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09.05.2015

Leipziger Propstei Sankt Trinitatis zum Gotteshaus geweiht

Ostdeutschlands größter Kirchenneubau seit der Wende steht

Leipzig hat von nun an wieder ein katholisches Gotteshaus im Stadtzentrum.
Leipzig hat von nun an wieder ein katholisches Gotteshaus im Stadtzentrum.

Das lange Warten hat nun ein Ende, Leipzigs neue Propsteikirche Sankt Trinitatis wurde heute Vormittag feierlich durch Bischof Heiner Koch geweiht. Damit hat Leipzig acht Jahre nach der Beschlussfassung und nach über zwei Jahren Bauzeit ein neues, beeindruckendes Gotteshaus mitten im Stadtzentrum.

Dresden-Meißens Bischof Dr. Heiner Koch ist von der Bedeutung der Propstei für Leipzig überzeugt: „Sie ist ein Denkmal an einer ganz prominenten Stelle: ein Denkmal für Gott, der sich sicher darüber freut, und für den Glauben an ihn. Dieses Zeichen ist in einer Stadt, in der nur vier Prozent der Einwohner katholisch sind, nicht gerade selbstverständlich. Die Kirche zeigt zudem, dass hier eine lebendige, junge und wachsende Gemeinde besteht, der ihr altes Gotteshaus zu klein geworden ist. Sie ist damit ein Ausrufezeichen in unserer Gesellschaft!“

Bei der Einweihung waren vom Bonifatiuswerk der Ehrenpräsident Georg Freiherr von und zu Brenken, der Generalsekretär Monsignore Georg Austen und Präsident Heinz Paus dabei. "Es war ein bewegender und beeindruckender Weihegottesdienst - auch mit einem ausdrücklichen Dank an das Bonifatiuswerk. In Leipzig kommt nun eine Kirche in die Mitte der Stadt - ins Herz. Möge sie die Herzen der Menschen öffnen und die Frohe Botschaft Jesu die Herzen der Menschen erreichen", sagte Monsignore Austen.

Bischof Heiner Koch und Monsignore Georg Austen. Foto: Michael Baudisch
Einweihung Propstei
Monsignore Georg Austen und Nuntius Nikola Eterović. Foto: Katrin Sijbom
Monsignore Georg Austen und Nuntius Nikola Eterović. Foto: Katrin Sijbom

Die neue Propsteikirche am Martin-Luther-Ring soll von nun an 600 Gottesdienstbesuchern Platz bieten, die im trapezförmigen, 14 Meter hohen Kirchenraum die heilige Messe feiern werden. Der Kirchenraum wird nur durch ein einziges Kirchenfenster erhellt, welches aber durch seine 22 Meter Länge genügend Licht einfallen lässt. Das Fenster wurde von dem jungen Leipziger Künstler Falk Haberkorn geschaffen. Auf zwei hintereinander liegenden Scheiben hat er den gesamten Text der Bibel abgedruckt, von dem jedoch, je nach Lichteinfall, entweder nur das Alte oder das Neue Testament zu lesen sind.

Ökologisch nachhaltige Propstei

Der Propstei liegt ein ökologisches Nachhaltigkeitskonzept zugrunde, was unter anderem beinhaltet, dass in den 50 Meter hohen Kirchturm ein Falken-Pärchen angesiedelt werden soll. Die komplette Fassade ziert Rochlitzer Porphyr-Tuff, auch "Sächsischer Marmor" genannt, ein Material, dass vor allem in Sachsen zu finden ist und typisch für die gesamte Region ist. Von dem Nachhaltigkeitskonzept ist auch der Propst der Gemeinde Gregor Giele überzeugt: „Es war von vorneherein klar, dass es ein sehr nachhaltiger Bau wird. Ein Bau mit Sonnenstrom, mit Erdwärmeheizung, mit der Verwendung regionaler Baustoffe und mit der Beachtung, dass das Bauwerk auch anpassungsfähig bleibt für die Entwicklung der Technik und der Bedürfnisse der Gemeinde. Wir wollen sagen können, dass es eine nachhaltige Kirche der Zukunft ist.“

Der gesamte Bau ist mit 17 Millionen Euro verhältnismäßig günstig, das Bonifatiuswerk konnte 1,5 Millionen Euro aus allgemeinen Spendenmitteln zur Verfügung stellen. Zugleich hat das Bonifatiuswerk für die Propsteigemeinde  die Verwaltung der Spendenmittel übernommen und kann hier Spenden von 2,6 Millionen Euro vermelden, die eins zu eins an die Propstei weitergeleitet wurden. Somit wird über das Bonifatiuswerk der Bau der neuen Propsteikirche bislang mit insgesamt knapp 4,1 Millionen Euro unterstützt.

Monsignore Georg Austen, Nuntius Nikola Eterović, Bischof Dr. Heiner Koch, Präsident Heinz Paus und Ehrenpräsident Freiherr Georg von und zu Brenken. Foto: Katrin Sijbom
Monsignore Georg Austen, Nuntius Nikola Eterović, Bischof Dr. Heiner Koch, Präsident Heinz Paus und Ehrenpräsident Freiherr Georg von und zu Brenken. Foto: Katrin Sijbom
Der Präsident des Bonifatiuswerkes, Heinz Paus, hielt zur Einweihung der Propstei in Leipzig ein Grußwort. Foto: Michael Baudisch
Propstei Leipzig

„Wenn ich hier heute erstmals in diesem Gotteshaus stehen kann, mit allen Sinnen dieses gelungene Bauwerk auf mich wirken lasse, erfüllt es mich mit großer Freude, dass wir als Hilfswerk für den Glauben unseren Beitrag zum Bau der neuen Propstei leisten konnten“, sagte der Präsident des Bonifatiuswerkes Heinz Paus in seinem Grußwort, dass er während des Weihe-Gottesdienstes halten durfte.

Das Grußwort von Präsident Heinz Paus finden Sie hier, das weitere Programm zum Festwochenende als Link hier.

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