ZUR ERSTKOMMUNION ANDEREN KINDERN GUTES TUN
12.04.2026
Kinder bauen eine Sandburg, Schaukeln und spielen im Garten Fußball. Das alles ist ganz normal in Grašu, einem besonderen Ort im Herzen Lettlands: Für die Mädchen und Jungen im Caritas-Kinderdorf war es aber nicht immer selbstverständlich, eine so unbekümmerte Kindheit zu leben. Denn diese Kinder haben Eltern, die sich aufgrund von Alkohol, Drogen oder schweren Krankheiten nicht um ihren Nachwuchs kümmern können. Dass Kinder sorgenfrei aufwachsen und sich geborgen fühlen, ist auch dem Bonifatiuswerk ein wichtiges Anliegen. Daher ist die Einrichtung das Beispielspendenprojekt des Hilfswerkes zur Erstkommunion 2026. Das heißt, dass mit den Gaben und Spenden zur Erstkommunion Gutes getan werden kann und Projekte wie diese unterstützt werden können.
Der Einrichtungsleiterin Sandra Stade ist es wichtig, dass sich die Kinder christliche Nächstenliebe erfahren. Sie sagt: "Unser Dorf ist das Zuhause von 30 Kindern. Sie können zur Schule gehen und haben hier ihre Freunde. Wir sind kein Ersatz für die leiblichen Eltern, aber die Kinder sind uns wichtig. Wir kümmern uns um sie und geben ihnen Sicherheit". Gemeinsam mit zehn weiteren Erzieherinnen sorgt sie für das Wohl der Kinder, die ab dem Alter von zwei Jahren in das Kinderdorf kommen und dort bis zum Schul- beziehungsweise Ausbildungsabschluss bleiben können. Das Team der Erzieherinnen wird durch psychologische und pädagogische Fachkräfte ergänzt.

Das Kinderdorf besteht aus insgesamt fünf Häusern, die liebevolle Namen wie "Kleine Eiche", "Kleine Esche", "Ahorn" oder "Silberweide" tragen. In den Häusern wachsen die Kinder in familienähnlichen Strukturen auf. Sie spielen, kochen, essen und beten zusammen und können endlich ein normales Leben führen. Gemeinsame Rituale stärken die Gemeinschaft und geben den Kindern Kraft für den Alltag. Kraft für ihren Lebensweg, die auch der Glauben geben kann, der ihnen hier vermittelt wird. Auf dem Gelände des Kinderdorfes befindet sich sogar eine eigene kleine Kapelle.
Die Kinder und Jugendlichen gehen auf verschiedene öffentliche Schulen, die sich alle in der Nähe des Kinderdorfes befinden. Der 16-jährige Ragnar lebt seit zwei Jahren in Grašu und fühlt sich dort wohl. Er sagt: "Ich würde es als mein zweites Zuhause bezeichnen. Wir sind hier auf dem Land und haben viel Ruhe und Natur, auch die Schule ist nicht weit. Es fühlt sich für mich halt wie ein Zuhause an."



In dem Caritas-Kinderdorf wächst der Nachwuchs an seinen Erfahrungen. Die Kinder und Jugendlichen lernen, dass das Leben mehr bedeutet als nur die Probleme, mit denen sie früher allzu oft erlebt haben. Die Mädchen und Jungen erhalten die Unterstützung, die sie brauchen, um ihre Träume zu verfolgen. Genau dieses Gefühl von Geborgenheit ist so wichtig für die Kinder, die in das Kinderdorf kommen. Die Einrichtung ist dringend auf finanzielle
Unterstützung angewiesen und wird vom Bonifatiuswerk gefördert. Bitte helfen sie uns dabei mit Ihrem Gebet und Ihrer Spende. Damit die jungen Menschen in der lettischen Diaspora weiterhin eine gute und lebensprägende Kindheit verbringen und christliche Nächstenliebe erfahren dürfen.
Das Caritas-Kinderdorf im lettischen Grašu wurde im Jahr 1995 von katholischen Gläubigen um den Franzosen Christoph Alexandre auf dem Gelände eines ehemaligen Herrenhauses gegründet, das einst von Adligen Deutsch- Balten bewohnt wurde. Heute leben dort 30 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen zwei und 17 Jahren, die von mehreren Erzieherinnen liebevoll betreut werden. Darüber hinaus wohnen auf dem Gelände auch fünf junge Erwachsene zwischen 18 und 22 Jahren, die sich gerade in der Ausbildung befinden.
Damit die Kinder gemeinsam in familienähnlichen Strukturen aufwachsen können, wurden kleinere Häuser saniert oder neu gebaut. Zu dem Kinderdorf gehören auch ein großer Garten mit Spielplatz, ein Jugendfreizeithaus, ein Badeteich und eine kleine Kapelle. Sonntags besuchen die Kinder mit den Erzieherinnen außerdem regelmäßig den Gottesdienst in einer der umliegenden Kirchen.
(nom)

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Petra Ernst-Gutierrez
Bereichsleiterin
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