ZEUGNIS GELEBTEN GLAUBENS

Caritas-Hospiz Katharinenhaus Berlin-Reinickendorf

Gerade in diesen Zeiten ist die seelsorgliche Begleitung ein wichtiger Bestandteil der Hospizarbeit. (Foto: Alfred Hermann)
Gerade in diesen Zeiten ist die seelsorgliche Begleitung ein wichtiger Bestandteil der Hospizarbeit. (Foto: Alfred Hermann)

Die Caritas Krankenhilfe Berlin gGmbH baut zur Zeit auf dem Gelände der Caritas-Klinik Dominikus das zweite katholische Hospiz in Berlin. Geplant sind 14 Plätze für Hospizgäste und zwei Plätze für Besucher. Die Zimmer werden jeweils über einen eigenen Sanitärbereich verfügen. Das freistehende zweigeschossige Katharinenhaus  wurde Ende des 19. Jahrhunderts als Kinderheim (Sanatorium) errichtet und in den Fünfzigerjahren mit einem Anbau erweitert. Das Katharinenhaus kann, auch aufgrund der räumlichen Struktur, nicht alle notwendigen Flächen für den Betrieb eines Hospizes zur Verfügung stellen.

Daher ist die Errichtung eines Ergänzungsgebäudes erforderlich. Die Anordnung der Gebäude erlaubt die Ausbildung eines dreiseitig umschlossenen Innenhofes. Der Hof öffnet sich Richtung Südwesten. Die Innenräume erhalten dadurch einen großzügigen Lichteinfall mit einer angenehmen, gastfreundlichen und hellen Atmosphäre. Der Innenhof bietet in der Gestaltung Raum für einen geschützten Aufenthalt der Gäste im Freien und lädt zur Veranstaltung von vielfältigen Aktivitäten wie Weihnachtsmärkten, kleinen Festen, Gottesdiensten etc. ein.

Seelsorge im Hospiz wichtiger denn je

Bettina Gerke, ausgebildete Gemeindeassistentin und Gesundheits- und Krankenpflegerin, arbeitet bereits seit 10 Jahren im Hospiz. Seit August 2019 ist sie verantwortlich für die Seelsorge. An zwei Tagen in der Woche ist sie auch im Hospiz in der Pflege tätig. Aktuell sind die Besuchszeiten für die Angehörigen enorm eingeschränkt. Pro Tag darf nur ein Angehöriger einem Gast für eine Stunde Kraft und Hoffnung schenken. Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können den Gästen im Moment keine gemeinschaftlichen Angebote wie Spielenachmittage, Kinoabende oder Andachten ermöglichen. Ehrenamtliche, die den schwererkrankten und sterbenden Gästen normalerweise viel Zeit und Aufmerksamkeit schenken, müssen aktuell leider auch zu Hause bleiben. Zum Sterben gehört dazu, dass man loslässt und akzeptieren muss, geliebte Menschen zurückzulassen. Jetzt kommt neben der Einsamkeit auch noch die große Sorge hinzu, die eigene Familie in dieser unsicheren Zeit zurückzulassen. Die Menschen im Hospiz brauchen ihre Kraft für sich selbst und haben keine Energie, sich mit einer globalen Krise auseinanderzusetzen.

Wir helfen Schwerstkranken, wenn die Hoffnung auf Heilung nicht mehr gegeben ist.

Joachim Müller, Leiter Caritas-Hospiz Berlin-Pankow

Sterbende begleiten und Trauernde trösten

Im neuen katholischen Hospiz sollen schwerstkranke Menschen auf ihrem letzten Weg würdevoll begleitet werden. Dabei geht es nicht um das Thema Tod, sondern um den lebenden Menschen, der weiß, dass er in den kommenden Wochen oder Monaten stirbt. Ihn und seine Familie auf diesem Weg zu begleiten, das ist zentrale Aufgabe der katholischen Hospizarbeit. Auch in diesem Hospiz wird großer Wert auf die seelsorgerisch-spirituelle Begleitung gelegt. Die Gäste sollen spüren, dass sie den letzten Weg nicht alleine gehen müssen, sondern behütet, fachkompetent und seelsorglich begleitet werden. Da der Bau eines Hospizes weder vom Staat noch von Sozialkassen unterstützt wird, muss der Träger, die Caritas-Krankenhilfe Berlin gGmbH, die Baukosten alleine stemmen. Ohne solidarische Unterstützung von außen ist dies nicht machbar. Bitte helfen auch Sie! 

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Bildergalerie zum Bau des katholischen Hospizes in Berlin

IHRE ANSPRECHPARTNERINNEN ZUM PROJEKT

Haben Sie Fragen, wie Sie einzelne Projekte unterstützen können? Nicole Dürdoth (links) und Katrin Sijbom sind Ihnen gerne behilflich.

Nicole Dürdoth

Referentin Fundraising
05251 29 96-45
nicole.duerdoth@bonifatiuswerk.de

Katrin Sijbom

Referentin Fundraising
05251 29 96-33
katrin.sijbom@bonifatiuswerk.de