Das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken unterstützt katholische Christen überall dort, wo sie in einer extremen Minderheitensituation, in der Diaspora, ihren Glauben leben.

Mit seiner Bau-, Verkehrs-, Kinder- und Glaubenshilfe fördert es Projekte in Deutschland, Nordeuropa und dem Baltikum.

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11.06.2018

Vom Bethlehemhaus in Riga zum Jüdischen Mahnmal

Das Bethlehemhaus in Riga. Foto: Sr. Theresita Müller
Das Bethlehemhaus in Riga. Foto: Sr. Theresita Müller

Nur die Namen verbinden die zwei Orte, die die Vertreter der Diözesan-Bonifatiuswerke am Samstag besucht haben. Das Bethlehemhaus in Riga für Alkohol- und Drogenabhängige hat seinen Namen von der Stadt Bethlehem in Israel, in der Maria und Josef Aufnahme gefunden haben, um Gottes Sohn zur Welt zu bringen. Das jüdische Mahnmal ist dort errichtet, wo Anfang der vierziger Jahre Zehntausende von Juden aus Deutschland und Lettland ermordet wurden.

Der Alltag im Bethlehemhaus

Liga Roke-Reimate, eine der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen, schildert den Alltag im Bethlehemhaus: Jeweils ein Jahr lang wohnen acht bis fünfzehn Abhängige, zu 95 Prozent Männer, in dem zweihundert Jahre alten, stark renovierungsbedürftigen Haus und erfahren hier lang vermisste Gemeinschaft und Zuwendung. Der geregelte Tagesablauf, Mitarbeit im Haus mit eigenen Verantwortlichkeiten, gemeinsame Gebetszeiten, Lesen in der Bibel und die wöchentliche Begegnung mit dem Seelsorger sind wichtige Stützen auf dem schweren Weg aus der Abhängigkeit. Die Erfolgsquote liegt bei 20 Prozent, was im internationalen Vergleich überdurchschnittlich ist. Dank der Unterstützung durch das Bonifatiuswerk, Renovabis und das Erzbistum Riga konnte ein Großteil der Renovierungsarbeiten bereits abgeschlossen werden.

Liga Roke-Reimate erzählt vom Bethelemhaus, Sr. Hanna übersetzt ins Deutsche. Foto: Sr. Theresita Müller
Liga Roke-Reimate erzählt vom Bethelemhaus, Sr. Hanna übersetzt ins Deutsche. Foto: Sr. Theresita Müller
Ein Zimmer für drei Bewohner im Bethlehemhaus in Riga. Foto: Sr. Theresita Müller
Ein Zimmer für drei Bewohner im Bethlehemhaus in Riga. Foto: Sr. Theresita Müller

Das Jüdische Mahnmal

Das jüdische Mahnmal im Wald von Biķernieki erinnert an die systematische Ermordung von mehr als 35.000 deutscher, österreichischer und tschechischer Juden, Kriegsgefangener und Widerstandskämpfer während der Jahre 1941 bis 1944. Tafeln mit den Namen der Städte, aufgerichtete Steine unterschiedlicher Größe und Stelen mit den Symbolen für Juden, Kriegsgefangene und Widerstandskämpfer bewahren das Gedenken an die Opfer und laden zum Gebet ein. In dem an einen Altar erinnernden Steinquader in der Mitte des zentralen Platzes liegen Kupferrollen mit den Namen aller Ermordeten.

(tm)   

Kapelle und Altar. Foto: Sr. Theresita Müller
Kapelle und Altar. Foto: Sr. Theresita Mülle
Steine für die ermordeten Juden aus Paderborn. Foto: Sr. Theresita Müller
Steine für die ermordeten Juden aus Paderborn. Foto: Sr. Theresita Müller
Stele für die ermordeten Kriegsgefangenen. Foto: Sr. Theresita Müller
Stele für die ermordeten Kriegsgefangenen. Foto: Sr. Theresita Müller
Stele für die ermordeten Widerstandskämpfer. Foto: Sr. Theresita Müller
Stele für die ermordeten Widerstandskämpfer. Foto: Sr. Theresita Müller

Aktuelle Publikationen

Im Mittelpunkt des neuen Bonifatiusblattes steht die bundesweite Diaspora-Aktion 2018.

In der aktuellen Ausgabe der Kinderzeitschrift "boni kids" geht es um "Allerheiligen". Mehr Infos

Und das neue Heft der Schriftenreihe "Lebendiges Zeugnis" (03/2018) widmet sich dem Thema "Exerzitien".

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