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15.05.2015

Migrationskonferenz im Rahmen der Europawoche in Paderborn

Paderborns Bürgermeister Michael Dreier begrüßt mit Dr. Ulrike Kurth vom Westfälischen Forum für Kultur und Bildung e.V. die Teilnehmer der Migrationskonferenz. Foto: Markus Buthe
Paderborns Bürgermeister Michael Dreier begrüßt mit Dr. Ulrike Kurth vom Westfälischen Forum für Kultur und Bildung e.V. die Teilnehmer der Migrationskonferenz. Foto: Markus Buthe

„Migration als Chance - Potentiale erkennen“ - So lautete das Thema der diesjährigen Konferenz in der Europawoche, die zum 17. Mal in Paderborn stattgefunden hat. In den zurückliegenden Jahren ist das Netzwerk aus europäischen Teilnehmern, die sich auf Einladung des Westfälischen Forums für Kultur und Bildung e.V. und des Westfalen-Kollegs in Paderborn treffen, immer größer geworden. Zur diesjährigen Tagung waren 150 Gäste aus 15 europäischen Ländern angereist. Dies ließ sich nicht zuletzt aufgrund der Unterstützung durch das Bonifatiuswerk realisieren. Es waren aus Schweden und Finnland insgesamt 13, aus den baltischen Ländern 23 Vertreter der Partnereinrichtungen in Göteborg, Kontiolahti, Tallinn, Liepaja und Kaunas angereist.

Zur Eröffnung der Konferenz am Freitag (08.05.15) trafen sich alle Teilnehmer im Historischen Rathaussaal zur feierlichen Eröffnung der Tagung. Der Paderborner Bürgermeister Michael Dreier, die Leiterin der Konrad-Adenauer-Stiftung für Westfalen Beate Kaiser aus Dortmund und Monsignore Georg Austen, Generalsekretär des Bonifatiuswerkes, leiteten in ihren Grußworten aus verschiedenen Perspektiven auf das Thema „Migration“ hin. Diese Annäherung war eine gute Grundlage, um dann die biographischen Anmerkungen, die im Anschluss drei Studierende des Westfalen-Kollegs einbrachten, genau zu verstehen. Alle drei - Hassan Kabalan, Abdullah Naous und Nebahat Topsakal - können persönlich von Migration berichten, davon, wie es ist, zwischen verschiedenen Kulturen hin und hergerissen zu werden, wie sehr es eine Familie belasten kann, wenn sie ständig den Gedanken hegt wieder zurückgehen zu wollen und sich am Ende dann aber doch entscheidet, zu bleiben.

Die kurzen Skizzen der drei Studierenden gaben dem diesjährigen Thema ein Gesicht und eine konkrete Anknüpfung, denn so wurde nicht über Zahlen, über Schwierigkeiten und Probleme debattiert, sondern die individuellen Geschichten sensibilisierten die Teilnehmer für das Thema.

Monsignore Georg Austen erhält von Dr. Ulrike Kurth die erste Ausgabe des neuen Spiels "Helden & Heilige". Foto: Markus Buthe
Monsignore Georg Austen erhält von Dr. Ulrike Kurth die erste Ausgabe des neuen Spiels "Helden & Heilige". Foto: Markus Buthe
Haben an der Umsetzung des Spiels "Helden & Heilige" mitgewirkt: Monsignore Georg Austen (Bonifatiuswerk), Sture Lingrell (SE), Dr. Alica Hanckova (SK) Micheal O`Maille (IR), Milka Rashkova (BG), Robert Nederkoorn (NL) und Dr. Ulrike Kurth (Westf. Forum für Kultur und Bildung e.V., von links). Foto: Markus Buthe
Haben an der Umsetzung des Spiels "Helden & Heilige" mitgewirkt: Monsignore Georg Austen (Bonifatiuswerk), Sture Lingrell (SE), Dr. Alica Hanckova (SK) Micheal O`Maille (IR), Milka Rashkova (BG), Robert Nederkoorn (NL) und Dr. Ulrike Kurth (Westf. Forum f

Aber neben der Einführung in die weiteren Veranstaltungen (Workshops in EU-Projektpartnerschaften, 17. Symposium im Westfalen-Kolleg, Preview zur Caritas-Ausstellung im Sommer) gab es im Rathaus noch ein besonders Highlight. In der europäischen Schulpartnerschaft „Helden & Heilige“, die im letzten Jahr zu Ende ging, war Material entstanden, dass eine gute Vorlage für ein Spiel bot. Weder war es während der Laufzeit möglich das Spiel fertigzustellen, noch gab es im Rahmen des EU-Projektes eine finanzielle Förderung für den Druck. Nun hat das Bonifatiuswerk eine Anschubfinanzierung zur Verfügung gestellt und die deutsche Ausgabe konnte gedruckt werden. Es geht um 20 europäische Heilige, die mit ihren je individuellen Symbolen auf 20 Spielkarten dargestellt wurden. Nun müssen im Spiel die richtigen Paare zusammengefügt werden. Auf der ersten Karte ist die Abbildung des Heiligen groß dargestellt und das Symbol ist klein in einer Ecke aufgenommen, auf der zweiten - korrespondierenden Karte - ist das Symbol groß dargestellt und das Bild des Heiligen klein in der Ecke. „Saints & Symbols“ heißt dieses Spiel, das beim MEDIEN-VERLAG erschienen ist. Neben den 40 Spielkarten ist ein Begleitheft beigelegt, in dem die 20 Heiligen kurz vorgestellt werden und der Zusammenhang zu ihrem Symbol erläutert wird.

Die Übersetzung des Textes ins Schwedische findet gerade statt, als nächstes wird über eine Übersetzung ins Bulgarische nachgedacht.

Das erste Spiel erhielt Monsignore Austen am Freitagmorgen als Dankeschön und zugleich als Überraschung. Aber nicht nur er, der die Produktion maßgeblich ermöglicht hatte, war anwesend bei der Premiere, sondern auch alle Partner, die zum Material im Projekt „Helden & Heilige“ beigetragen hatten. So konnten auch sie eine erste Ausgabe für ihre Einrichtungen in Empfang nehmen und die ersten Spiele sind nun auf dem Weg nach Bulgarien, Irland, in die Niederlande, nach Schweden und in die Slowakei.

Die Gäste im Rathaus nahmen sowohl die nachdenklichen Töne und unterschiedlichen Empfindungen zum Thema Migration wahr, als auch die ungetrübte Freude und Begeisterung über ein gelungenes Produkt aus einer EU-Lernpartnerschaft. Abgerundet wurde diese Veranstaltung durch eine musikalische Untermalung durch die Dozenten der Kunst- und Musikschule in Sliac (SK). Auch hier ermöglichen die partnerschaftlichen Verbindungen zu einer Einrichtung eine professionelle Aufführung, die die Partner aufgrund der großen Verbundenheit ohne weiteres leisten. Ein sehr anregender Vormittag, für den man in all seinen Elementen nur dankbar sein kann.

(Ulrike Kurth)

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