AUFTAKT DER BEWERBERTAGE FÜR DAS "PRAKTIKUM IM NORDEN"

Der erste Schritt Richtung Norden

Auf ins Abenteuer "Praktikum im Norden". Hier sitzt der ehemalige Bergen-Praktikant Jannis Post auf einer Klippe in Norwegen (Foto: Johannes Paditz)
Auf ins Abenteuer "Praktikum im Norden". Hier sitzt der ehemalige Bergen-Praktikant Jannis Post auf einer Klippe in Norwegen (Foto: Johannes Paditz)

20.02.2026

"Ich möchte etwas komplett Neues erleben. Der Norden interessiert mich sehr, gerade auch durch die Geschichten von Astrid Lindgren." – "Ich war noch nie im Ausland und möchte in kirchlichen Gemeinden mitarbeiten und andere Interpretationen vom Glauben kennenlernen." – "Nach 13 Jahren Schule möchte ich neue Perspektiven entdecken, sehen, was es noch gibt an Orten, Menschen und Möglichkeiten und das annehmen, was kommt." – "Sich in der Kirche im Ausland einzubringen, ist einfach ein schönes Gefühl."

Diese Stimmen junger Menschen aus ganz Deutschland zeigen, ein Auslandsaufenthalt in Nordeuropa oder dem Baltikum ist gefragt. Für den kommenden Jahrgang des "Praktikums im Norden", der diesen Sommer starten wird, haben sich 49 Interessierte beworben. Sie kommen von diesem Freitag bis einschließlich Sonntag zu Informations- und Bewerbertagen im Bonifatiushaus in Paderborn zusammen.

Vielfältige Einsatzorte und internationale Erfahrungen

Die Interessierten erhalten dabei ein umfassendes Bild von den vielfältigen Einsatzstellen und erfahren mehr über das Programm sowie das Hilfswerk. Der Freiwilligendienst eröffnet jungen Menschen Auslandsaufenthalte in Schweden, Norwegen, Dänemark, Finnland, Island, Lettland und Estland.

Die Einsatzorte sind ebenso abwechslungsreich wie die Länder selbst. Zu den Einsatzstellen zählen beispielsweise katholische Ordensgemeinschaften, Kirchengemeinden mit Einrichtungen wie einem Buchladen, einem Treffpunkt für Geflüchtete, Suppenküchen, Kitas, eine Kerzenwerkstatt oder katholische Schulen.

Bewegter Freiwilligendienst

"Junge Menschen werden zu Brückenbauern"

Für Bonifatiuswerk-Generalsekretär Monsignore Georg Austen ist das "Praktikum im Norden" ein Freiwilligendienst, der den Teilnehmenden eine prägende Zeit des persönlichen und geistlichen Wachstums ermöglicht: "Die jungen Menschen lassen sich auf ein echtes Abenteuer ein und werden dabei ihren eigenen Weg mit der 'PIN-Gemeinschaft' finden und gehen. Die Erfahrungen und Begegnungen während der Zeit im Ausland werden die Freiwilligen nachhaltig stärken und auch noch nach dem Praktikum begleiten. Sie lernen eine international agierende Diaspora-Kirche als Weltkirche kennen, tauchen ein in andere Kulturen und Denkweisen und bleiben dabei im Dialog mit den Menschen vor Ort und weiten den eigenen Horizont. Gerade in einer Zeit, in der der Blick oft bewusst auf einzelne Nationalitäten verengt wird, ist diese Offenheit ein starkes Zeichen. So können sie zu echten Brückenbauern werden – zwischen Menschen, Kulturen und im Glauben."

Das "Praktikum im Norden" ist eine Kooperation zwischen dem Bonifatiuswerk und dem Newman-Institut in Uppsala. Das Programm wird offiziell als "Internationaler Jugendfreiwilligendienst" anerkannt und hat seit Gründung im Jahr 2011 mehr als 260 Absolventinnen und Absolventen. Die Freiwilligen erhalten neben Vorbereitungsseminaren und Bildungstagen eine kostenfreie Unterkunft in den jeweiligen Einsatzländern, werden mit einem monatlichen Taschengeld unterstützt und von Mentoren begleitet.

(thmei)