Das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken unterstützt katholische Christen überall dort, wo sie in einer extremen Minderheitensituation, in der Diaspora, ihren Glauben leben.

Mit seiner Bau-, Verkehrs-, Kinder- und Glaubenshilfe fördert es Projekte in Deutschland, Nordeuropa und dem Baltikum.

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02.10.2017

„Jeder Sonntag ist wie Pfingsten in Jerusalem“

Delegation aus dem Bistum Oslo besucht Bonifatiushaus in Paderborn

Von Links: Kaplan Tomasz Bazula, Generalvikar Ole Martin Stamneströ, Heinz Paus (Präsident Bonifatiuswerk), Bischof Bernt Eidsvig, Pfarrer Nguyen Duc Khiem, Monsignore Georg Austen, Pfarrer Dominic Nguyen Van Than, Pfarrer Piotr Ostafin und Kaplan Slawomir Sczuba. Foto: Patrick Kleibold
Delegation aus dem Bistum Norwegen zu Besuch im Bonifatiuswerk in Paderborn. Foto: Patrick Kleibold

Derzeit gehören etwa 160.000 Menschen aus 202 Nationen der katholischen Kirche in Norwegen an. Diese machen ungefähr 3,3 Prozent der Gesamtbevölkerung aus. Die Kirche steht jedoch vor großen Herausforderungen, und das obwohl sie bunt und lebendig ist und die Anzahl der Katholiken stetig wächst.

Die größte Schwierigkeit bestehe darin, die Vielzahl an Nationen mit unterschiedlichen Sprachen und kulturellen Hintergründen zu integrieren, sagte der Bischof von Oslo, Bernt Eidsvig, der gemeinsam mit dem Generalvikar des Bistums, Ole Martin Stamnestro, und fünf Priestern aus dem Bistum das Bonifatiuswerk besucht hat.

In Paderborn trafen sie sich mit dem Generalsekretär des Bonifatiuswerkes, Monsignore Georg Austen, zu einem Informationsgespräch über die Entwicklung der katholischen Kirche in Norwegen. Austen gab den Besuchern einen Einblick in die Arbeit des international tätigen Hilfswerkes. Darüber hinaus ging es im Gespräch um den Fortgang und die weitere zeitliche Planung der aktuell unterstützten Projekte in Norwegen. Besprochen wurden u.a. die Perspektiven der zukünftigen Zusammenarbeit zwischen dem Bonifatiuswerk und dem Bistum Oslo.

Ähnlich wie auch in allen Diözesen Deutschlands gelte für die katholische Kirche in Norwegen die prioritäre Aufgabe, Kinder- und Jugendliche zu erreichen und in das Gemeindeleben einzubinden, sagte Bischof Eidsvig. Derzeit seien 100 Priester in der Seelsorge im Einsatz. Im Verhältnis zu den Katholikenzahlen sei dies eine gute Quote. Die Herausforderungen für die Kirche ergeben sich aus den flächenmäßig riesigen Kirchengemeinden und der Heterogenität der vielen Gläubigen.

„Zwar erleben wir eine bunte und lebendige Kirche, worüber wir uns auch sehr freuen. Für uns ist jeder Sonntag wie Pfingsten in Jerusalem“, sagte Eidsvig. Die Priester kämpften jedoch mit der Herausforderung die riesige heterogene Gruppe zu bedienen. An Sonntagen würden bereits Gottesdienste in sechs bis zehn Sprachen gefeiert. „Die katholische Kirche in Norwegen ist keinesfalls norwegisch geprägt. Nur 15 Prozent der Gläubigen sind in Norwegen geboren“, sagte Eidsvig.

Mit Blick auf die aus Polen stammenden Katholiken, die rund 51 Prozent der Katholiken ausmachen, müsse darauf geachtet werden, dass diese Gruppe ihre Eigenständigkeit behalte. Denn es sei unmöglich, eine Mehrheit in eine Minderheit zu integrieren. Als Wunsch und Ziel für die kommenden Jahre gab Eidsvig aus, die Katechese und die Kinder- und Jugendarbeit zu intensivieren, weitere sprachliche Messangebote zu schaffen und für alle Katholiken die seelsorgerischen Angebote auszubauen.

(pk)

Kostenlose Weiterbildungen

Ziel des Bonifatiuswerkes im Europäischen Kulturerbejahr 2018 ist es, das Potential der eigenen europäischen und christlichen Wurzeln im Leben junger Menschen zu (re)aktivieren.

Zum Angebot gehören unter anderem kostenfreie Weiterbildungen (Feb/März) zum zeitgemäßen Umgang mit christlichen Ritualen, Bräuchen und Heiligen, Materialien zum Einsatz im Unterricht und in der Katechese sowie ein Medienwettbewerb.

Termine Weiterbildung:

22.02. Erfurt
01.03. Detmold
09.03. Limburg
14.03. München
24.03. Hamburg

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Aktuelle Publikationen

Im Mittelpunkt des neuen Bonifatiusblattes steht das Thema "Herkunft hat Zukunft- Hoffnungsvolle Aufbrüche in der Diaspora".

Die aktuelle Ausgabe der Kinderzeitschrift "boni kids" thematisiert die Adventszeit. Mehr Infos

Und das neue Heft der Schriftenreihe „Lebendiges Zeugnis“ (04/2017) widmet sich dem Thema "Alter".

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