KIRCHE MITTEN IM SZENEKIEZ

Pfarrei Sankt Marien Liebfrauen in Berlin Kreuzberg

Das Arztmobil der Berliner Caritas kümmert sich um Bedürftige in der Gemeinde. (Foto: Caritas Berlin)
Das Arztmobil der Berliner Caritas kümmert sich um Bedürftige in der Gemeinde. (Foto: Caritas Berlin)

Das außergewöhnliche Engagement der katholischen Gemeinde St. Marien Liebfrauen in Berlin-Kreuzberg lebt von den Menschen, die sich dort einsetzen. Durch den unermüdlichen Einsatz der Schwestern von Mutter Teresa, der Missionaries of Charity, und der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer werden viele diakonische und missionarische Projekte realisiert. Zum Angebot gehört beispielsweise eine Notunterkunft, die bereits seit 1995 besteht und seitdem 35.000 Menschen eine sichere Übernachtung im bitteren Berliner Alltag bieten konnte. Zudem erhalten bis zu 200 Bedürftige pro Tag eine warme Mahlzeit.

6.000 Gemeindemitglieder versuchen mitten im Szenekiez ihren katholischen Glauben zu leben. Laut Kartei ist Sankt Marien Liebfrauen eine sehr junge Gemeinde. Studenten, junge Paare, Menschen, die zum Beispiel auf dem Mediaspree-Gelände ganz in der Nähe arbeiten. Erbaut wurde die St.-Marien-Liebfrauen-Kirche 1905. Schon in den 1890er-Jahren trafen sich hier Katholiken zu Gebeten. Menschen auf der Suche nach einer Anstellung als Fabrikarbeiter, Dienstmädchen oder Kellner. Heute sind es andere Menschen, die aus Polen nach Berlin kommen: Studenten, erfolgreiche Geschäftsleute, Handwerker. Aber auch jene, die so wie damals nach dem großen Glück suchen, dabei aber scheitern.

Die Menschen wissen: Jeder ist willkommen und wir schließen hier niemanden aus.

Pfarrer Michael Wiesböck

Glaubensstifter in Aktion

Menschen mit wenig Geld oder ohne Obdach erhalten jeden Mittwoch im Mittwochscafé eine Tasse Kaffe oder Tee, ein belegtes Brötchen oder auch mal eine warme Suppe. Im Winter wird eine Notübernachtung für bis zu zwölf Männer angeboten. Von Montag auf Dienstag gibt es auch im Sommer ein Nachtcafé. Es ist für Wohnungslose schließlich keineswegs einfacher, in der Großstadt zu überleben, nur weil es draußen warm und sommerlich ist. Der ein oder andere hat durch die Arbeit der Gemeinde Vertrauen geschöpft und Hilfe angenommen. Gerade in der Kältehilfe im Winter, wenn die Menschen an jedem Abend kommen, wächst man zusammen und findet ein enges Verhältnis zueinander.

Zur Kirchengemeinde kommen häufig Menschen, die durch alle soziale Netze gefallen sind. Neben der Wohnungslosigkeit spielt häufig der Alkohol eine verhängnisvolle Rolle im Leben der Menschen, dazu kommen psychische Probleme. Ein besonderer Anlass, in die katholische Gemeinde zu kommen, ist für viele Bedürftige das Arztmobil der Berliner Caritas: Seine Mitarbeiter betreuen Menschen, die nicht mehr krankenversichert sind. Sie helfen bei der Versorgung offener Wunden, verteilen Medizin, stellen Diagnosen und bringen Menschen auch schon mal in ein Krankenhaus.

Aktuell muss der Gemeindesaal neu gestrichen und die Küche modernisiert werden. Der Gemeindesaal dient nicht nur dem Mittwochscafé, hier treffen sich auch am Sonntag nach der Messe die Kirchgänger zu einer Tasse Kaffee. Und wenn die Gemeinde die Nachbarn dazubringen will, am nächsten Sonntag wiederzukommen, dann sollten auch die Gemeinderäume einladend gestaltet sein.

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