Das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken unterstützt katholische Christen überall dort, wo sie in einer extremen Minderheitensituation, in der Diaspora, ihren Glauben leben.

Mit seiner Bau-, Verkehrs-, Kinder- und Glaubenshilfe fördert es Projekte in Deutschland, Nordeuropa und dem Baltikum.

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25.08.2014

Zehn Tage zu Fuß durch Schweden

Bonifatiuswerk unterstützt Fußwallfahrt

Bereits seit über 30 Jahren findet jährlich eine Fußwallfahrt statt, die von Pfarrer Bernhard Ollmert organisiert wird, der als Kankenhausseelsorger im Erzbistum Berlin tätig ist. Es geht dabei jedes Mal zu Fuß zu unterschiedlichen Zielen innerhalb und außerhalb Deutschlands. Jeden Sommer schließen sich einige Pilger-Erfahrene und Pilger-Neulinge zusammen. In diesem Jahr ging es für 17 Deutsche und eine Schwedin, die als Dolmetscherin diente, nach Schweden, um dort von Skara nach Vadstena zu pilgern. Skara ist der älteste Bischofssitz in Schweden (1014 gegründet), in Vadstena wurde 1346 der Grundstein für ein von der heiligen Birgitta gegründetes Doppelkloster des Erlöserordens (Birgittenorden) gelegt. Birgitta ist – neben Katharina von Siena und Edith Stein – Mitpatronin Europas. 2014 förderte das Bonifatiuswerk die Wallfahrt mit 800 Euro.

Die meisten Teilnehmer der Gruppe stammten aus katholischen Gemeinden aus Berlin und Brandenburg. Drei weitere Teilnehmer hingegen wollten einfach einmal in den katholischen Glauben „reinschnuppern“. Die jüngsten Wallfahrer in diesem Jahr waren 16 Jahre alt, der älteste Wallfahrer 64 Jahre.

Der Ankunfts-Sonntag wurde feierlich mit der heiligen Messen im Dom Skaras begangen, am Montag morgen begann schließlich die Wallfahrt, sie ihre eigenen „Wallfahrtsregeln“ hatte.  Es galt kein Alkohol, kein Nikotin, kein Koffein und auch kein alleiniges einkaufen mehr. Was sich schwer anhört, bedeutete für die Teilnehmer, frei zu werden von äußeren Zwängen und dankbar zu sein für sonst Selbstverständliches (wie zum Beispiel eine Dusche).

Jeder Wallfahrtstag begann danach mit einer heiligen Messe. Nach der ersten Wegstrecke von circa zwei Stunden wurde eine „Statio“ gehalten, das Tagesevangelium gelesen und dazu ein geistlicher Impuls gegeben. Zudem gabe es eine „Tagesfrage“, über die die Teilnehmer in der anschließenden Wegstunde, die im Schweigen zurückgelegt wurde, nachdenken konnten. So konnten auch die zahlreichen Kleinigkeiten am Wegrand gesehen werden. Auf dem Weg diente jede Kirche, jedes Wegkreuz und jeder Friedhof zu einer kleinen Rast, an der für die Menschen an diesem Ort gebetet und gesungen wurde. Desöfteren bot sich auch  die Möglichkeit das Bußsakrament zu empfangen.

Da jeder nur einen kleinen Tagesrucksack dabei hatte, war die Freude nach einer längeren Wegstrecke sehr groß, als von Ferne schon das Wallfahrtsauto zu sehen war. Dieses Auto war ein BONI-Bus, der – ebenso wie die Wallfahrt – vom Bonifatiuswerk gefördert wurde. Auf einer großen Plane gab es danach meist ein Essen und alle Teilnehmer konnten die Zeit zum Ausruhen nutzen. Dann ging es weiter zu dem vorher festgelegten Übernachtungs-Quartier, welches meist ein Gemeindehaus der schwedischen Kirche darstellte. Die schwedische Kirche ist evangelisch-lutherisch geprägt und eine ehemalige Staatskirche.

Dem Abendbrot folgte täglich ein längeres Abendgebet, bei dem die Gruppe ihren Dank und Ihre Bitten vor Gott tragen kann konnten.

Nach zehn Lauftagen, einem Ruhetag und 250 zurückgelegten Kilometern wurde dann das Wallfahrtsziel Vadstena erreicht. Hier konnte am Reliquienschrein der Heiligen gebetet und um ihre Fürsprache gebeten werden.

Gemeindereferentin Cordula Napieraj kann zufrieden auf die Fußwallfahrt zurückblicken: „Was von so einer Wallfahrt bleibt, liegt in Gottes Hand. Aber irgendwie ist es immer ein „Berühren von Himmel und Erde“, und dafür können wir von Herzen danken.“

 

 

Die Pilgerfahrt führte entlang zahlreicher Seen und vielschichtiger Landschaften. Foto: Cordula Napieraj
Die Pilgerfahrt führte entlang zahlreicher Seen und vielschichtiger Landschaften. Foto: Cordula Napieraj
Jeder Morgen begann mit einer kurzen Messe. Foto: Cordula Napieraj
Jeder Morgen begann mit einer kurzen Messe. Foto: Cordula Napieraj
Am Schrein der heiliegen Birgitta konnte gebetet werden. Foto: Cordula Napieraj
Am Schrein der heiliegen Birgitta konnte gebetet werden. Foto: Cordula Napieraj
Während der Statio wurde Kraft für den nächsten Wegabschnitt gesammelt. Foto: Cordula Napieraj
Während der Statio wurde Kraft für den nächsten Wegabschnitt gesammelt. Foto: Cordula Napieraj
Insgesamt legten die Teilnehmer 250 Kilometer zu Fuß zurück. Foto: Cordula Napieraj
Insgesamt legten die Teilnehmer 250 Kilometer zu Fuß zurück. Foto: Cordula Napieraj
Mit dem BONI-Bus als Wallfahrtsauto wurde der Proviant transportiert. Foto: Cordula Napieraj
Mit dem BONI-Bus als Wallfahrtsauto wurde der Proviant transportiert. Foto: Cordula Napieraj

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