KARMELITINNEN BRAUCHEN TROTZ ZAHLREICHER SPENDEN WEITER FINANZIELLE UNTERSTÜTZUNG

Spatenstich für Erweiterungsbau im Kloster Hafnarfjördur

Beim Spatenstich zum Erweiterungsbau legten die Ordensschwestern im Karmelkloster Hafnarfjördur (Island) jetzt selbst Hand an. Foto: Schwester Melkork/Karmelkloster Hafnarfjördur
Beim Spatenstich zum Erweiterungsbau legten die Ordensschwestern im Karmelkloster Hafnarfjördur (Island) jetzt selbst Hand an. Foto: Schwester Melkork/Karmelkloster Hafnarfjördur

29.08.2025

Im Karmelkloster Hafnarfjördur (Island) haben die Vorarbeiten für den geplanten Erweiterungsbau begonnen. Mit dem Spatenstich legten die Schwestern jetzt selbst Hand auf der Baustelle an. Zweidrittel der benötigten Gesamtsumme von umgerechnet etwa 1,5 Millionen Euro haben die Schwestern bereits zusammen. Sie brauchen aber weiterhin finanzielle Unterstützung. Das Bonifatiuswerk hat für das Projekt bislang 600.000 Euro zur Verfügung gestellt.

Nach Worten von Mutter Oberin Schwester Agnes wird derzeit das Fundament ausgebhoben, um anschließend die Versorgungsleitungen zu verlegen und die Bodenplatte zu gießen. Die Freude über den Baustart ist groß, der Respekt vor den Kosten allerdings auch. Laut Schwester Agnes muss ein Graben ausgeschachtet werden, um das Areal an die öffentliche Versorgung anzuschließen. Die Oberin: "Dieser Graben verläuft durch unseren bereits angelegten Klostergarten, sodass gepflasterte Wege, ein langer Abschnitt asphaltierter Zufahrt und Rasenflächen ausgehoben werden müssen. Die anschließende Wiederherstellung wird kostspielig."

Weitere Unterstützung nötig

Schwester Agnes und ihre Mitschwestern sind dennoch zuversichtlich, dass bis Sommer 2026 die Grundstruktur des neuen Gebäudes stehen wird. Der Baukörper, der derzeit in Einzelteilen in Estland vorgefertigt wird, soll per Schiff in den isländischen Hafen Þorlákshöfn geliefert und von dort nach Hafnarfjördur transportiert werden. Vor Ort werden die Teile auf der vorbereiteten Bodenplatte montiert. Parallel soll das stark verrostete Dach der bestehenden Kapelle erneuert werden. Schwester Agnes hofft, dass die finanziellen Mittel ausreichen, um auch den geplanten gläsernen Verbindungsgang zu schaffen, der das neue Gebäude an den Klostertrakt anbindet.

Allein für die Planung und die Vorbereitung sind bislang Kosten in Höhe von umgerechnet 33.000 € angefallen. Das Bonifatiuswerk hat das Bauprojekt bereits mit insgesamt 600.000 Euro unterstützt: 100.000 Euro aus regulären Projektmitteln und 500.000 Euro aus einer Sonderförderung. Doch für die Fertigstellung des Neubaus wird weiterhin Unterstützung benötigt. Jeder Beitrag zählt, damit dieser Ort der Stille und des Gebets weiter wachsen kann.

Ihre Hilfe zählt - spenden Sie jetzt!

Junge, wachsende Gemeinschaft

Das Karmelkloster in Hafnarfjördur ist Heimat einer jungen, wachsenden Gemeinschaft von 13 Schwestern. Der geplante Neubau soll sechs zusätzliche Klosterzellen schaffen – darunter drei barrierefrei für ältere oder beeinträchtigte Mitschwestern . Auch Kandidatinnen, die sich derzeit in der Berufungsphase befinden, sollen dort künftig Platz finden.

Island zählt rund 400.000 Einwohner, von denen nur etwa 3,8 Prozent der katholischen Kirche angehören. Das kirchliche Leben vor Ort konzentriert sich auf fünf Gemeinden, die von insgesamt 17 Priestern betreut werden. Die Stadt Hafnarfjördur mit rund 30.000 Einwohnern ist die drittgrößte Stadt des Landes und liegt im Großraum der Hauptstadt Reykjavík.

(sah)

Das Video zum Spatenstich