LEBENSORTE RELIGIÖSER BILDUNG

Kindertagesstätten in der Diaspora

In den Kitas in der Diaspora erfahren viele Kinder erstmals etwas über die Inhalte des christlichen Glaubens. (Foto: Hiegemann)
In den Kitas in der Diaspora erfahren viele Kinder erstmals etwas über die Inhalte des christlichen Glaubens. (Foto: Hiegemann)

Leuchttürme frühkindlicher religiöser Bildung

In der nord- und ostdeutschen Diaspora sind die katholischen Kindertageseinrichtungen unschätzbar wertvolle Lebensorte der frühkindlichen Glaubensbildung und menschlichen Beziehung. In ihnen können über 13.000 Kinder christliche Werte entdecken und erleben. Als Familien unterstützende Bildungseinrichtungen haben sie eine herausragende Bedeutung für das gesellschaftliche und kirchliche Leben und sind für die Weitergabe des Glaubens unerlässlich.

Bei der pädagogischen und pastoralen Arbeit setzen die Kitas auf Projekte und orientieren sich an der individuellen Lebenssituation der Kinder und Familien. Sie bilden, erziehen und betreuen Kinder und unterstützen Eltern in ihrem Erziehungsauftrag. Sie bieten Familien bei deren Suche nach der für sie geeigneten Gestaltung von Erziehung und Familienleben Orientierung, Unterstützung und Anregung. Die Kindertagesstätten stehen auch Eltern und Kindern anderer Konfessionen oder ohne konfessionelle Bindung offen.

Den Kindern von den biblischen Geschichten erzählen. Die Werte vermitteln, die dahinterstehen und sie den Kindern mitgeben.

Bernadette Kindl,
Leiterin Kita Edith Stein Halle

Kindern von biblischen Geschichten erzählen

Der Ansporn von Bernadette Kindl (Leiterin der Edith-Stein-Kita in Halle) ist es, gemeinsam mit den Kindern den christlichen Glauben zu leben und zu zeigen, wie wertvoll es ist, zu einer Glaubensgemeinschaft zu gehören. Doch in den nord- und ostdeutschen Diasporaregionen ist es für die Mehrheit der Familien nicht selbstverständlich, dass der Glaube eine Rolle im Leben einnimmt und zum Alltag dazugehört. Die große Mehrheit der Kinder, die in eine katholische Kita gehen, haben zu Beginn ihrer Kindergartenzeit keine Berührungspunkte mit den Inhalten des christlichen Glaubens. Das ist nicht verwunderlich, denn ihre Eltern haben es ihnen nicht nahegebracht. Und trotzdem gibt es ein starkes Verlangen der Eltern, ihr Kind in eine katholische Einrichtung zu geben, damit sie etwas kennenlernen, was sie von zuhause aus nicht kennen.

 

Kita in Halle verfolgt klares Ziel

"Wenn Inhalte des Glaubens für die Kinder im Alltag nicht mehr fremd sind, dann haben wir unser Ziel erreicht“, sagt Kindl. Und der Weg hin zu diesem Ziel ist nicht einfach. Denn oftmals mangelt es an religionspädagogischen Materialien wie Kinderbibeln, biblische Erzählfiguren oder Bastelsachen. Und für die religionspädagogischen Weiterbildungen der Erzieherinnen und Erzieher stehen nur geringfügige Mittel zur Verfügung.

Covid-19 stellt Kitas zusätzlich vor Herausforderungen

Kreative Formen der Betreuung müssen geschaffen werden. Neben dem Angebot einer Notbetreuung versuchen die Kitas einen direkten Kontakt zu den Kindern zu halten und die Eltern in dieser schwierigen Zeit zu unterstützen. Postalisch erhalten die Kinder u.a. Pakete mit religiösen Spielen, kleinen Texten, Morgengebeten oder Bastel- und Malaufgaben. Zudem können die Eltern zu jeder Zeit Materialien für zu Hause ausleihen. So sind die Kitas wichtige Lebensorte für die Familien.

 

Wertevermittlung hat großen Stellenwert

Daher werden zu Festtagen wie Ostern, Weihnachten, Pfingsten oder konkreten Bibelthemen wie den Propheten im Alten Testament stets Projekte entwickelt, um die Kinder mit Glaubensinhalten in Berührung zu bringen. Doch um ihren religiösen Betreuungsauftrag nachkommen zu können, sind die Kitas auf Unterstützung angewiesen. Die Kitas und das große Engagement der Erzieherinnen und Erzieher ermöglichen überhaupt erst die Förderung der (früh-)kindlichen religiösen Bildung in der Diaspora. Für die Weitergabe des Glaubens sind die Kitas prägend und unerlässlich. Ebenso helfen sie oft, eine Beziehung zum Glauben und zu den Eltern aufzubauen.

Unterstützen Sie die (früh-)kindliche religiöse Bildung in der Diaspora!

Kindertagestätten in der Diaspora

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IHRE ANSPRECHPARTNERINNEN ZU DEN PROJEKTEN

Haben Sie Fragen, wie Sie einzelne Projekte unterstützen können? Nicole Dürdoth (links) und Katrin Sijbom sind Ihnen gerne behilflich.

Nicole Dürdoth

Referentin Fundraising
05251 29 96-45
nicole.duerdoth@bonifatiuswerk.de

Katrin Sijbom

Referentin Fundraising
05251 29 96-33
katrin.sijbom@bonifatiuswerk.de