Das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken unterstützt katholische Christen überall dort, wo sie in einer extremen Minderheitensituation, in der Diaspora, ihren Glauben leben.

Mit seiner Bau-, Verkehrs-, Kinder- und Glaubenshilfe fördert es Projekte in Deutschland, Nordeuropa und dem Baltikum.

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18.05.2017

Lehrerin darf auch Fischsymbol nicht tragen

Bonifatiuswerk fordert Diskurs über Berliner Neutralitätsgesetz

Eine Berliner Lehrerin, die auf Betreiben der Schulleitung eine Halskette mit einem Kreuz ablegen musste, soll nun im Unterricht ein anderes christliches Symbol getragen haben. Dabei handele es sich um einen Fisch-Anhänger, berichteten die Berliner Medien, den sie nun offenbar auch nicht mehr tragen darf. Die Anweisung der Schulleitung wurde begründet mit dem Berliner Neutralitätsgesetz, das vorschreibt, dass keine religiösen Symbole in Bildungseinrichtungen getragen werden dürfen. Kein Verständnis für diese Entscheidung hat das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken, das die Berliner Politiker dazu auffordert, in einen Diskurs über das Neutralitätsgesetz einzutreten und dieses kritisch zu hinterfragen.

"In Deutschland leben wir in einer Gesellschaft, in der die religiöse Überzeugung öffentlich ausgelebt werden darf. Das garantiert uns die Religionsfreiheit. Diese Freiheit setzt aber etwas Bedeutendes voraus, und das ist die notwendige Toleranz gegenüber allen Religionen. Ein Verbot von religiösen Symbolen hingegen ist ein deutlicher Akt fehlender Toleranz. Dabei sollte es Auftrag unserer Schulen sein, Kindern und Jugendlichen nicht nur Toleranz zu lehren, sondern auch eine Toleranz für das Tragen solcher Symbole zu schaffen", sagte der Generalsekretär des Bonifatiuswerkes, Monsignore Georg Austen. Zugleich sei das Verbot von religiösen Symbolen kontraproduktiv für das Miteinander unterschiedlicher Kulturen und Religionen, denn für einen offenen und respektvollen Dialog seien die eigenen Werte und Traditionen unverzichtbar. "Wir sollten selbstbewusst den eigenen Glauben leben, unsere werteorientierten Traditionen – die häufig Grundlage unserer Kultur und unserer christlichen Feste und Bräuche sind – pflegen und auskunftsfähig über die Inhalte des Glaubens sein, denn nur so kann ein friedliches, solidarisches und respektvolles Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen gelingen. Es ist an der Zeit in einen Diskurs über ein solches Gesetz einzutreten und dieses kritisch zu hinterfragen", fügte Austen hinzu.

Das seit 2005 geltende Neutralitätsgesetz verbietet bestimmten staatlichen Bediensteten wie Lehrkräften, im Dienst deutlich erkennbare religiöse Kleidungs- und Schmuckstücke zu tragen. Bereits seit längerem drängen die beiden großen Kirchen in Deutschland auf eine Änderung und fordern eine gesellschaftliche Debatte über das Verständnis von Neutralität. Auch Linkspartei und Grüne sehen die gegenwärtige Auslegung des Gesetzes kritisch. Deren Koalitionspartner SPD will jedoch daran festhalten. Bei einem Landesparteitag der Sozialdemokraten am Samstag steht das Gesetz auf der Tagesordnung.

(pk)

Termine & Veranstaltungen 2017

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November

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19.11. Bundesweiter Diaspora-Sonntag
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25.11. Zertifikatskurs Nikolaus im Europapark in Rust
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Die aktuelle Ausgabe der Kinderzeitschrift "boni kids" beschäftigt sich mit dem Thema "Reformation". Mehr Infos

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