AKTIONSTAG DES DIÖZESANEN BONIFATIUSWERKES EICHSTÄTT

Rund 25 Personen aus verschiedenen Regionen des Bistums waren mit dabei

Aktionstag in Eichstätt. (Foto: Ulrike Pilz-Dertwinkel)
Aktionstag in Eichstätt. (Foto: Ulrike Pilz-Dertwinkel)

14.06.2019

Am Freitag, den 7. Juni 2019 fand in Altdorf bei Nürnberg ein Aktionstag des Diözesanen Bonifatiuswerkes Eichstätt statt. Kurz nach dem Festtag des Hl. Bonifatius haben sich rund 25 Personen aus verschiedenen Regionen des Bistums auf den Weg gemacht, um bei einem Neustart mit dabei zu sein. „Heute schon Kirche von Morgen werden – Kommt! Lasst Euch aufbauen!“ so der Aufruf des kommissarischen Vorstandes, der den Aktionstag geplant und dazu eingeladen hatte.

Unter der Leitung des Bischöflichen Beauftragten Herrn Domkapitular Alfred Rottler und des Geschäftsführers Dr. Markus Oelsmann war Gelegenheit, eigene Themen und Stolpersteine aus dem persönlichen Umfeld auszutauschen und dem Vorstand mitzugeben. Sehnsucht nach Spiritualität, die Suche nach Sinn bewegt die Menschen sehr, vielerorts scheint kein Platz mehr oder noch nicht dafür da zu sein. So begegnen manchen Menschen im heimischen kirchlichen Umfeld mehr Resignation statt Aufbruch.

Räume für Wachstum brauchen gegenseitige Wertschätzung

Die Sehnsucht ist groß, dass Kirche vor Ort lebendig bleibt, und dass Kirche eine Gemeinschaft für alle sein kann – mit Jesus in der Mitte! Wie können wir Schwäche und Angst überwinden, wenn die Bereitschaft zum Ehrenamt immer weiter abnimmt? Schwindende Stabilität macht Sorge und einige möchten gerne, dass es wieder wie früher wird, volle Kirchenbänke! Das was so am Zerbröckeln aussieht, soll doch wieder blühend und freundlich sein, einladend werden. Jemand erinnerte an die Trockensteinmauern, wo gerade in den Ritzen und Furchen mit wenig Erde kleine bunte Mauerpflänzchen blühen können. Dass Kinder und Jugendliche wieder neu gewonnen werden für die Kirche, wie oft können wir das immer wieder hören – obwohl wir ja alle wissen, dass Jesus nie aufgerufen hat, für die Kirche zu fischen, sondern das Evangelium allen Geschöpfen zu verkünden.

Und: Fragt die Kinder und Jugendlichen, was sie brauchen, um sich wieder willkommen geheißen zu fühlen! „Die Kirche hat durch die Krisen der letzten Zeit viel Verlust von Vertrauen erfahren. Der Aufbau von Vertrauen wird eine der Hauptaufgaben sein“, so Domkapitular Alfred Rottler. Der Austausch ist wichtig an diesem Abend. Die Stolpersteine werden das Material, um Neues zu bauen. Straßen und Brücken bauen vielleicht, um nicht nur beim Reden und Austausch zu bleiben, sondern mehr ins Handeln zu kommen. Ermutigung hierfür erfahren wir auch an diesem Freitagabend durch das Wort Gottes aus dem ersten Petrusbrief Kapitel 2, 4-10. Im Licht dieser Worte wurde deutlich, wie all die Stolpersteine auch eine andere Seite haben - wie gerade dadurch Wachstum möglich wird. Das Haus Gottes aus lebendigen Steinen mit Jesus Christus als Eckstein in neuer Weise aufbauen – das wird durch das Teilen und die Auseinandersetzung für einige Teilnehmer neu spürbar.

Ein Ausblick auf die Mitgliederversammlung des Diözesanen Bonifatiuswerkes im Oktober schloss sich an. Domkapitular Alfred Rottler und Dr. Markus Oelsmann ermöglichen zudem, das Bonifatiuswerk auch als „Werkzeug“ für Kirchenentwicklung vor Ort zu entdecken. Besonders die Glaubenshilfen können die Teilnehmer weiter unterstützen und von großen Nutzen für die Pastoral an ihren Kirchorten werden. Pfarrer Reinhard Förster begleitete die Gruppe durch den Liturgischen Abschluss. So konnte nochmal spürbar werden, wie sehr Gott es in seinem lebendigen Wort ist, der uns zusammengerufen hat und wir durch Jesus Christus in unserer Mitte eine Gemeinschaft werden durften, die, gestärkt und ermutigt - schon etwas „heute Kirche von morgen werden“ durfte.

(nd)