KABARETTIST WOLFGANG KREBS SPRICHT ÜBER SEINEN WIEDEREINTRITT IN DIE KATHOLISCHE KIRCHE

"Ohne Gott führt es in die Katastrophe"

Kabarettist Wolfgang Krebs ist bekannt für seine Parodien auf bayerische Polit-Granden. Mitte der 1990er-Jahre war er aus der katholischen Kirche ausgetreten. Vor drei Jahren fand er den Weg zurück. Foto: Severin Schweiger
Kabarettist Wolfgang Krebs ist bekannt für seine Parodien auf bayerische Polit-Granden. Mitte der 1990er-Jahre war er aus der katholischen Kirche ausgetreten. Vor drei Jahren fand er den Weg zurück. Foto: Severin Schweiger

28.08.2025

Der bekannte Kabarettist Wolfgang Krebs hat sich im Interview mit dem „bonifatiusblatt" – Magazin des Bonifatiuswerkes – zu den Gründen für seinen Wiedereintritt in die katholische Kirche geäußert. Mitte der 1990er-Jahre war er ausgetreten und fand vor drei Jahren den Weg zurück.

Wolfgang Krebs beschreibt, wie er sich nach dem Austritt gefühlt hat: "Einerseits spürte ich eine Erleichterung, weil ich damals dem Irrglauben unterlag, mit dem Austritt sei meine erste Ehe faktisch aufgelöst. Andererseits war mir schon bald klar, dass ich die Gemeinschaft verlassen und die Gemeinschaft verloren hatte." Von da an seien Gottesdienstbesuche für ihn schwierig gewesen, weil ihm bewusst gewesen sei, nicht mehr dazu zu gehören. Wolfgang Krebs: "Am Anfang nach dem Austritt war es gar nicht so schlimm, nicht mehr dabei zu sein. Später dann schon." Denn es mache einen großen Unterschied, "ob du dir selbst deinen Reim auf den Glauben machst oder ob du in einem Sonntagsgottesdienst einen Impuls bekommst".

Den Ausschlag für den Wiedereintritt hätten Gespräche mit Pfarrer Josef Fegg aus Rottenbuch gegeben, so der Künstler. Beide waren sich zufällig beim Oktoberfest in München begegnet. Wolfgang Krebs: "Wir hatten ein wahnsinnig lustiges Gespräch, bierselig natürlich. Er hat Verständnis für meine Situation gezeigt. Ich wusste, den schickt der Himmel." Später habe es noch einen "Initiationsritus" gegeben. Wolfgang Krebs wurde auf Vermittlung von Pfarrer Fegg die Möglichkeit geboten, bei einem Besuch in Rom dem aufgebahrten, kurz zuvor verstorbenen Papst Benedikt XVI. zu begegnen. "Dann stand ich plötzlich vor dem Heiligen Vater und durfte dort lange beten. Ich dachte: Wenn die Kirche jetzt ihre Arme so weit ausbreitet, dann ist das ein Zeichen", so Krebs.

Nach Ansicht von Wolfgang Krebs kommt dem Bekenntnis zu den christlichen Werte eine Schlüsselrolle zu. "Wenn eine Gesellschaft ohne Gott, ohne Achtung vor der Würde des Menschen agiert, führt es in die Katastrophe", so der Kabarettist. Man müsse sich daran erinnern, "dass wir nicht allein auf der Welt sind und nicht das Recht des Stärkeren oder des Lauteren gilt". Da könne der Glaube Orientierung geben.

Das vollständige Interview finden Sie im Presse-Bereich. Weitere Infos zum kostenfreien "bonifatiusblatt" gibt es hier