SECHS NEUE BONI-BUSSE WECHSELN DEN BESITZER
19.03.2026
Sechs neue BONI-Busse hat das Bonifatiuswerk heute in Paderborn an katholische Gemeinden und Einrichtungen übergeben. Bonifatiuswerk-Generalsekretär Georg Austen schickte die Fahrzeuge mit einem Segen auf den Weg. Die VW-Bulis kommen künftig in den Diözesen Berlin, Fulda, Essen, Magdeburg, Münster und Hildesheim zum Einsatz. Sie unterstützen dort das kirchliche Leben insbesondere in Regionen, in denen Katholikinnen und Katholiken in der Minderheit leben und die pastorale Arbeit mit weiten Fahrwegen verbunden ist.
Mehr als 500 BONI-Busse sind derzeit allein in Deutschland unterwegs. Das Bonifatiuswerk fördert deren Anschaffung. Die markant gelben Fahrzeuge sind mobile Glaubenshelfer und ermöglichen es, Menschen zu Gottesdiensten, pastoralen Angeboten und Orten der Begegnungen zu bringen. Besonders Kinder, Jugendliche und Senioren profitieren von diesem Angebot.
Die St. Otto Begegnungs- und Familienferienstätte Zinnowitz im Erzbistum Berlin nahm bereits ihren dritten BONI-Bus in Empfang – dieses Mal jedoch nicht mit Verbrenner-, sondern mit Elektromotor. Für die Einrichtung auf der Insel Ostsee-Usedom ist dies ein bedeutender Schritt in Richtung Nachhaltigkeit. Rektor Markus Constantin erklärt: „Tatsächlich reduzieren wir unsere Treibstoffkosten. Wir haben eine große Photovoltaikanlage auf unserer Turnhalle.“ Der neue Bus soll vielseitig genutzt werden: für Ausflüge, Fahrten zu Gottesdiensten, Seniorentransporte sowie für Angebote wie Wanderexerzitien und das Format „Surf & Soul“, das Wassersport mit ignatianischer Spiritualität verbindet. Auch die angeschlossene Pfarrei und Gästegruppen profitieren von der neuen Mobilität.
Für die Kirchengemeinde Heilig Kreuz in Frankfurt-Bergen-Enkheim (Bistum Fulda) ist es der erste BONI-Bus – er wird jedoch angesichts der Neuorganisation von Pfarreistrukturen dringend gebraucht. Die Kirchengemeinde Heilig Kreuz ist in der Großpfarrei St. Klara und Franziskus am Main aufgegangen. Für die Mitarbeitenden in der Pastoral bedeutet das: längere und weitere Fahrten. Gemeindevertreter Arnold Ganser beschreibt die Situation: „Auf uns sind Herausforderungen zugekommen, die eine verstärkte Mobilität erfordern.“ Der Bus wird eingesetzt, um Gemeindemitglieder zu Gottesdiensten, Veranstaltungen und Friedhofsbesuchen zu bringen. Auch in der Jugend- sowie Erstkommunion- und Firm-Vorbereitung spielt er eine wichtige Rolle. Darüber hinaus steht der BONI-Bus im ökumenischen Geist auch befreundeten evangelischen und freikirchlichen Gemeinden zur Verfügung.
Die Propsteipfarrei St. Marien Schwelm im Bistum Essen betreut drei Städte – neben Schwelm gehören auch Gevelsberg und Ennepetal zum Gebiet der Pfarrei. Weite Wege gehören zum Alltag in der Pastoral. Der neue BONI-Bus soll insbesondere älteren Menschen zugutekommen, die nicht mehr mobil sind und zum Gottesdienst gebracht werden. Daneben wird das Fahrzeug auch für Jugendgruppen, Ausflüge und Ferienfreizeiten genutzt. Probst Norbert Dudek freut sich über das neue Gefährt. Er sagt: „Durch die vielen Sitzplätze und den großen Kofferraum ist der einfach unschlagbar.“ Für die Pfarrei ist es bereits der zweite BONI-Bus.
Ein weiterer BONI-Bus geht ins Bistum Magdeburg an den „ConTakt-Förderverein für christliche Popularmusik“ in Halle (Saale). Das Fahrzeug ist dort für die Umsetzung musikalischer Projekte ohne Alternative. Vorstand Andreas Blume betont: „Der Bus ist zentrales Transportmittel für die musikalische Gestaltung von Gottesdiensten und zahlreichen Veranstaltungen im Bistum Magdeburg.“ Ob Musikgottesdienste, Wallfahrten oder überregionale Treffen – der BONI-Bus ermöglicht es, Instrumente, Technik und Menschen zuverlässig zu transportieren. Er ersetzt ein 18 Jahre altes Fahrzeug, das zuletzt immer wieder hat aufwendig repariert werden müssen.
Bei der katholischen Kirchengemeinde St. Johannes der Täufer aus Westerstede im Bistum Münster wird der BONI-Bus das Gemeindeleben spürbar fördern. Die Zuständigkeit für 24 Ortsteile und die große Entfernung zwischen den Kirchorten machen Mobilität zur Voraussetzung für Teilhabe. Mehrmals wöchentlich wird der neue BONI-Bus im Einsatz sein: Ehrenamtliche Fahrer bringen Senioren zu Gottesdiensten und Begegnungsnachmittagen – für viele wäre eine Teilnahme ohne diesen Fahrdienst nicht möglich. Kinder und Jugendliche werden zu katechetischen Angeboten und Veranstaltungen gefahren. Der neue Bus ersetzt ein Fahrzeug aus dem Jahr 2011 und wird angesichts wachsender pastoraler Räume künftig noch stärker im Einsatz sein. Pfarrer Alex Methew, die Pfarrgemeinderäte Agnieszka Szczukowska und Holger Schubart sowie Rechnungsprüfer Johannes Steiner nahmen das Fahrzeug entgegen. Für die Gemeinde in Westerstede ist es der vierte BONI-Bus.
Auch die katholische Pfarrgemeinde „Zum Göttlichen Erlöser“ in Uelzen im Bistum Hildesheim nahm einen neuen BONI-Bus in Empfang. Das Fahrzeug wird für zahlreiche Zwecke eingesetzt – von Messdiener- und Jugendfahrten über Seniorentransporte bis hin zu Chorproben, Sternsingeraktionen und Gemeindeveranstaltungen. 5.600 Katholiken leben im Gemeindegebiet. Die Gemeinde betreut die Landkreise Uelzen und Lüchow-Dannenberg. Vier Kirchorte, die teils mehr als 15 Kilometer voneinander entfernt liegen, gilt es pastorale zu versorgen. Wenn Kinder und Jugendliche zur Erstkommunion- oder Firm-Vorbereitung abgeholt werden, kommen da an einem Tag schon mal 90 Kilometer und mehr zusammen. „Wir müssen also in der Seelsorge mobil sein“, betont Pater Christoph Domagalski. Der erste BONI-Bus der Pfarrgemeinde löst einen alten VW Buli ab, den die Pfarrei 2004 aus eigenen Mitteln angeschafft hatte.
Bonifatiuswerk-Generalsekretär Monsignore Georg Austen betonte bei der Übergabe die Bedeutung der mobilen Glaubenshelfer: „Der BONI-Bus ist weit mehr als nur ein Fahrzeug – er ist ein sichtbares Zeichen gelebter Nächstenliebe und Ausdruck einer Kirche, die nah bei den Menschen ist. Er bringt Menschen zusammen, ermöglicht Begegnungen, stärkt Beziehungen und unterstützt das vielfältige Engagement in Gemeinden, Verbänden und sozialen Einrichtungen.“ Gerade in einer Zeit, in der Mobilität oft über Teilhabe entscheide, schaffe der BONI-Bus konkrete Zugänge und neue Möglichkeiten, Gemeinschaft aktiv zu gestalten.
Monsignore Austen: „Mit jeder Übergabe senden wir zugleich ein starkes Signal: Kirche ist unterwegs, sie bleibt nicht stehen, sondern bewegt sich dorthin, wo Menschen leben, glauben und Unterstützung brauchen. Der BONI-Bus steht damit auch für eine Weltkirche in Bewegung – offen, zugewandt und bereit, Verantwortung zu übernehmen. Der BONI-Bus ist ein unverzichtbarer mobiler Glaubenshelfer.“