Das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken unterstützt katholische Christen überall dort, wo sie in einer extremen Minderheitensituation, in der Diaspora, ihren Glauben leben.

Mit seiner Bau-, Verkehrs-, Kinder- und Glaubenshilfe fördert es Projekte in Deutschland, Nordeuropa und dem Baltikum.

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13.05.2018

Gefragte Gebote und Frieden findende Persönlichkeiten - Resümee vom Katholikentag

Schulter an Schulter, dichtes Gedränge und lange Schlangen: Ein Bild, das sich in den letzten Tagen vor der Münsteraner Liebfrauen-Überwasserkirche abzeichnete. Anlässlich des 101. Deutschen Katholikentages zog die Ausstellung "Udos 10 Gebote" in nur sechs Tagen 41.600 Menschen an. Das Bonifatiuswerk präsentierte eine moderne und zeitgenössische Interpretation der 10 Gebote des bekannten Rockmusikers Udo Lindenberg.

Die Werke, die als eine Charta der Menschenrechte verstanden werden können, so wie es der Generalsekretär des Bonifatiuswerkes, Monsignore Georg Austen, beschreibt, sind über den Katholikentag hinaus noch bis zum 21. Mai in der Liebfrauen-Überwasserkirche zu besichtigen. Dort sind auch weiterhin Sondermarken mit Motiven der Ausstellung erhältlich.

Vielfältigen Dialog gestärkt

Doch nicht nur im Rahmen der Ausstellung, mit den zum Teil polarisierenden Bildern, kam es zum regen Austausch, sondern auch am Informationsstand des Bonifatiuswerkes auf der Kirchenmeile herrschte bei den vielen Besuchern großes Interesse an der Arbeit des Hilfswerkes. "Es ist sehr erfreulich, dass wir im Rahmen des Katholikentages den Kontakt zu Spendern, zu Menschen aus der Pastoral und unseren Partnern, sowohl in Deutschland als auch in Nordeuropa, intensivieren konnten. Neue Projekte für die Zukunft wurden geplant", so fasste es Monsignore Georg Austen zusammen.

Ausstellung "Udos 10 Gebote" hat in nur sechs Tagen 41.600 Menschen angezogen. Foto: Thersea Meier

Persönlichkeiten aus Kirche und Politik suchten gerne den Weg zum Stand des Hilfswerkes für den Glauben. So kam es zum Beispiel kurzerhand zu einem runden Tisch mit Julia Klöckner, CDU-Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Andrea Nahles, Partei- und Fraktionsvorsitzende der SPD und dem Erzbischof von Berlin, Dr. Heiner Koch. Sie informierten sich über die Situation der Kirche in Nordeuropa und über konkrete Projekte in Deutschland.

"Der Christ als Taxifahrer"

v.r. Anders Kardinal Arborelius stellt zusammen mit Pater Dominik Terstriep SJ sein neues Buch "Mit heiliger Ungeduld" vor. Foto: Theresa Meier
v.r. Anders Kardinal Arborelius stellt zusammen mit Pater Dominik Terstriep SJ sein neues Buch "Mit heiliger Ungeduld" vor. Foto: Theresa Meier

Neben Gästen aus dem Baltikum, wie Erzbischof Dr. Zbigņevs Stankevičs aus Riga, war mit Anders Arborelius der erste Kardinal Nordeuropas vor Ort. Neben der Vorstellung seines neuen Buches "Mit heiliger Ungeduld", ermutigte er als Hauptzelebrant einer vom Bonifatiuswerk gestalteten Eucharistiefeier in der Lambertikirche die Besucher, ihre persönliche Liebesgeschichte mit Gott zu erzählen, denn "dann werden die Anderen immer lauschen und etwas lernen." 

Einen konkreten Vorschlag, wie das zu praktizieren sei, lieferte der Bischof von Dresden-Meißen: "Christen müssten Taxifahrer sein, die die Menschen mitnehmen und zu Christus führen", so könne sich die Evangelisierung vollziehen, sagte Heinrich Timmerevers bei einer Werkstatt zu missionarischen Aufbrüchen in der Diaspora unter dem Leitwort "Dem Neuen trauen".

Bekannte Persönlichkeiten über persönliche Krisen

Sich trauen und seine eigene Schicksalsgeschichte öffentlich erzählen, das haben der emeritierte Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, der ehemalige Manager Thomas Middelhoff und Gisela Mayer vom Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden, auf eindrückliche und bewegende Weise getan. Auf dem Podium „Meinen Frieden finden – Glauben und Zweifeln nach persönlichen Krisen“ wurde deutlich, dass jeder seinen persönlichen Weg gefunden hat, mit dem Erlebten umzugehen. Aber allen habe die Kraft des Glaubens dabei geholfen.

Generalsekretär Monsignore Austen begrüßt die Gäste im vollbesetzten Hörsaal zum Podium. v.l.: Msgr Georg Austen, Gisela Mayer, Erzbischof em. Dr. Robert Zollitsch, Prof. Dr Barbara Krause und Thomas Middelhoff. Foto: Theresa Meier

Unterstrichen wurde das Podium mit einem Impuls von Pater Dr. Anselm Grün. Er betonte, dass Krisen auch immer als eine Chance betrachtet werden können, um eine neue Qualität des Lebens zu leben. "Man muss die Freiheit behalten, um auf Krisen zu antworten und nicht in der Opferrolle zu verharren", sagte der klösterliche Bestsellerautor. Dabei würden die Worte der Bibel als Hoffnungsbilder helfen.

Biblische Tiere im Allwetterzoo Münster

"Tiere der Bibel" live erleben konnten Kinder und Erwachsene im Allwetterzoo in Münster. Foto: Theresa Meier

Wie Bibel lebhaft erfahrbar ist, haben zwei Zooführungen gezeigt. In Anlehnung an den Aktionstag des Bonifatiuswerkes „Tiere der Bibel“ lernten Kinder und Erwachsene im Allwetterzoo Münster viel über ihre symbolische Bedeutung in den biblischen Texten und wurden für Werte wie Schöpfungsbewahrung sensibilisiert.

"Aus diesem Katholikentag, so habe ich es durch die Begegnungen mit vielen Menschen erlebt, nehmen wir Hoffnung und Zuversicht mit, uns gemeinsam und gestärkt im Glauben füreinander solidarisch einzusetzen, vor allem dort, wo Christen in einer Minderheit leben", fasste Monsignore Georg Austen das fünftägige Treffen der Katholiken in Münster zusammen.

 (thmei)   

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