DAS FÜR NORWEGEN SO BEDEUTSAME GOTTESHAUS WIRD AM 20. MAI KONSEKRIERT

09.03.2026
Die umfassende Renovierung der St.-Olav-Kapelle in Stiklestad steht kurz vor dem Abschluss. Am 20. Mai 2026 um 11.00 Uhr soll das Gotteshaus feierlich konsekriert und gesegnet werden. Mit der Einweihung findet ein mehrjähriges Sanierungsprojekt seinen Höhepunkt, das für die katholische Kirche in Norwegen von großer Bedeutung ist. Ermöglicht wurde die umfassende Erneuerung auch durch die Unterstützung des Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken.
Der heilige Olav gilt als Nationalheiliger Norwegens und als Schlüsselfigur der Christianisierung des Landes. König Olav II., der 1030 in der Schlacht von Stiklestad fiel, wird von Christen in Norwegen als Märtyrer verehrt. Sein Leben und sein Tod prägen bis heute die norwegische Geschichte und Kultur und die nationale Identität.
Die Kapelle gehört zum Bistum Trondheim und wurde im Jahr 1930 errichtet. Ihre Entstehung geht maßgeblich auf die Initiative der norwegischen Literaturnobelpreisträgerin Sigrid Undset zurück. Sie stellte einen Teil des Preisgeldes, das sie 1928 mit dem Nobelpreis für Literatur erhielt, für den Bau zur Verfügung. Anlass war das 900-jährige Gedenken an den heiligen Olav. Die Kapelle ist damit nicht nur ein geistlicher Ort, sondern auch ein sichtbares Zeichen katholischer Geschichte in einem mehrheitlich evangelisch geprägten Land.
Seit 2023 wird das Gebäude grundlegend saniert. Das Budget musste im Laufe der Arbeiten mehrfach angepasst werden. Neben der großen finanziellen Verantwortung, die das Bistum Trondheim trägt, leistet das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken einen wichtigen Beitrag zur Realisierung des Projekts. Mit seiner Förderung in Höhe von insgesamt 100.000 Euro stärkt das Hilfswerk die katholische Präsenz in der Diaspora und unterstützt konkret die Bewahrung und Erneuerung dieses traditionsreichen Glaubensortes.
Inzwischen befindet sich das Projekt in der finalen Phase. Eine neue Lichtanlage wurde installiert, der Innenraum erhielt einen frischen Anstrich und eine neue Sakristei wurde errichtet. Für die künstlerische Ausgestaltung konnte die norwegische Ikonenmalerin Solrunn Nes gewonnen werden. Sie wird ihre Arbeiten im März abschließen und der Kapelle mit ihrer Bildsprache eine neue geistliche Tiefe verleihen.
Mit der feierlichen Konsekration am 20. Mai 2026 wird die St.-Olav-Kapelle erneut als lebendiger Ort des Gebets und der Begegnung erstrahlen. Die Unterstützung durch das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken macht deutlich, wie wichtig die Solidarität innerhalb der Weltkirche ist, um katholisches Leben in der Diaspora zu fördern und zu stärken.
(sah)