PROJEKTEBESUCHE IM CARITAS-HOSPIZ HEILIGENSTADT UND IM KLOSTER HELFTA
07.03.2026
Wo Menschen einander beistehen und gemeinsam ihren Glauben leben, wird christliche Hoffnung konkret. Zwei solcher Orte – das Caritas-Hospiz Mutter Teresa im Heilbad Heiligenstadt und das Kloster Helfta – sind Projekte, die vom Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken unterstützt werden. Generalsekretär Monsignore Georg Austen und Julian Heese, Bereichsleiter „Missionarische und diakonische Pastoral“, kamen nun mit den Verantwortlichen vor Ort zu Gesprächen zusammen.


Im Caritas-Hospiz Mutter Teresa im thüringischen Heilbad Heiligenstadt zeigte Einrichtungsleiterin Bettina Hünermund, wie viel Herzblut sie und ihre Mitarbeitenden in die Begleitung schwerkranker Menschen stecken. Sie führte durch die architektonisch aufwändig gestalteten Räume und stellte das Konzept des Hauses vor. Es gehe darum, Schwerstkranke in der letzten Phase ihres Lebens würdevoll zu begleiten, ihnen körperliches und seelisches Leid zu ersparen und auch Angehörigen Halt zu geben.
Die meisten Menschen, die in dem Hospiz leben, haben eine lebensverkürzende im Endstadium. Sie bleiben unterschiedlich lang: manchmal Monate, manchmal Wochen, manchmal nur wenige Tage. Die Mitarbeitenden gehen individuell auf die Bedürfnisse der Gäste ein, wie die Menschen im Hospiz bezeichnet werden. In offen gestalteten Zimmern gibt es unter anderem ein Schlafsofa und eine Arbeitsecke für Angehörige. Bettina Hünermund: „Unser Hospiz ist ein Ort des Lebens.“
Besonders beeindruckt waren die Besucher vom „Raum der Stille“, der mit Unterstützung des Bonifatiuswerkes entstanden ist. Dieser Rückzugsort lädt Angehörige, Gäste und Mitarbeitende ein, innezuhalten, zu beten oder einfach einen Moment durchzuatmen. Orte wie das Hospiz Mutter Teresa schenken Trost in einer schweren Zeit. Monsignore Austen: „Es ist uns ein Herzensanliegen, die wertvolle Arbeit der Hospiz-Mitarbeitenden sichtbar zu machen.“ Der Bau des Hospizes, insbesondere der Raum der Stille, wurde vom Bonifatiuswerkes mit 75.000 Euro unterstützt.
Wenn auch eine ganz andere Weise, zeigte sich im Zisterzienserinnen-Kloster Helfta nahe der Lutherstadt Eisleben (Sachsen-Anhalt) ebenso, wie wichtig Orte des Glaubens für die Menschen sind. Priorin Sr. M. Katharina Hauschild OCist. berichtete von ihrem Alltag und ihren spirituellen Angeboten. In dem Gespräch mit Monsignore Austen und Julian Heese ging es darum, wie sich die Klosterlandschaft in Deutschland verändert und wie das Kloster in Helfta sein pastorales Profil weiterentwickeln kann.
Wie wichtig das Kloster für die Katholiken in der Diaspora-Region rund um Eisleben und darüber hinaus ist, zeigte sich besonders beim Gottesdienst, den Monsignore Austen in der Klosterkirche gemeinsam mit den Ordensschwestern und zahlreichen Glaubensgeschwistern aus der Region feierte. Während der Messe überbrachte Monsignore Austen die Grüße des neuen Vorsitzenden der Deutsche Bischofskonferenz, Heiner Wilmer, der wenige Minuten vor dem Besuch angerufen hatte.
Das Bonifatiuswerk hatte unter anderem Ende der 1990er-Jahre den Wiederaufbau des Klosters Helfta mit 255.000 Euro aus Mitteln der Bauhilfe unterstützt. Aber auch in der jüngeren Vergangenheit konnte die Klostergemeinschaft auf die Solidarität der Spenderinnen und Spender zählen.17.000 Euro steuerte das Hilfswerk zur kürzlich abgeschlossenen Sanierung tragender Säulen im Klosterladen bei.
(sah)