INTERNATIONALER WELTFRAUENTAG
08.03.2026
Solidarität beginnt oft mit einer einfachen Entscheidung: hinsehen, unterstützen und gemeinsam handeln. Der Internationale Weltfrauentag, am heutigen 8. März, erinnert daran, wie wichtig dieses Engagement für Frauen weltweit ist. In diesem Jahr steht der Tag unter dem Motto "Give to Gain" (z. Dt.: Geben, um zu gewinnen). Ob durch Spenden, Wissen, Ressourcen, Fürsprache, Bildung, Ausbildung oder Mentoring: der Beitrag zur Förderung von Frauen hilft dabei, eine stärkere und solidarischere Welt zu schaffen.
Ein lebendiges Beispiel dafür, wie konkrete Hilfe aussehen und wirken kann, findet sich mitten im Berliner Wedding. Hinter einer unscheinbaren Glastür in der Müllerstraße, in der sich Restaurants, Cafés und kleine Läden aneinanderreihen, eröffnet "Evas Haltestelle" wohnungslosen Frauen jeden Tag Schutz, Wärme und Würde.
Wohnungslosigkeit trifft Frauen besonders hart. Gewaltsame Übergriffe durch Männer und Unsicherheit gehören für viele zum Alltag. In "Evas Haltestelle" finden sie nicht nur eine warme Mahlzeit, Duschen und saubere Kleidung, sondern auch Beratung, Austausch und die Möglichkeit, wieder erste Schritte in ein sicheres Leben zu gehen. "Hinter jeder Frau stehen viele starke Frauen. In 'Evas Haltestelle' erleben wir täglich, wie wichtig Solidarität unter Frauen ist. Der Schutz der Würde einer Frau darf nicht nur am Weltfrauentag zählen – er sollte selbstverständlich sein", sagt Natalie Kulik, Teamleiterin der Einrichtung. Die Tagesstätte des Sozialdienstes katholischer Frauen Berlin ist seit 1997 ein sicherer Zufluchtsort für Frauen in Not.
Die Zahl der Besucherinnen steigt seit Jahren, besonders seit der Corona-Pandemie. Teurer werdende Mieten, soziale Brüche und persönliche Krisen führen immer mehr Frauen in existenzielle Not. So wächst der Angebotsbedarf in "Evas Haltestelle", während die finanziellen Mittel begrenzt bleiben. Für Lebensmittel, Hygieneprodukte und den laufenden Betrieb ist die Einrichtung dauerhaft auf Spenden angewiesen.
Mit jeder Unterstützung tragen Spender dazu bei, dass dieser Schutzraum erhalten bleibt: als Zuflucht für wohnungslose Frauen und als sichtbares Zeichen gelebter Solidarität.
(thmei)