NEUE FAHRZEUGE DER VERKEHRSHILFE ÜBERGEBEN

Neun BONI-Busse für fünf Bundesländer

Gesamtgruppe der neuen BONI-Bus-Besitzer. Foto: Sr. Theresita M. Müller
Gesamtgruppe der neuen BONI-Bus-Besitzer. Foto: Sr. Theresita M. Müller

22.06.2018

Zum zweiten Mal in diesem Jahr hat das Bonifatiuswerk BONI-Busse an katholische Kirchengemeinden vergeben. Die neun rapsgelben Fahrzeuge gingen an Gemeinden in Baden-Württemberg, Brandenburg, Hessen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen.

 „Die Verkehrshilfe ist neben der Glaubenshilfe, der Kinder- und Jugendhilfe und der Bauhilfe ein wichtiges Element unseres Dienstes für die Menschen in der Diaspora. Die mehr als 600 BONI-Busse, die zurzeit auf deutschen Straßen unterwegs sind, helfen, ein lebendiges Gemeindeleben zu unterstützen“, sagt Monsignore Georg Austen, der Generalsekretär des Bonifatiuswerkes, bei der Übergabe der Busse.

Das Bonifatiuswerk unterstützt die Anschaffung eines BONI-Busses mit zwei Dritteln der Anschaffungskosten. Sie werden eingesetzt in Diasporagebieten, denn die katholischen Christen haben oft große Entfernungen zu überbrücken.

MEHR ÜBER DIE VERKEHRSHILFE

Bistum Görlitz

Das Bistum Görlitz hat zwei BONI-Busse erhalten. Einer der Busse ging an die Zisterzienser von Neuzelle. Alle vier Mönche sind nach Paderborn gefahren, um ihr neues Fahrzeug in Empfang zu nehmen. Ab

Ende August werden zwei weitere Mitbrüder aus dem Mutterkloster in Wien die Gemeinschaft vergrößern. „Wir sind dabei, uns als geistliche Gemeinschaft in Neuzelle zu verorten. Wir freuen uns sehr über den BONI-Bus, denn mit zukünftig sechs Mitbrüdern brauchen wir ein größeres Auto“ sagt Frater Aloysius. Das Fahrzeug werde auch für die pastorale Arbeit der Ordensmänner genutzt, zum Beispiel für Wallfahrten nach Heiligenkreuz.

Für die katholische Kirchengemeinde St. Benno in Spremberg ist es der dritte BONI-Bus in Folge. Die 1.500 Katholiken leben verstreut in einem Pfarrgebiet von 551 Quadratkilometern. Da braucht es das Erleben von Gemeinschaft. „Man muss sich zusammentun, um etwas zu bewirken. Wir wollen unseren Gemeindemitgliedern die Erfahrung vermitteln, dass wir Katholiken mehr sind als die sprichwörtlichen zwei oder drei“, sagt Pfarrer Daniel Laske beim Empfang des BONI-Busses.

Eingesetzt wird der VW-Bus für Fahrten mit Senioren zum Gottesdienst und mit Kindern und Jugendlichen zu kirchlichen Angeboten und Freizeiten. „Er ist ein rechter Lastesel, er dient auch zum Transport von Gemeindegrill und Rasenmäher für die Gemeindefeste und das Instandhalten unserer fünf Kirchen“, ergänzt Rudolf Schulze vom Kirchenvorstand.  

Bistum Hildesheim

Zwei BONI-Busse gingen an das Bistum Hildesheim. Die katholische Kirchengemeinde St. Ludwig in Celle setzt ihren neuen VW-Bus vor allem dafür ein, die Kinder des ersten Schuljahres zur katholischen Grundschule zu fahren. Damit bleibt den Sechsjährigen die Fahrt in den gut gefüllten Stadtbussen erspart.

„Sonntags holen wir ganz traditionell Senioren zur Eucharistiefeier ab, so dass sie weiter am Gemeindeleben teilnehmen können. Für das zweite Halbjahr planen wir Pilgertouren, bei denen der BONI-Bus auch zum Einsatz kommen wird. Und er wird natürlich eingesetzt für die Pfadfinder und die Bildungsfahrten der Gruppe 55+“, sagt Andreas Holzapfel, stellvertretender Vorsitzender des Pastoralrats St. Ludwig.

Der katholischen Kirchengemeinde St. Bonifatius in Wunstorf ist es wichtig, dass die mehr als 6.000 Gemeindemitglieder miteinander in Kontakt bleiben. Der neue VW-Bus hilft, die zum Teil 20 Kilometer langen Entfernungen zu überbrücken. Neben Fahrten mit Jugendliche und Senioren dient er auch dem Beerdigungsdienst, der mehr und mehr von Ehrenamtlichen übernommen wird. „Ohne den BONI-Bus wäre es logistisch sehr schwierig, sich in einer so großen Gemeinde heimisch zu fühlen, anstatt sich zu verlieren“, sagt die Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, Dr. Jutta Stenzel, beim Abholen des rapsgelben Fahrzeugs.

Bistum Münster

Auch im Bistum Münster fahren seit gestern zwei neue rapsgelbe Busse. Das Pfarrgebiet der katholischen Kirchengemeinde St. Vinzenz Pallotti in Bad Zwischenahn umfasst 450 Quadratkilometer. Um sich als Mitglied der Gemeinde heimisch zu fühlen, braucht es die Möglichkeit der Begegnung.

Pfarrer Landwehr hat zum zweiten Mal einen rapsgelben BONI-Bus erhalten. Damit können weiterhin Senioren zum Gottesdienst und Kinder und Jugendliche zu Freizeiten und kirchlichen Aktivitäten gefahren werden.  Gemeindemitglieder haben die Möglichkeit, einmal den Sonntagsgottesdient in einer der anderen Kirchen  besuchen.

Das Pfarrgebiet der katholischen Kirchengemeinde St. Willehad in Nordenham erstreckt sich über 400 Quadratkilometer. Der Katholikenanteil liegt bei knapp 10 Prozent. Um sich als Mitglied der Gemeinde heimisch zu fühlen, braucht es die Möglichkeit der Begegnung. Mit dem neuen rapsgelben BONI-Bus werden zum Beispiel die Kinder aus Orten bis zu 20 Kilometer Entfernung zur katholischen Grundschule gebracht. Weiterhin werden Senioren zum Gottesdienst und Kinder und Jugendliche zu Freizeiten und kirchlichen Aktivitäten gefahren. 

Fulda, Paderborn und Rottenburg-Stuttgart

Piotr Polkowski aus der katholischen Kirchengemeinde St. Johannes Bosco in Lohfelden im Bistum Fulda wird den BONI-Bus zur Entwicklung der Gemeindestrukturen nutzen. „Wir wollen die strategischen Ziele von Bischof Algermissen umsetzen und die Menschen aus unseren vier Gemeinden zusammenführen. Dafür müssen wir Entfernungen von 30 Kilometern zurücklegen“, so Pater Polkowski.

Minden im Erzbistum Paderborn ist die Kommune mit dem geringsten Katholikenanteil in NRW. Weite Strecken sind zu überbrücken, wenn man alle Gemeindemitglieder erreichen will. Darum freut sich die katholische Domgemeinde in Minden über ihren ersten BONI-Bus. Propst Roland Falkenhahn, Rendant Stephan Kurze und Martin Sobota vom Pfarrgemeinderat haben das rapsgelbe Fahrzeug gestern aus Paderborn abgeholt. „Unsere Gemeinden sind dabei, zusammenzuwachsen. Dafür brauchen wir Fahrzeuge“, sagt Propst Falkenhahn bei der Übergabe des VW-Busses.

Die italienischen Gemeinden in Esslingen und Wernau im Bistum Rottenburg-Stuttgart haben zum ersten Mal einen BONI-Bus erhalten. Bei der Übergabe in Paderborn beschreibt Pfarrer Gregorio Milone den geplanten Einsatz des VW-Busses: „Die beiden Gemeinen haben zusammen etwa 4.000 und 4.500 Italiener. Sie wohnen verstreut. Darum ist es für sie nicht leicht, zum Gottesdienst zusammenzukommen. Wir werden sie mit dem neuen BONI-Bus zum Gottesdienst abholen. Auch die Kinder bringen wir zur Katechese. Und er wird für die Aktivitäten und Fahrten der Gemeinden eingesetzt. Wir sind sehr dankbar für unseren BONI-Bus.“

(tm)