HELDEN GESUCHT UND HEILIGE GEFUNDEN

Bonifatiuswerk und das ifp prämieren Preisträger des Wettbewerbs "Herkunft hat Zukunft"

Die Gewinner des Medienwettbewerbs „Herkunft hat Zukunft“: Der Religionskurs des St. Wigbert-Gymnasiums (3. Platz), die katholische Jugend Strohgäu (1. Platz), Schülerinnen der Mädchenrealschule der Zisterzienserinnenabtei Kloster Waldsassen (2. Platz) und die katholische Jugend St. Johannes Baptist aus Garrel (3. Platz) (v.l.) mit Bernhard Remmers, journalistischer Direktor des ifp und Jurymitglied, Heinz Paus, Präsident des Bonifatiuswerkes und Msgr. Georg Austen, Generalsekretär des Bonifatiuswerkes und Jurymitglied (Mitte) Foto: Theresa Meier
Die Gewinner des Medienwettbewerbs „Herkunft hat Zukunft“: Der Religionskurs des St. Wigbert-Gymnasiums (3. Platz), die katholische Jugend Strohgäu (1. Platz), Schülerinnen der Mädchenrealschule der Zisterzienserinnenabtei Kloster Waldsassen (2. Platz) und die katholische Jugend St. Johannes Baptist aus Garrel (3. Platz) (v.l.) mit Bernhard Remmers, journalistischer Direktor des ifp und Jurymitglied, Heinz Paus, Präsident des Bonifatiuswerkes und Msgr. Georg Austen, Generalsekretär des Bonifatiuswerkes und Jurymitglied (Mitte) (Foto: Theresa Meier)

06.11.2018

Wonach suchen Jugendliche heute? Die Zeiten von Pikachu und Co. sind vorbei. Die virtuellen Spielfiguren der bekannten "Pokémon Go" App werden ausgetauscht und im Medienwettbewerb "Herkunft hat Zukunft" mit heiligen Helden ersetzt.

Spurensuche nach heiligen Vorbildern

Im Rahmen des Europäischen Kulturerbejahres hat das Bonifatiuswerk in Kooperation mit dem Institut zur Förderung publizistischen Nachwuchses e.V. (ifp) in einem Wettbewerb Jugendliche aus ganz Deutschland auf Spurensuche nach heiligen Vorbildern und christlichen Wurzeln geschickt. Ihre Entdeckungen haben sie in Videoclips festgehalten, die am Wochenende in Osnabrück prämiert wurden.

Zu den Gewinnern zählten die katholische Jugend Strohgäu aus dem Bistum Rottenburg-Stuttgart, die Klasse 8a der Mädchenrealschule der Zisterzienserinnenabtei Kloster Waldsassen aus dem Bistum Regensburg, die katholische Jugend St. Johannes Baptist aus Garrel im Bistum Münster und der Religionskurs der Klasse 8b des St. Wigbert-Gymnasiums in Hünfeld im Bistum Fulda.

Immer wieder neue Zugänge schaffen

Monsignore Georg Austen, Generalsekretär des Bonifatiuswerkes, sieht in dem Wettbewerb eine wichtige Bedeutung: "Gerade heute ist es für die Kirche wichtig, dass sie die Zeichen der Zeit wahr- und ernst nimmt und immer wieder neue Zugänge schafft, um Jugendliche anzuregen, sich mit den Inhalten und Werten des Glaubens und dadurch auch mit ihren Lebensfragen auseinanderzusetzen."

Die prominent besetzte Jury, bestehend aus dem Comedian Ingo Oschmann, der Journalistin Dr. Claudia Nothelle, dem ifp-Direktor Bernhard Remmers und Monsignore Georg Austen, hat es sich nicht einfach gemacht und gleich zwei dritte Plätze vergeben. Den teilen sich die katholische Jugend St. Johannes Baptist und der Religionskurs der Klasse 8b des St. Wigbert-Gymnasiums.

Heilige als Vorbilder

Die Jugendlichen aus dem Bistum Münster haben mit lokalen Persönlichkeiten der Geschichte Menschen porträtiert, die sich zu Lebzeiten getraut haben, Ungerechtigkeiten entschieden entgegenzutreten. Mit dem Titel "Auch Du bist gefragt!" macht der Film gleichzeitig auf die Notwendigkeit aufmerksam, solchen Vorbildern zu folgen.

Der Namensgeber der Wigbert-Schule wurde zum Protagonisten im gleichnamigen Film. Für die Schüler des Religionskurses des St. Wigbert Gymnasiums war es wichtig zu zeigen, "dass Wigbert als ‚Immigrant‘ gut aufgenommen wurde, aber auch selbst seine Mitmenschen gut behandelt und mit offenen Armen empfangen hat", so fasst es die Schülerin Charlotte Gute zusammen.

Das Erbe des heiligen Benedikt

Einen heiligen Wegweiser hat die Klasse 8a der Mädchenrealschule der Zisterzienserinnenabtei Kloster Waldsassen im heiligen Benedikt gefunden und sich damit den zweiten Platz des Medienwettbewerbs gesichert. "Mit dem Kurzfilm ‚Orientierungslos‘ wird die Aktualität und Kraft der Regel des heiligen Benedikt wunderbar vor Augen geführt. Ein Erbe, dessen sich Europa wieder besinnen muss: Es braucht verbindliche, menschliche Regeln, die das Zusammenleben fördern", betonte Monsignore Austen in seiner Laudatio.

   

Eindrücke von der Preisverleihung

Der erste Platz wurde durch den Präsidenten des Bonifatiuswerkes, Heinz Paus, an den Film "Unsichtbare Kräfte" verliehen. Auf anschauliche Weise hat die katholische Jugend Strohgäu gezeigt, wie jeder ganz einfach zu einem Held des Alltags werden kann. "Bei der Umsetzung war es uns besonders wichtig, dass wir über den Tellerrand hinaus schauen, aber dennoch den Zuschauenden die Möglichkeit geben sich wiederzufinden", beschreibt Alexandra Herger von der Jugendgruppe die Intention des Films.

Gelebten Glauben gezeigt

Nach einer beeindruckenden Zaubershow des Magie-Newcomers Marco Weissenberg und einem Impulsvortrag von Carla Böhnstedt von der Citypastoral des Erzbistums Berlin, die für innovative pastorale Aktionen bekannt ist, erhielten die Preisträger am Samstagabend im Osnabrücker Filmtheater Hasetor ihre Auszeichnungen.

"Die jungen Leute haben eine begeisternde Freude daran, Geschichten zu erzählen. Sie berichten uns mit den Medien dieser Zeit von Menschen, die ihren Glauben leben. Das hat Potential", fasst Bernhard Remmers, journalistischer Direktor des ifp, die Wirkungskraft des Medienwettbewerbs zusammen.

Teil von "Sharing Heritage"

Dieser ist Teil vielfältiger Veranstaltungen im Europäischen Kulturerbejahr, das unter dem Titel "Sharing Heritage" das Gemeinschaftliche und Verbindende europäischer Kultur in den Blick nimmt. Das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken ist mit vielen Aktionen im Jahr 2018 Mitgestalter des Kulturerbejahres.

Zu den Gewinnervideos

(thmei)