und vielfältig zu nutzen“, sagte Thomas Twents, Leiter Projektverwaltung im Bonifatiuswerk, den neuen BONI-Bus-Besitzern. Damit verwies er augenzwinkernd auf die berühmt gewordene Aussage von Papst Franziskus „Mir ist eine verbeulte Kirche, die verletzt und beschmutzt ist, weil sie auf die Straßen hinausgegangen ist, lieber, als eine Kirche, die aufgrund ihrer Verschlossenheit und ihrer Bequemlichkeit… krank ist. (Apostolisches Schreiben Evangelii gaudium Nr. 49)

Das Bonifatiuswerk unterstützt die Anschaffung eines BONI-Busses mit zwei Dritteln der Anschaffungskosten. Sie werden eingesetzt in Diasporagebieten, denn die katholischen Christen haben oft große Entfernungen zu überbrücken.

Thomas Twents (v. l.), Sarrandra Andrade, P. Achim Haberland. Foto: Sr. Theresita M. Müller
Thomas Twents (v. l.), Sarrandra Andrade, P. Achim Haberland. Foto: Sr. Theresita M. Müller
Charlotte Muis, Thomas Twents. Foto: Sr. Theresita M. Müller
Charlotte Muis, Thomas Twents. Foto: Sr. Theresita M. Müller

Einer der Busse ging an die Frauenfazenda da Esperanca Riewend in Päwesin im Erzbistum Berlin. „Wir verkaufen sonntags unsere Produkte in den Gemeinden, dafür brauchen wir ein großes Fahrzeug. Der Verkauf ist ein Teil unserer Finanzierung“, sagt Sarrandra Andrade, die Leiterin des Hofes. „Das Orange des Busses macht uns interessant, wenn wir unsere Eier und unseren Holundersaft zu den Menschen bringen“, ergänzt Pater Achim Haberland. Die Fazenda Riewend bietet als anerkannte Therapieeinrichtung „Therapie statt Strafe“ zwölf Frauen Platz. Zahlreiche Gruppen, Schulklassen und Einzelgäste besuchen die Fazenda, sie und auch Fazenda-Mitarbeiter aus anderen Ländern werden mit dem BONI-Bus vom Bahnhof abgeholt.

Die Gemeinschaft Chemin Neuf in Berlin erhielt ihren ersten BONI-Bus für ihre vielfältigen Projekte in und um Berlin wie das Studentinnenheim, die Arbeit mit Jugendlichen, das Angebot von Exerzitien und vieles mehr. Das rapsgelbe Fahrzeug wird ab und an auch einmal den Weg nach Bonn zurücklegen, wo die in Frankreich gegründete Gemeinschaft ebenfalls eine Niederlassung hat.

Andreas Ataman (v. l.), Pfr. Peter Wohs, Thomas Twents. Foto: Sr. Theresita M. Müller
Andreas Ataman (v. l.), Pfr. Peter Wohs, Thomas Twents. Foto: Sr. Theresita M. Müller
Thomas Twents (v. l.), Pfr. Dietmar Wellenbrock, Bernd Oelschlägel. Foto: Sr. Theresita M. Müller
Thomas Twents (v. l.), Pfr. Dietmar Wellenbrock, Bernd Oelschlägel. Foto: Sr. Theresita M. Müller

Das Erzbistum Hamburg erhielt zwei rapsgelbe Fahrzeuge. Die Pfarrgemeinde St. Maria – St. Vicelin in Neumünster erhielt einen der Busse. Der weitläufige pastorale Raum mit 8.000 Katholiken ist auf Mobilität angewiesen. „Man braucht viel Zeit für Fahrten, darum freuen wir uns sehr über diese mobile Hilfe“, sagt ePfarrer Peter Wohs bei der Übergabe des rapsgelben Busses und ergänzte mit Hinweis auf das KFZ-Schild NMS für Neumünster: „NMS kann man auch anderes deuten: wir fahren Nur Mit Segen.“

Der andere BONI-Bus ging an die Gemeinde Herz Jesu in Rostock. „In der größten Pfarrei Mecklenburg-Vorpommerns geht ohne BONI-Busse gar nichts“, erklärte Pfarrer Dietmar Wellenbrock, „die Ost-West-Ausdehnung unserer Gemeinde beträgt 130 Kilometer, die Nord-Süd-Ausdehnung 50 Kilometer. Wir brauchen die Fahrzeuge als Kirchbusse für die Senioren, die Kindertagesstätten, die Arbeit mit Jugendlichen und so weiter.“

Thomas Twents (v. l.), Wolfgang Wiesner, Thomas Fohrmann. Foto: Sr. Theresita M. Müller
Thomas Twents (v. l.), Wolfgang Wiesner, Thomas Fohrmann. Foto: Sr. Theresita M. Müller

Die Gemeinde St. Marien in Delmenhorst im Bistum Münster freut sich über den zusätzlichen BONI-Bus. Die 14.000 Katholiken starke Kirchengemeinde nutzt ihre rapsgelben Busse zum Beispiel für die tägliche Fahrt der Schulkinder in die katholische Grundschule, für Seniorennachmittage, Zeltlager und Fahrten zum Sonntagsgottesdienst. Lange Zeit haben die Busse auch Flüchtlinge zum Sprachunterricht gebracht. „Diese Flüchtlinge der ersten Stunde sind sehr gut integriert und es gibt zahlreiche gute persönliche Kontakte mit ihnen“, sagt Wolfgang Wiesner beim Abholen des Busses. Das Nummernschild hat die Gemeinde bewusst ausgesucht: „DEL-GL 534 bedeutet: Delmenhorst, Gotteslob 534, dort steht das Lied ‚Maria, breit den Mantel aus‘, das passt zur Pfarrei St. Marien“, ergänzte Pastoralreferent Thomas Fohrmann.

(tm)  

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