UNTERWEGS FÜR MEHR GEMEINSCHAFT
26.06.2026
Ob für den Weg zum Seniorentreff, zum Gottesdienst oder zur Messdienerfreizeit: Mobilität ist oft die Voraussetzung dafür, dass Gemeinschaft überhaupt entstehen kann. Damit das auch in Zukunft gelingt, hat das Bonifatiuswerk in Paderborn drei neue BONI-Busse und einen BONI-Caddy an katholische Gemeinden und Einrichtungen in Deutschland übergeben. Die Fahrzeuge kommen dort zum Einsatz, wo weite Wege oder fehlende Verkehrsanbindungen den Alltag erschweren.
Im Kinder- und Jugendhaus St. Elisabeth in Bergedorf, einem Stadtteil von Hamburg, ersetzt der neue BONI-Caddy ein mehr als 20 Jahre altes Fahrzeug. Er wird täglich benötigt, um Kinder und Jugendliche zu Schulen, Kindergärten, Therapien und Arztterminen zu bringen. Gleichzeitig ermöglicht das Fahrzeug Freizeitangebote für junge Menschen, die an Wochenenden oder in den Ferien nicht zu ihren Familien können. "Den neuen BONI-Bus brauchen wir für den täglichen Bedarf, daher ist er extrem wichtig für uns", erklärte Pädagogin Philine Reckleben.
Im Dekanat Siegen, das den gesamten Kreis Siegen-Wittgenstein umfasst, wird der neue BONI-Bus von den fünf pastoralen Räumen, zukünftig Seelsorgeräumen, gemeinsam genutzt. Bereits vor seiner offiziellen Übergabe war der Belegungsplan gut gefüllt. "Die fünf pastoralen Räume warten regelrecht auf das Fahrzeug, weil es gebraucht wird“, sagte Dekanatsreferent Michael Scheffel. Kommende Woche stehe schon die erste Messdienerfreizeit an.
Über den ersten BONI-Bus freuen sich auch die Mitglieder der katholischen Kirchengemeinde St. Peter und Paul in Weil der Stadt, die zur Seelsorgeeinheit Mittleres Heckengäu im Dekanat Böblingen gehört. Das Fahrzeug wird zukünftig von der Pfarrjugend, pastoralen Mitarbeitenden, dem Kindergarten, der Seniorenarbeit sowie weiteren Gruppen und Vereinen genutzt. Pastoralreferent Joachim Scheu: "Uns ist es wichtig, die Gläubigen zusammenzubringen und Dienst an den Menschen zu leisten."
Auch in der Pfarrei St. Franziskus Im Hochwald, die Teil des Pastoralen Raums Hermeskeil im Bistum Trier ist, wird der BONI-Bus Menschen in Bewegung bringen. Die Flächenpfarrei umfasst zahlreiche Dörfer auf rund 450 Quadratkilometern. "Unser Ziel ist es, Menschen zusammenzubringen. Die Wege zwischen unseren Ortschaften sind weit – der BONI-Bus hilft dabei, Gemeinschaft über Ortsgrenzen hinweg möglich zu machen", erklärte Dekan Christian Heinz. Gerade für Jugendliche, ältere Menschen und Personen ohne eigenes Auto seien viele kirchliche Angebote bislang nur schwer erreichbar. Das neue Fahrzeug sei zudem Türöffner für das vielfältige Programm des "Mehrgenerationenhauses" Hermeskeil - einem offenen Treffpunkt für Jung und Alt.
Bonifatiuswerk-Generalsekretär Monsignore Georg Austen betonte bei der Fahrzeugübergabe und dem anschließenden Reisesegen: "Wo Menschen zusammenkommen, entsteht Gemeinschaft. Der BONI-Bus macht genau das möglich: Er bringt Menschen nicht nur von einem Ort zum anderen, sondern eröffnet Wege zu Begegnung, Teilhabe und erlebter Glaubensgemeinschaft. Der BONI-Bus schlägt Brücken zwischen Generationen, Wohnorten und Lebenssituationen. Er steht für eine Kirche die Beziehungen stiftet und ermöglicht die nicht wartet, sondern sich zu den Menschen bewegt. Deshalb freuen wir uns, diese wichtige Unterstützung durch die Spender und Spenderinnen ermöglichen zu können."
Seit mehr als 75 Jahren unterstützt das Bonifatiuswerk mit seiner Verkehrshilfe katholische Pfarrgemeinden sowie kirchliche und soziale Einrichtungen in Regionen mit einem Katholikenanteil von bis zu 20 Prozent den Erwerb eines neuen BONI-Busses mit zwei Dritteln der Anschaffungskosten. Die markanten gelben BONI-Busse sind längst zu einem sichtbaren Zeichen der Hilfe geworden – in Deutschland ebenso wie in Nordeuropa, Estland und Lettland.
(thmei)