IHRE HILFE FÜR GEISTIG BEHINDERTE KINDER UND JUGENDLICHE

Die katholische Wohneinrichtung am Michaelkirchplatz in Berlin-Mitte

Benjamin liebt es auf seinem großen Kissen mitten in der Wohnküche und damit mitten im Leben zu liegen. (Foto: A. Herrmann)
Benjamin liebt es auf seinem großen Kissen mitten in der Wohnküche und damit mitten im Leben zu liegen. (Foto: A. Herrmann)

Die katholische Wohneinrichtung ist eine Wohnstätte für Kinder und Jugendliche von sechs bis 21 Jahren mit geistiger Behinderung. Die Bewohner haben einen ausgeprägten Autismus, sind traumatisiert, haben das Down-Syndrom oder Epilepsie und kämpfen mit den Folgen einer Sauerstoffunterversorgung bei ihrer Geburt oder eines Alkohol- und Drogenmissbrauchs ihrer Mutter während der Schwangerschaft. Hinzu kommt oftmals eine schwierige Situation im Elternhaus - überforderte Eltern, Scheidungs- und Trennungsprobleme bis hin zu Gewalt und Missbrauch. 16 Mädchen und Jungen leben zurzeit in zwei Wohngruppen in der Heilpädagogischen Wohneinrichtung in Berlin-Mitte. 

Wenn ein Kind schlecht spricht, gehen wir nicht nur zur Logopädin, sondern überlegen umfassend: Wo liegen die Ursachen, welche Unterstützung braucht es noch?

Simone Bachstein, Einrichtungsleitung

Fern von den Eltern daheim

Seit drei Jahren leben Dominik und Jean bereits in der Einrichtung der Caritas Familien- und Jugendhilfe. Ihre Eltern, selbst in einer schwierigen Lebenssituation, kamen mit der geistigen Beeinträchtigung der beiden Söhne kaum zurecht. Die elf und sieben Jahre alten Brüder sind in ihrer Entwicklung noch nicht so weit wie andere Kinder ihres Alters und zeigen sich besonders verhaltensauffällig. Die beiden Jungs teilen sich nun ein großes Zimmer und wachsen mit sechs weiteren Kindern und Jugendlichen wie einer großen Familie auf. 

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Mithelfen und sich einbringen

Jede Wohngruppe organisiert ihren Alltag selbst. Unterstützt von ihren Betreuern gehen die Kinder und Jugendlichen einkaufen. Sie kochen gemeinsam, kümmern sich um ihre Wäsche, helfen mit beim Saubermachen. Das Ziel ist es, dass die Bewohner je nach ihren Möglichkeiten all das lernen, was sie auch später einmal alleine können müssen. Die Kleineren bekommen beigebracht, sich selbstständig zu waschen und anzuziehen, den Tisch zu decken und beim Kochen mitzuhelfen. Bei den Größeren geht es darum, Wege allein zu bewältigen, zum Beispiel allein zum Arzt oder zur Schule zu fahren, oder einzukaufen und dabei richtig mit dem Geld umzugehen.

Bis dahin allerdings sollen sich die Kinder in der Wohnstätte am Michaelkirchplatz wohlfühlen. Die Heilerziehungspflegerinnen- und pfleger tun alles dafür den Kindern ein gutes Zuhause zu geben. Vieles jedoch ist von Spenden abhängig. Besonders was die Freizeitgestaltung der Kinder und Jugendlichen betrifft, braucht die Einrichtung Unterstützung. Der eigene Spielplatz direkt vor der Haustür oder der Computerraum, aber auch individuelle Spielsachen oder eine mehrtägige Urlaubsfahrt im Sommer: ohne zusätzliche Spendengelder bleibt vieles für die Kinder und Jugendlichen unmöglich.

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Petra Ernst-Gutierrez

Bereichsleiterin
05251 29 96-33
petra.ernst-gutierrez@bonifatiuswerk.de