Das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken unterstützt katholische Christen überall dort, wo sie in einer extremen Minderheitensituation, in der Diaspora, ihren Glauben leben.

Mit seiner Bau-, Verkehrs-, Kinder- und Glaubenshilfe fördert es Projekte in Deutschland, Nordeuropa und dem Baltikum.

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17.03.2018

Mit dem "Freiwilligen Bonifatius Dienst" die katholische Diaspora in Nordeuropa kennengelernt

Vor dem königlichen Schloss in Stockholm: David Vu, Julia Jesse, Koordinatorin des Freiwilligendienstes aus dem Bonifatiuswerk, Johanna Meyer, Felix Wemhoff, Pater Franz-Ulrich Otto SDB, Jasper Carstens, Antonia Riebe (v.l.) Foto: Anna Nick

Seit September 2017 bietet das Bonifatiuswerk neben dem Projekt "Praktikum im Norden" auch einen inländischen Freiwilligendienst für junge Menschen an: den "Freiwilligen Bonifatius Dienst". Die ersten fünf Freiwilligendienstleistenden haben nun eine Woche lang die katholische Diaspora in Dänemark und Schweden kennengelernt.

Anfang März starteten Antonia Riebe, David Vu, Felix Wemhoff, Jasper Carstens und Johanna Meyer gemeinsam mit ihrem pastoralen Begleiter, Pater Franz-Ulrich Otto SDB von den Salesianern Don Boscos, in Berlin ihre einwöchige Reise Richtung Norden in einem rapsgelben BONI-Bus.

Schloss Amalienborg in Kopenhagen mit Blick auf die Marmorkirche Foto: Johanna Meyer

Als erste Station stand Kopenhagen auf dem Programm. Dort traf sich die Gruppe mit Generalvikar Niels Engelbrecht zum gemeinsamen Austausch über die katholische Kirche in Dänemark und Deutschland. Nach einer Heiligen Messe in der St. Therese Kirche in Kopenhagen durften die Freiwilligen den typischen Kirchenkaffee miterleben. Dieser hat in der katholischen Kirche in Nordeuropa Tradition und gilt bisweilen sogar als "achtes Sakrament". Da viele Gemeindemitglieder – gerade im ländlichen Raum – weite Wege zur Kirche auf sich nehmen müssen, treffen sie sich nach dem Gottesdienst im Gemeindesaal, um gemeinsam zu essen und sich auszutauschen.

Während einer Stadtführung, die vom dänischen katholischen Jugendverband (DUK) organisiert wurde, bekamen die Jugendlichen und Pater Otto einen Eindruck von der winterlichen Hauptstadt Dänemarks.

Mit dem BONI-Bus Richtung Schweden Foto: Jasper Carstens

Mit der Fähre ging es weiter nach Schweden, wo die Gruppe schließlich mit dem gelben BONI-Bus in Vadstena am Vätternsee ankam. Dort trafen die jungen Menschen die Birgittinnen, die dort ein Kloster mit Gästehaus haben.

Als nächstes stand Marielund, die Bildungsstätte des Bistum Stockholms, auf dem Plan. In der verschneiten Landschaft konnten die Freiwilligen die Ruhe und die schwedische Natur genießen.

Aus der Natur ging es zurück in die Großstadt: In Stockholm besuchten die Jugendlichen gemeinsam mit Pater Otto die Gemeinde St. Eugenia im Zentrum der schwedischen Hauptstadt, wo auch Julia Jesse, die Koordinatorin des Freiwilligendienstes aus dem Bonifatiuswerk, und Anna Nick vom Newman Institut in Uppsala, der einzigen katholischen Hochschule Nordeuropas, zu ihnen stießen.

Schweigende Pilger auf dem Eriksweg Foto: Anna Nick

Auf den Spuren des Heiligen Erik, der in Schweden nicht nur von der katholischen Kirche verehrt wird, wanderten die Freiwilligen aus Deutschland auf ihrer letzten Station gemeinsam mit den Bonifatiuswerk-Praktikanten, die gerade ihr "Praktikum im Norden" in Schweden und Norwegen absolvieren, auf dem Eriksweg.

"Es war eine interessante Reise, bei der wir die katholische Diaspora in Dänemark und Schweden hautnah kennenlernen konnten und viele inspirierende Menschen getroffen haben", fasst Johanna Meyer, eine der Freiwilligen, die Zeit in Nordeuropa zusammen.

Start der Pilgerwanderung vor dem Dom in Uppsala: Antonia Riebe, Lioba Dietz, Tobias Hövener, Magdalena Kollbeck, Jasper Carstens, Martin Schäfer, Ursula Hartmann, David Vu (v.l.) Foto: Anna Nick

Die katholische Kirche in Skandinavien ist eine Einwandererkirche, eine Vielzahl von Nationalitäten und Kulturen trifft hier aufeinander. Außerdem sind Katholiken in Nordeuropa in einer starken Minderheitensituation. Das Bonifatiuswerk unterstützt sie auf vielfältige Weise.

Freiwilliger Bonifatius Dienst

Der Freiwillige Bonifatius Dienst kann als Bundesfreiwilligendienst (BFD) oder Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) geleistet werden. Die derzeitigen Freiwilligen sind in der Manege im Don Bosco Zentrum in Berlin, in der Pfarrei Hl. Dreifaltigkeit in Brandenburg, in der Ministrantenarbeit und Jugendkirche beim Erzbischöflichen Amt für Jugendseelsorge im Erzbistum Berlin und im Bonifatiuswerk in Paderborn eingesetzt. Den Dienst in den Einsatzstellen ergänzt eine geistliche Begleitung außerhalb der Einsatzstelle durch Pater Franz-Ulrich Otto SDB von den Salesianern Don Boscos.

(jm/thmei)  

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