SECHS ANGEHENDE PRIESTER ZU GAST BEIM BONIFATIUSWERK

Impulse für den pastoralen Dienst

Trafen sich zum Austausch:  Senad Mrkalievic (Erzbistum Berlin), Karim-Habib Gehrmann (Bistum Dresden-Meißen), Theodor Christoph Meyer (Erzbistum Berlin), Viktor Schefer (Erzbistum Paderborn), Bonifatiuswerk-Generalsekretär Monsignore Georg Austen, Lidia Fioravanti (Newman-Institut Uppsala), Marco Marini, Dennis Castillo Jiménez (beide Erzbistum Berin) und Julian Heese (Leiter des Bereichs Missionarische und diakonische Pastoral). Foto: Hartmut Salzmann
Trafen sich zum Austausch: Senad Mrkalievic (Erzbistum Berlin), Karim-Habib Gehrmann (Bistum Dresden-Meißen), Theodor Christoph Meyer (Erzbistum Berlin), Viktor Schefer (Erzbistum Paderborn), Bonifatiuswerk-Generalsekretär Monsignore Georg Austen, Lidia Fioravanti (Newman-Institut Uppsala), Marco Marini, Dennis Castillo Jiménez (beide Erzbistum Berin) und Julian Heese (Leiter des Bereichs Missionarische und diakonische Pastoral). Foto: Hartmut Salzmann

07.05.2026

Sechs Diakone des interdiözesanen Presbyteratskurses haben das Bonifatiuswerk in Paderborn besucht – und dabei nicht nur Informationen gesammelt, sondern vor allem Eindrücke, Begegnungen und neue Impulse für ihren bevorstehenden priesterlichen Dienst mitgenommen. Die angehenden Priester stammen aus unterschiedlichen Teilen Deutschlands: Vier sind aus dem Erzbistum Berlin angereist. Zwei weitere Diakon haben ihre Heimat im Bistum Dresden-Meißen und dem Erzbistum Paderborn. In den kommenden Monaten werden die Diakone in ihren Diözesen zu Priestern geweiht.

Schon beim Empfang durch Bonifatiuswerk-Generalsekretär Monsignore Georg Austen wurde deutlich, dass der Besuch mehr sein sollte als ein klassischer Informationstermin. Monsignore Austen nahm sich Zeit für einen offenen Austausch und spannte den Bogen von den vielfältigen Hilfsprojekten des Bonifatiuswerkes bis hin zur Arbeit des Diaspora-Kommissariats der deutschen Bischöfe.

Letzteres hilft katholischen Priester und Diakonen in Nord-, Mittel- und Osteuropa, die vielerorts vor großen Herausforderungen stehen. Besonders in Regionen, in denen Katholiken nur eine kleine Minderheit bilden, erschweren weite Entfernungen und begrenzte finanzielle Ressourcen die pastorale Arbeit. Aus Solidarität mit ihren Mitbrüdern in der Diaspora geben Priester in Deutschland regelmäßig ein Prozent ihres Einkommens ab. Diese Beiträge werden über das Bonifatiuswerk weitergeleitet. Im Jahr 2026 stellt das Hilfswerk dafür insgesamt 5,1 Millionen Euro bereit. Die Unterstützung kommt Priestern in der Seelsorge sowie hauptamtlichen Diakonen zugute.

In der Gesprächsrunde zeigte sich schnell: Das Bonifatiuswerk ist für die angehenden Priester kein unbekanntes Terrain. Ob Materialien für die Erstkommunion- und Firmvorbereitung oder die markanten gelben BONI-Busse – viele hatten bereits Berührungspunkte mit der Arbeit des Hilfswerkes. Umso spannender war es für sie, nun einen Blick hinter die Kulissen zu werfen.

Besonders lebendig wurde der Austausch, als es um die Herausforderungen der Kirche heute ging. Monsignore Austen sprach offen über Umbrüche und Veränderungen, die auch das Leben in der Diaspora prägen. Dabei ging es auch um die Frage, wie Kirche in einer zunehmend säkularen Gesellschaft Gestalt annehmen kann – und welche Rolle ein Hilfswerk wie das Bonifatiuswerk dabei spielt.

An dem Treffen nahm auch Lidia Fioravanti teil, die seit einiger Zeit beim Newman-Institut in Uppsala (Schweden) arbeitet. Sie betreut von dort aus das Freiwilligenprogramm des Bonifatiuswerkes „Praktikum im Norden“. Ihre Stelle wird vom Bonifatiuswerk mitfinanziert.

Konkrete Einblicke in die Projektarbeit rundeten den Besuch ab. Dabei wurde greifbar, was die Unterstützung des Bonifatiuswerkes vor Ort bewirkt: gelebter Glaube, der Menschen verbindet, und pastorale Initiativen, die auch in kleinen Gemeinden Großes bewirken können.

(sah)