VERDIENSTORDEN FÜR MITARBEITERIN DER LAZARUSDIENSTE
16.04.2026
Besondere Auszeichnung für besonderes Engagement: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier verleiht Caritas-Mitarbeiterin Martina Steinfurth am heutigen Donnerstag im Ozeaneum Stralsund den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland.
Ausgezeichnet wird ihr jahrzehntelanges, von christlicher Nächstenliebe getragenes Engagement – für Menschen, die Begleitung brauchen, für Familien in der Trauer und für alle, die in Krankheit, Einsamkeit oder am Lebensende nicht allein bleiben sollen. Steinfurth ist Sozialpädagogin, Trauerbegleiterin und Koordinatorin im Hospizdienst, einem Projekt das über einen längeren Zeitraum vom Bonifatiuswerk gefördert wurde. Steinfurth ist der Caritas seit dem Studium (1988) verbunden; seit dem 1. September 1991 arbeitet sie in Stralsund und hat dort nach der Wende die Stadtcaritas aufgebaut. Martina Steinfurth ist außerdem Mitglied des Vorstandes des Diözesanen Bonifatiuswerkes in Berlin.
Im Jahr 2000 wurde die Hospizinitiative gegründet, in der sie zunächst ehrenamtlich Hospizbegleitungen ausgebildet hat. Aus dieser Initiative entstand 2013 der Hospizdienst. Seit 2021 arbeitet Steinfurth hauptamtlich im Caritas-Hospizdienst in Stralsund. Sie koordiniert mehr als 50 Ehrenamtliche, qualifiziert neue Helferinnen und Helfer und stärkt ein Netz, das Schwerkranke und Angehörige auffängt. Zu ihren Initiativen zählt ein monatliches Trauercafé.
Prof. Dr. Ulrike Kostka, Direktorin des Caritasverbandes für das Erzbistum Berlin: "Martina Steinfurth steht für das Herz der Caritas: gelebte Nächstenliebe, die hinsieht und handelt. Sie verbindet Professionalität mit einem tiefen christlichen Auftrag – Menschen beizustehen, wenn es schwierig wird."
Im 2020 gegründeten Lazarusdienst der katholischen Gemeinde hat Steinfurth einen Ansatz geprägt, der über Konfessionsgrenzen hinausgeht. Rund 120 Ehrenamtliche beraten und begleiten Menschen in Problemlagen. Für sie “eine Art Hotline für schwierige Lagen”. Niedrigschwellige Hilfe gibt es etwa über Besuchsdienste sowie Gesprächs- und Telefonangebote. Mit ihrem Engagement baut sie Brücken innerhalb der Gesellschaft. Die Lazarusdienste im Erzbistum Berlin wurden vom Bonifatiuswerk in dem Programm “Räume des Glaubens eröffnen” mit 17.900 Euro von 2020-2022 gefördert.
“Für mich ist das eine Haltung, die aus dem Glauben kommt: Wenn Kirche Heimat sein soll, dann muss ich etwas dafür tun – damit ich mich wohlfühle und sich andere wohlfühlen“, sagt Martina Steinfurth, „die Auszeichnung nehme ich im Namen aller entgegen, die ehrenamtlich bei uns arbeiten.”
(Caritasverband für das Erzbistum Berlin)