KINDERTAGESSTÄTTE ALS AUSDRUCKSFORM VON KIRCHE

X:PEDITION Kita – Kita als Gemeinde denken

Herbert Adam (li) und Felix Goldinger (re) bei der Auftaktveranstaltung X:PEDITION in der Kita St. Norbert in Kaiserslautern. (Foto: Bistum Speyer)

09.07.2020

Mit sechs Kindertagesstätten hat das innovative Projekt "X:Pedition Kita" im Bistum Speyer begonnen. "Wir wollen am Kita-Ort neue Formen von Gemeinde entwickeln, die in den Kontext junger Familien passen. Wir wollen miteinander lernen, wie die Grundvollzüge der Kirche (Verkündigung der Frohen Botschaft, Feier des Glaubens, Nächstenliebe und Gemeinschaft) eine Kita als Gemeinde prägen können. Und wir wollen erproben, wie das Zusammenspiel von Kita-Gemeinde und Territorial-Pfarrei funktioniert. Uns ist klar: Ohne die Beteiligung der Kinder, ihrer Bezugspersonen und den direkten Nachbarn im Umfeld der Kitas wird unsere X:PEDITION nicht funktionieren," erklärt Felix Goldinger, Referent für missionarische Pastoral in Speyer, die Ziele des Projekts.

Unterstützt wird das Projekt vom Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken mit 7.000 Euro, das durch sein bundesweites Förderprogramm "Räume des Glaubens eröffnen" innovative missionarische Projekte evaluativ begleitet und in der Vernetzungsarbeit unterstützt.

Kitas rund um die Bistumsstadt beteiligen sich

Sechs katholische Kindertagesstätten in Lingenfeld, Reinheim, Offenbach, Kaiserslautern und Speyer sind mit der Übergabe des Expeditions-Logbuchs gestartet. "Wir hoffen, mit dem Projekt X:PEDITION KITA, die Funktion der Kindertagesstätte über das bisherige und gewohnte Angebot hinaus zu weiten: hin zu einer Gemeinde, die die Sorgen, Nöte, aber auch Bedürfnisse und Interessen der Menschen vor Ort im Blick hat. Es wäre großartig, wenn wir in eineinhalb Jahren erkennen, dass sich neue Gemeindeformen im Kontext Kita in unserem Bistum entwickeln",  beschreiben Felix Goldinger und Herbert Adam, Referent für Seelsorge in Kindertageseinrichtungen, die Initiative.

(tm)

Eindrücke aus dem Projekt X:Pedition Kita

Förderprogramm "Räume des Glaubens eröffnen"

Mit dem Förderprogramm "Räume des Glaubens eröffnen" sucht und fördert das Bonifatiuswerk innovative missionarische Projekte in ganz Deutschland und stellt sich so den aktuellen gesellschaftlichen und kirchlichen Veränderungen und Herausforderungen. Ziel ist es, innovative Projekte ausfindig zu machen, die die Lebenswelt der Menschen mit dem Evangelium zusammenbringen. Als Unterstützung bietet das Hilfswerk seinen Partnern finanzielle Förderung zur Verwirklichung der eigenen Projekte, Vernetzung mit anderen innovativen Projektgruppen, evaluative Begleitung und Unterstützung in der Öffentlichkeitsarbeit. Interessierte erreichen den Projektverantwortlichen Daniel Born unter 05251 29 96-26 oder unter daniel.born@bonifatiuswerk.de.