LEUCHTTURM DES GLAUBENS

Klostererweiterung im norwegischen Munkeby

Das Trappistenkloster im Munkeby (Foto: Kleibold Kleibold)
Das Trappistenkloster im Munkeby (Foto: Kleibold Kleibold)

23.03.2021

Das Trappistenkloster im Munkeby ist eines von mehreren Beispielen dafür, dass die Orden in Norwegen eine Blüte erleben. Bereits im Jahr 2009 ließen sich vier Mönche der Trappistenabtei Citeaux aus Frankreich in Norwegen nieder. Ihren Lebensunterhalt bestreiten sie durch die Fabrikation von Käse, mit dem sie landesweit Berühmtheit erlangten. Gegessen wird dieses sogar von der Königsfamilie. Über 3,5 Tonnen werden jährlich produziert, und die Produktion muss aufgrund hoher Nachfragen stetig gesteigert werden. Nach der Käserei, die bereits vergrößert wurde, sollen nun neue Klosterzellen für bis zu neun Mönche und eine Klosterkirche angebaut werden.

Doch nicht nur der schmackhafte Käse lockt Pilger und Wanderer aus ganz Norwegen nach Munkeby. Viele kommen nur, um Tage der inneren Einkehr zu verbringen. "Die Ordensleute geben unserer Kirche ein freundliches Gesicht. Jeder ist bei ihnen willkommen", sagt der ehemalige Administrator der Prälatur Bischof Bernt Eidsvig.

Orden in Norwegen: Einst waren sie verschwunden. Jetzt sind sie wieder da. Das dürfte auch dem neuen Bischof von Trondheim, Erik Varden, gefallen, ist er doch selbst vor seiner Ernennung Abt in einem Trappistenkloster gewesen.

Das Bonifatiuswerk unterstützt das Projekt mit einer Fördersumme in Höhe 100.000 Euro.

(pk/as)