BEIM NÄCHSTEN TON IST FRIEDEN

Europaweites Glockenläuten anlässlich des Internationalen Friedenstages

Beim nächsten Ton ist Frieden: Europaweites Glockenläuten am 21. September
Beim nächsten Ton ist Frieden: Europaweites Glockenläuten am 21. September (Foto: pixabay)

23.08.2018

Das Bonifatiuswerk lädt zum europaweiten Glockenläuten am 21. September 2018 ein. Mit dabei sind u.a. der Kölner Dom, der Bamberger Dom, das Freiburger Münsters, die Frauenkirche in Dresden, der Wormser Dom und weit mehr als 150 weitere Kirchorte.

Denkt man an die Filme von "Don Camillo und Peppone", kommen sicher auch Szenen in den Sinn, in denen staatliche und kirchliche Glocken dazu genutzt werden, um Interessen gegeneinander durchzusetzen. Am 21. September 2018 werden jedoch von 18 bis 18.15 Uhr weltliche und sakrale Glocken in ganz Europa gemeinsam klingen. Der Deutsche Städtetag, der Deutsche Städte- und Gemeindebund, das Kulturbüro der Evangelischen Kirche Deutschland, das Deutsche Nationalkomitee für Denkmalschutz und das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken laden Glockenbesitzer ein, sich am Friedensläuten zu beteiligen.

Ein Signal des Friedens

Mit dem europaweiten Glockenläuten wollen Kirchen und Staaten im Europäischen Kulturerbejahr – Sharing Heritage – 2018 zusammen ein Signal des Friedens senden. In das Geläut stimmen unter anderem die Glocken des Kölner Doms, des Bamberger Doms, des Freiburger Münsters, der Frauenkirche in Dresden, des Wormser Doms und weit mehr als 150 weitere Kirchorte in ganz Deutschland ein.

Klar ist, dass Kirchenglocken nur im liturgischen Kontext geläutet werden können. Für Christen ist das Läuten nicht nur die "rationale kalendarische Unterscheidung zwischen Alltag und Feiertag", sondern vielmehr wird im "Klang der Glocken auf emotionale Weise gegenwärtig: der Tag wechselt in seiner Qualität", sagte Professor Dr. Michael G. Kaufmann von der Hochschule für Kirchenmusik in Heidelberg.

Starkes Zeichen für kulturelles Erbe Europas

Der Generalsekretär des Bonifatiuswerkes, Monsignore Georg Austen, betont zudem, "dass es ein starkes Zeichen der lebendigen Wirkkraft des gemeinsamen kulturellen Erbe Europas ist, dass staatliche und kirchliche Glocken – in ökumenischer Verbundenheit – zusammen mit dem Gebet ein wahrnehmbares Signal setzen. Gleichzeitig wird deutlich, wie notwendig auch heute umsetzbare Schritte des Friedens in der Welt sind. Es zeugt zugleich davon, dass wir die friedenstiftende Botschaft Jesu auch heute gemeinsam verkünden können."

Das Bonifatiuswerk hat für den 21. September 2018 ein Impulsheft erarbeitet,das es Kirchengemeinden und Gemeinschaften ermöglicht, sich zu beteiligen. Es steht als Download auf der Webseite www.herkunft-hat-zukunft.eu zur Verfügung.

(ss)