TAG DER KINDERHOSPIZARBEIT 2026: BONIFATIUSWERK RUFT ZU SOLIDARISCHEM HANDELN AUF
10.02.2026
Das Schicksal von Familien mit Kindern und Jugendlichen, die an Lebenszeit verkürzenden Erkrankungen leiden, rückt am heutigen Dienstag in den Fokus der Öffentlichkeit. Der bundesweite Tag der Kinderhospizarbeit macht auf die wichtige Begleitung durch stationäre und ambulante Kinderhospize aufmerksam und informiert darüber, welchen Belastungen die Betroffenen ausgesetzt sind. Das Bonifatiuswerk hat sich in den zurückliegenden Jahren stark in der Förderung von Kinderhospiz-Angeboten engagiert.
Kinderhospizarbeit begleitet nicht nur die erkrankten Kinder, sondern die gesamte Familie – über oft lange Zeiträume hinweg und auch über den Tod hinaus. Sie versucht zu entlasten und zu trösten und schafft Raum für wertvolle gemeinsame Zeit. In diesem Sinne ist der 10. Februar auch ein Tag des Dankes an alle Mitarbeitenden und ehrenamtlich Engagierten, die Familien in dieser schwierigen Lebensphasen zur Seite stehen.
Das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken setzt sich seit vielen Jahren für diese solidarische Begleitung der Betroffenen ein. Zu den geförderten Initiativen gehören das ambulante Kinder- und Jugendhospiz Halle/Saale sowie das Caritas-Kinderhospiz-Zentrums LEO in Berlin. Das LEO beheimatet verschiedene Angebote für schwer- und schwerstkranke Kinder und ihre Familien. Dazu zählen eine Gruppe für verwaiste Eltern, ein Familien-Café oder eine Gruppe für Geschwister. Diese Angebote schaffen Raum für den Austausch untereinander und fürs Gegenseitig-Mut-Machen. Das LEO begreift sich weniger als Ort der Trauer, vielmehr als Ort der Kraft und der Stärke. So hat der Löwe (lateinisch: „Leo“) im hauseigenen Logo eine tiefgehende Symbolkraft. LEO-Leiterin Beate Zade sagt, es gehe zwar viel um Krankheit, Tod und Trauerarbeit. “Aber gerade hier erlebe ich oft Kinder, die viel Kraft haben und auch in ihrer Krankheit unheimlich stark sind und ihre Stärke auch anderen geben können.”


Neben dem LEO unterhält die Caritas Berlin den Kinderhospiz- und Familienbesuchsdienst, der ebenfalls vom Bonifatiuswerk unterstützt wird. Dieser aufsuchende Dienst betreut in der Bundeshauptstadt gut 60 schwer- und schwerstkranke Kinder und deren Familien im häuslichen Umfeld – nicht als pflegende Hilfe, sondern in Form von Beratung. Der Beistand und die praktische Hilfe im Alltag stehen im Vordergrund.
Mit einem Gesamtvolumen von gut 350.000 Euro hat das Bonifatiuswerk in den vergangenen Jahren Kinderhospizdienste auf verschiedene Weise unterstützen können. Die Summe war nur dank der solidarischen Unterstützung zahlreicher Spenderinnen und Spender möglich. Zum heutigen Tag der Kinderhospizarbeit ruft das Bonifatiuswerk dazu auf, ein sichtbares Zeichen der Unterstützung zu setzen. So wird Hoffnung spürbar – für Kinder, ihre Familien und für eine Gesellschaft, die niemanden in schweren Zeiten allein lässt.
(sah)